Nach einem ganzen Monat in Australien (hier der Link zur Übersicht) war das 2016 mein Jahr der Kurzreisen. Keine Angst, bald geht es hier mit der Australienserie weiter, heute aber zeige ich Euch einen kurzen Rückblick auf mein persönliches Reise-Jahr 2016:
Gestartet bin ich im Januar in den Walliser Bergen, in Zermatt. Hier gibt es für alle etwas: Skifahrer, Fussgänger, Partyfreunde oder Ruhesuchende. Hier (link) findet ihr meinen Bericht zum beeindruckenden Ausflug auf das Klein Matterhorn.
Nur kurze Zeit später zog es mich wieder in die Berge, dieses Mal nach Serfaus in Östereich. Das Dorf bietet viele schöne Wellnesshotels, aber auch einfachere Gästehäuser und Ferienwohnungen und eignet sich vor allem super für Paare und Familien. Das Skigebiet "Serfaus Fiss Ladis" ist gross und bietet auch jede Menge Möglichkeiten für Fussgänger (wie mich...) - so waren die Tage in Serfaus einmal mehr sehr erholsam.
Mitte März zog es uns das erste Mal im 2016 auf die kleine Mittelmeerinsel Malta an die Wärme. Um diese Jahreszeit kann es auch dort einmal regnen, was wir dieses Jahr selbst erfahren durften... aber die Temperaturen sind meistens schon viel wärmer als hier in der Schweiz und so konnten wir wie noch jedes Mal auch sonnige Tage im T-Shirt geniessen. Hier (link) findet ihr meinen Beitrag zum Thema: (essbare) Pflanzen auf den Maltesischen Inseln. Gerade im frühen Frühling sind Malta, Gozo und Comino noch herrlich grün und ihr könnt viele Pflanzen bewundern, die später im Sommer nur noch als verdorrte Stängel zu sehen sind.
Auch unsere Nächste Reise im Mai führte uns schon wieder auf die Maltesischen Inseln. Dieses Mal reisten wir mit einer Gruppe von Freunden, denen wir Malta und viele der schönen Sehenswürdigkeiten zeigen konnten. Dabei war für alle etwas: Natur, Kultur, Strand, Nachtleben... Wir wohnten in einer grossen, auf Airbnb gemieteten Wohnung und waren in einem grossen Mietwagen unterwegs - ein riesiger Spass! Die Organisation und das Zusammenbringen aller Wünsche und Bedürftnisse kostete mich einiges an Organisation, aber das war es wirklich wert!
Gegen Ende Mai musste ich beruflich nach Dublin. Dass ich meine Rückreise erst auf den Samstag Abend legte, gewährte meiner Firma einen günstigeren (Wochenend-) Flug und mir einen Tag Entdeckungen in Dublin und Irland nur für mich alleine. Hier (link) könnt Ihr von meinen Erfahrungen mit Drinks, Pubs und (vegetarischem) Essen in Dublin lesen. Zwei Ausflüge zum Meer: Dalkey - Typisch Irische Küste nahe Dublin (link hier) sowie Howth - am Meer ausserhalb Dublin (link hier) habe ich für euch beschrieben, sowie meine Gedanken zu meiner Flugangst und zum Himmel über Irlands Küste (link hier).
Mitte Juni reisten wir einmal mehr ins Emmental. Eine Region der Schweiz, die ich sehr, sehr mag! Hier gelingt es mir immer, mich zu entspannen und etwas herunterzufahren - Was wohl gleichermassen an der schönen Landschaft wie auch an den geerdeten Menschen im Emmental liegt und auch der Himmel über dem Emmental (link hier) ist immer wieder etwas Spezielles. Wenn ihr die Region einmal besuchen möcht, bietet sich zum Beispiel Anfang Juni jeweils der Gotthelf-Märit - Ein Markt wie "anno dazumal" (link hier) oder Anfangs Oktober jeweils der Chäs Märit (Käsemarkt) in Huttwil (link hier) an.
Nach einem sehr kurzen Besuch von nur wenigen Stunden zu Hause, der gerade einmal reichte, um dreckige Wäsche auszuladen, die Taschen neu zu packen und die Katzen zu streicheln, fuhren wir gleich weiter zum Flughafen, von wo wir Ende Juni zum dritten Mal im 2016 nach Malta flogen. Wieder waren einige Freunde dabei und wir hatten etwas Besonderes vor: Das legendäre Isle of MTV Malta - Konzert war unser Ziel. Darüber habe ich Euch hier (link) einen Ausführlichen Bericht zusammengestellt: Isle of MTV Malta - Erlebnisse, Tipps und Infos. Davor jedoch genossen wir ein weiteres Mal einige unbeschwerte Tage, wobei wir die meiste Zeit an den Stränden, den Steinküsten und im Meer anzutreffen waren.
Die Sommerwochen verbrachte ich vorwiegend zu Hause, jedoch nicht, so wie ich ursprünglich angenommen hatte mit Tages-Ausflügen in der Schweiz, sondern meistens im eigenen, kleinen Garten. Manchmal ist es eben doch zu Hause am schönsten und den Sommer geniesse ich gerne hier.
Ende August war dann noch eine Städtereise angesagt: in London verbrachten wir schöne, spannende Tage und entdeckