Sonntag, 28. August 2016

St Dunstan-in-the-East - "lost Place", aber nicht verloren!

Alte Kirchen sind immer speziell, aber eine halb zerfallene und romantisch bewachsene Kirche mitten in London erst recht!
Schon vor etwa 1000 Jahren stand an dieser Stelle eine Kirche, mit immer wieder bewegter Vergangenheit. (z.B. wurde sie im grossen Feuer 1666 weitgehend zerstört und später wieder auf- und ausgebaut.) 1941, im zweiten Weltkrieg wurde die Kirche dann schwer getroffen und bis auf den stabilen Turm und die Seitenmauern zerstört.
Später wurde beschlossen, die Kirche nicht mehr wieder aufzubauen. Stattdessen wurde sie zu einem kleinen Park / Garten umgewandelt.
Ausser an Feiertagen ist der Ort von 8 Uhr Morgens bis zum Eindunkeln oder spätestens 19 Uhr Abends frei (und kostenlos) zugänglich. Fotografieren für private Zwecke ist erlaubt, wird die Kirche aber als Foto- oder Filmlocation, z.B. auch für Hochzeiten gewünscht, braucht es eine Bewilligung.
Oft verbringen Mitarbeiter aus den Büro-Türmen der Umgebung ihre Mittagspause in der Openair-Kirche, einige Touristen geniessen die Ruhe mitten in der Grosstadt London und nur zu einzelnen Feiertagen (oder eben Hochzeiten) wird die Kirche noch gemäss ihrem ursprünglichen Zweck genutzt.
Der Ort hat auf jeden Fall einen ganz speziellen Zauber und wirkt sogar bei Regenwetter noch schön mystisch! Ein Geheimtipp im Sinne, dass kein Mensch davon weiss, ist es nicht mehr ganz... aber doch noch unbekannt genug, dass Ihr einige ruhige Minuten an einem etwas versteckten Ort im Grosstadtdschungel verbringen könnt.
Ihr findet die Kirche St Dunstan-in-the-East in London, in der Nähe des "Monument" und des riesigen "Walkie Takie" - Gebäudes mit dem Skygarden (offiziell 20 Fenchurch Street genannt). Sie ist gut erreichbar von der Metro-Station "Monument" her, aber auch von der Station "Tower Hill".

Weitere Infomationen zum Thema findet Ihr hier:
London Visitor Information
Wikipedia

Liebe Grüsse, Miuh

P.S. im Blog "Steiniger Garten" von Sigrun gibt es immer zum 20. des Monats mehr "Lost Places" zu sehen!

Sonntag, 14. August 2016

Isle of MTV Malta - Erlebnisse, Tipps und Infos

Mittlerweile zum 11. Mal wird am 27. Juni 2017 mit "The Chainsmokers", "DNCE", "Jonas Blue", "Raye", "Becca Dudley", "Don Diablo", "Kungs", und "Cheatcodes" das Isle of MTV Konzerterreignis auf Malta stattfinden.
Seit 2007 wird jedes Jahr auf Malta ein gigantisches Gratiskonzert für nun über 50'000 Zuschauer geboten, mit mehreren bekannten Musik-Stars - und im 2016 war ich zum ersten Mal mit dabei, als Clean Bandit, Jess Glynne, Steve Aoki und Wiz Khalifa auftraten.  
Wartet besser nicht mit der Planung, bis die Acts bekannt sind... Das Line Up wird jeweils ab etwa Februar schrittweise bekannt gegeben, die letzten Künstler teilweise erst wenige Tage vor dem Konzert - für günstige Flugtickets und Unterkünfte kann dies zu spät sein. Mindestens teilweise wird so das Isle of MTV ein Überraschungskonzert für Euch - grossartig ist es aber immer!
Im Vorfeld habe ich bemerkt, dass es im Netz abgesehen von der offiziellen Seite: Isle of MTV Malta (link) kaum zusätzliche Informationen oder Hintergrundberichte gibt. Daher habe ich Euch hier einige zusätzliche praktische Tipps und Infos zusammengestellt:
Für Flüge auf die Insel (z.B. Visit Malta - Anreise (link) / Air Malta (link) / Swiss (link)) sowie für Unterkünfte findet Ihr viele Informationen, zum Beispiel von Visit Malta - Unterkünfte (link), aber auch von vielen anderen Reise-Organisatoren. Die Fluggesellschaften bieten immer mal wieder Aktionspreise und für Unterkünfte kann auch Airbnb (link) eine gute Alternative sein, gerade wenn Ihr als Gruppe reist!
Ein attraktives Rahmenprogramm bietet jeweils zusätzlich die Malta Music Week (link) mit zusätzlichen Events an den Daten rund um das Isle of MTV - Es lohnt sich also, allenfalls die Reisedaten entsprechend anzupassen, falls Euch die eine oder andere Party auch noch zusagt!
Für die Anreise zum Isle of MTV - Konzert empfehlen sich unbedingt die öffentlichen Busse (link). Einige Informationen zu den verschiedenen Bus-Linien gibt es wiederum erst kurz vor dem Event auf Visit Malta (link). Für die Hinfahrt löst ihr an der Haltestelle oder beim Busfahrer ein "normales" Ticket für 2 EUR, welches für 2 Stunden und jede einfache Strecke gültig ist. Wenn ihr das Kleingeld dafür schon bereit habt, geht alles schneller... Steigt aus, wenn es nicht mehr weiter geht und lauft einfach mit der Masse mit.
Quelle: Print-Screen der Visit Malta Homepage vom 28.06.2016

Für die Rückreise werden spezielle Fahrpläne und Buslinien angeboten, die erst einige Zeit vor der Veranstaltung auf Visit Malt (link) veröffentlicht werden. Es lohnt sich, die richtige Linie vorher schon rauszusuchen und sich die Nummer zu merken. Ein Nacht-Ticket kostet 3 EUR - haltet auch hier besser das Kleingeld schon bereit.
Einzelne Parkplätze gibt es zwar 1-2 km unterhalb des Konzert-Ortes, aber einen davon zu erwischen ist reine Glücksache. Das Verkehrschaos vor dem Isle of MTV ist vorprogrammiert... Stellt Euch vor: Auf den relativ kleinen, aber dicht bevölkerten maltesischen Inseln leben total um 430'000 Menschen. An diesem einen Abend bewegen sich nun über 50'000 Leute auf den engen und sonst schon überfüllten Strassen in Richtung Konzertgelände.
Rechnet auf jeden Fall genügend Zeit für die Anreise mit ein, oder seid entspannt, wenn Ihr erst etwas später als erwartet ankommt... Türöffnung ist um 15 Uhr, Konzertstart ab 18 Uhr und Konzertschluss um 00 Uhr
Ankunft und Sicherheitsvorkehrungen sind bei über 50'000 Konzertbesuchern ebenfalls ein riesiges Thema! Das Konzertgelände "Il Fossos Square" in Floriana, der Vorstadt von Valletta ist grossräumig abgesperrt und zu Fuss über mehrere Strassen / Zugänge erreichbar. Auf den letzten Metern werdet Ihr durch Absperrgitter zu den Sicherheitskontrollen geleitet, wo alle Besucher durch Metalldetektoren, Abtasten sowie Taschenkontrollen genau untersucht werden. Nehmt einfach so wenig Zeugs wie möglich mit, das vereinfacht das Prozedere. Verbotene Gegenstände sind z.B. Glasflaschen (auch Parfum), Waffen, allgemein scharfe Gegenstände, illegale Substanzen, Drohnen, Feuerwerk, Flaggen, Stangen, Laserpointer, Selfiesticks und professionelle Audio- / Video- Aufnahmegeräte.
Einmal auf dem Platz angekommen, ist das Ambiente einmalig! Die Musik hat eine erstaunlich gute Tonqualität für das grosse Gelände, in der Front seht Ihr die riesige Bühne mit Leinwänden, so dass auch Zuschauer weiter hinten etwas sehen können. Eine romantische Kulisse im Hintergrund bieten all die historischen Gebäude rundherum, besonders aber die schön beleuchtete Kirche St Publius.


Die gute Nachricht: Ihr braucht keine Tickets und die ganze Veranstaltung mit all den bekannten Musikstars ist für Euch absolut kostenlos (abgesehen von Bustickets und allenfalls Verpflegung...)
Die schlechte Nachricht: es lohnt sich unbedingt, vorher in der Unterkunft noch die eigene Toilette zu besuchen! Bei unserer Ankunft staunten wir über lange Kolonnen vor einigen wenigen mobilen Toiletten noch in den Seitenstrassen. Auf dem Konzertplatz angekommen, bot sich dann ein noch unglaublicheres Bild: da standen zwei (zwei!!) mobile Toiletten am Rand und sehr, sehr viele wartende Menschen darum herum... In einer weiteren Seitenstrasse fand ich später nochmals 6 "Häuschen". Ich dachte kurz an die über 50'000 Personen auf dem Platz und traute mich gar nicht erst zu rechnen. Lange Rede kurzer Sinn: Ansteh-Zeit für die beiden Toilettem am Konzertplatz: über eine Stunde / Anstehzeit für die 6 Toiletten in der Seitengasse: 20-30 Minuten. Die hygienischen Zustände waren dementsprechend eher unschön... Es empfiehlt sich unbedingt, genügend Taschentücher / Feuchttücher / Desinfektion für die Hände mitzunehmen. Mein Fazit danach war: "heute trinke ich nichts mehr" ;-)
Auch ein Abfall-Konzept scheint es bisher nicht wirklich zu geben... Es standen kaum Abfalleimer zur Verfügung und es war für alle normal, leere Getränkeflaschen, Essenspackungen, usw. einfach auf den Boden zu werfen.
 Verpflegung: verschiedenes zu Essen und zu Trinken, gibt es auf der einen Seite des Konzertplatzes.


Mein Tipp: anstatt nach dem Konzert sofort mit der grossen Masse zu den Bussen zu laufen, sind wir entspannt noch dieser "Fressmeile" entlang geschlendert und haben uns ein Stück Pizza gegönnt. Als wir anschliessend zum Busplatz neben dem Tritonbrunnen vor Vallettas Toren kamen, mussten wir gar nicht mehr lange warten, bis der nächste Bus in Richtung unserer Unterkunft fuhr. (3 EUR direkt beim Busfahrer zu bezahlen, einsteigen, guuut festhalten.)
Das Wetter ist auf Malta normalerweise Ende Juni schön trocken und sehr warm. Jacken oder ähnliches müsst Ihr also kaum mitnehmen, da es auch nachts noch mild bleibt. (Zur Sicherheit vorher den Wetterbericht checken)
Alles in Allem war das Isle of MTV ein super Erlebnis, das natürlich wunderbar mit Ferien auf Malta verbunden werden kann! (dazu ein anderes Mal mehr...)

Und nun - Viel Spass beim Planen!
Miuh



(Essbare) Pflanzen auf den Maltesischen Inseln

Eine Vielfalt und Farbenpracht - und oft auch noch etwas essbares - bieten die Pflanzen Maltas vor allem in den Wintermonaten und im Frühling. Wer genau hinsieht, kann viele kleine (und grosse!) Wunder entdecken, wo andere nur achtlos vorbeilaufen.

Bei Spaziergängen auf den Maltesischen Inseln (mit Gozo und Comino) begegnen euch mitten in der Natur,  am Strnd, am Wegesrand, auf brachliegenden Bauplätzen oder irgendwo an einer Mauer immer wieder Pflanzen, die  bei uns meistens nur im Lebensmittelgeschäft zu finden sind.


Auf dem folgenden Bild seht ihr zum Beispiel eine Kapernblüte und eine Kapern-Knospe. Sind die Blumen nicht wunderschön?




Die Knospen, aber auch die später nach der Blüte entstehenden Kapernfrüchte, werden in Essiglake oder in Salz eingelegt und so haltbar gemacht.

Auf Malta werden Kapern oft als würzige Beilage über Salate und andere Gerichte gestreut oder mitgekocht.

Als essbares Souvenir habe ich mir am Markt von Marsaxlokk einige Päckchen der gesalzenen original Maltesischen Kapern gekauft und dabei auch gleich erfahren, dass die Mutter der Marktverkäuferin  die Kapern bei einer Bucht in der Nähe von den üppigen Büschen gepflückt hatte.




 


Auch Pflanzen oder Kräuter, die es bei uns so oder ähnlich ebenfalls gibt, sind mir besonders aufgefallen.

Auf den Maltesischen Inseln wachsen Sträucher, Stauden und Blumen, die hier in der Schweiz und in den kälteren Regionen - wenn überhaupt - nur mit viel Pflege oder gar Winterschutz überleben oder nur einjährig ausschliesslich im Sommer gezogen werden.


Der Kümmel (Maltesisch: Kemmuna) wächst hier so zahlreich, dass wahrscheinlich sogar der Name der Insel Comino von ihm stammt. Die ehemaligen Blütenstände sind im frühen März noch grün und reifen später ab.




Was auf dem Foto unten links aussieht, wie ein grüner Riesen-Spargel, ist in Wirklichkeit die  heranwachsende Blüte einer Agave.

Auch Agaven wachsen auf den Maltesischen Inseln sehr zahlreich und sind in sämtlichen Entwicklungs - Formen zu finden. Agaven blühen erst nach Jahrzehnten mit einer der grössten Blüten, die es in der Pflanzenwelt zu bestaunen gibt - danach stirbt leider die ganze Pflanze ab.




Thymian wächst auch bei uns in den Gärten und übersteht je nach Art meistens sogar den Winter. So schöne, grosse, wildwachsende Polster wie sie auf Comino zu finden sind, kannte ich jedoch bisher noch nicht.

Der Thymian ist eine der Pflanzen, welche die laue Luft auf Comino so würzig duften lassen! Im Frühling sind auch noch unzählige kleine, violette Blüten zu sehen, später nur noch die immergrünen Pflanzen.




Woran erinnern euch die Pflanze und die Blumen auf den folgenden Bildern?

Die Blüte wirkt wie eine kleine Artischocke -  und tatsächlich ist es eine wilde Artischocken-Art, nämlich Kardunkel-Artischocken / Kardonien (*), die hier teilweise blühen.

Ebenso wie bei den uns bekannten, kultivierten Artischocken gibt es - allerdings relativ kleine - essbare Teile an den Kardunkel-Artischocken und die Pflanze wird auch für die Herstellung vieler Medikamente verwendet.



Wirklich an jedem Strassenrand, auf allen Feldern und Brachflächen Maltas wächst auch der Wilde Fenchel mit der schönen, grossen, gelben Blüte / Blütenknospe im Frühling. Die Pflanzen prägen für mich das Bild und den Duft der maltesischen Inseln neben dem Kümmel entscheidend mit. Später im Jahr bleiben meist nur noch die vertrockneten Stängel übrig.

Wilder Fenchel wird von den hübschen Häuschenschnecken heiss geliebt und bis im Spätfrühling oder Frühsommer oft kahlgefressen. Danach klettern die Schnecken auf die übrig gebliebenen Stängel, machen sich fest und verschliessen die Häuschen mit einem stabilen Deckel, um den heissen, langen Sommer möglichst zu überstehen.




Kapuzinerkresse kennt ihr bestimmt, denn die gibt es auch bei uns in den Gärten. Aber so üppig wuchernd und mit unzähligen, leuchtenden Blüten wie an den Strassenrändern in Maltas Wohnquartieren kannte ich die Pflanze noch nicht.



Das folgende, eher unscheinbare Kraut mit den ebenso unauffälligen Puschel-Blüten erinnert an unseren Spitzwegrich. Die südländische Variante hier heisst Hasenfuss-Wegerich (*)




Die auf den ersten Blick unauffälligen Pflänzchen mit den länglichen Blättchen und den typischen gelben Kreuzblüten, welche teilweise an den unwirtlichsten Orten auf Malta wachsen - zum Beispiel am Strassenrand und auf einem Schotterfeld hinter dem Flughafengelände - sind wilder Rucola / Rauke.

Ein anderes Mal haben wir schöne, üppige Rucolapflanzen auch noch an einer anderen, weniger exponierten Stelle in der Nähe des St. Peter's Pool gefunden. Dort sind sie wohl weniger von Abgasen belastet und damit eher geeignet für einen frischen, würzigen Salat!



An einem Spazierweg durch eine Wiese in der Nähe von Pembroke bei St. Julians  haben wir dieses Pflänzchen gesehen, das es auch bei uns gibt: der Borretsch!

Die hängenden, blauen, frischen Borretsch-Blüten passen zum Beispiel gut zu Gurkensalat. Darüber gestreut schmecken sie nicht nur fein, sondern ergeben auch eine hübsche Deko.




Nicht wirklich wild gewachsen, aber dennoch imposant ist dieser wunderschöne Zitronenbaum auf dem folgenden Foto. In der Art sind diese Pflanzen auf Malta in vielen Gärten zu finden!

Kleinere Exemplare von Zitrusbäumchen gibt es auch bei uns - aber so sorglos über den Winter draussen eingepflanzt lassen, ginge hier nicht. Zitronenbäume und ähnliche Pflanzen wachsen normalerweise in Kübeln und müssen drinnen geschützt überwintert werden.




Wohl am meisten erstaunt haben mich die Bäume, auf welchen Rosa Pfeffer wächst... ich hätte solche Pflanzen eher in Südamerika erwartet, als auf Malta. (Wiki-Informationen) Der Geschmackstest hat aber meine Vermutung bestätigt: die Früchte schmecken typisch leicht scharf und aromatisch wie eben die rosa Pfefferbeeren, welche wir kennen.

Genau genommen ist der "rosa Pfeffer" gar kein Pfeffer, sondern eine aromatische Beere, welche oft bunten Pfeffermischungen  beigemischt wird.




Auf den Maltesischen Inseln gibt es extrem filigrane Blümchen, aber auch imposant gross gewachsene Pflanzen und Blüten. Viele davon blühen im Winter und sind später zwischen Frühling und Herbst, wenn auf Malta die Hauptreisezeit ist, nicht mehr sichtbar.

Die bei uns nicht winterharten Geranien  wachsen auf Malta teilweise zu beeindruckenden, bis zwei Meter grossen Büschen heran, da sie im Winter nicht zurückfrieren oder geschnitten werden, sondern immer weiter wachsen und unten langsam verholzen. Ein beeindruckender Anblick!



Noch im Frühling könnt ihr auf Malta viele Wildblumen bewundern! Später im Hochsommer haben die Pflanzen auf Malta, Gozo und Comino durchwegs das Problem, dass es extrem heiss und trocken wird, was viele der zarten Pflänzchen nicht überstehen... sie trocknen aus oder überdauern die unwirtliche Zeit zurückgezogen im Boden.






Eine spannende Seite, welche mir bei der Bestimmung der mit (*) markierten Pflanzen geholfen hat, findet Ihr HIER.

Noch lange nicht alle Pflanzen, welche ich auf Malta gesehen und fotografiert habe, konnte ich bisher auch benennen. Und bei weitem habe ich noch nicht alle Pflanzen gesehen, welche - vor allem auch im Winter - auf Malta wachsen. Da gibt es also noch viel zu entdecken!

In Facebook-Gruppen habe ich in der Zwischenzeit wunderschöne Fotos von Pflanzen, Blüten und ganzen Lebensräumen gesehen, welche eher an unsere Region als an die meist karg scheinenden Maltesischen Inseln erinnern.
Da diese jedoch nur im Winter zu sehen sind, ist eine Winter-Reise auf die Maltesischen Inseln ein Geheimtipp für alle Pflanzen- und Naturliebhaber!


Liebe Grüsse und viel Freude beim Entdecken der Pflanzen und Blümchen, Miuh

Der Himmel über der Nullarbor Plain (Australien)

Unsere zweite Etappe mit dem Indian Pacific Train, der in ca. 65 Stunden und total 4352 Kilometer Sydney (im Osten) mit Perth (im Westen) verbindet fuhren wir am 19. und 20. April 2012 auf der 2659 Kilometer und 41 Stunden langen Strecke von Adelaide über Cook und Kalgoorlie durch die "Nullarborplain" in Richtung Perth. Was für einige Leute vielleicht langweilig tönt, habe ich geliebt... die Landschaft vorbeiziehen zu sehen, schauen wie die Vegetation sich ändert, das Wetter wechselt, wie es Morgen wird, die Sonne höher steigt, über den Himmel wandert und wieder sinkt, wie der Abend kommt... So habe ich stundenlang zum Fenster hinaus fotografiert. Der Himmel hat dabei immer wieder eine Hauptrolle gespielt und die Bäume oder Sträucher nur noch zu Silhouetten werden lassen.

 
 
 
 
 

Alle diese Fotos zeigen den Tagesverlauf von kurz nach Adelaide noch vor Sonnenaufgang, via Cook um den Mittag bis irgendwo vor Kalgoorlie Abends, als das Licht dann doch zu knapp wurde und die "vorbeifahrenden" Sträucher nur noch verwischt auf die Fotos kamen.

Einen Bericht über Kalgoorlie-Boulder und die Super-Pit Goldmine findet ihr  hier:
Super-Pit Goldmine und grosse Maschinen in Kalgoorlie-Boulder
Wir durften während eines Zwischenhalts des Indian-Pacific Zuges aussteigen und das riesige Minen-Gelände vom Lookout aus in der Nacht besichtigen. Im Dunklen sahen wir fast nur die Lichter der eigentlich riesigen Maschinen weit unten in der Mine ganz klein. Einige Jahre später bin ich nochmals zurückgekehrt und habe die beeindruckende Sicht vom Lookout aus auch Tagsüber noch erlebt.


Himmlische Grüsse, Miuh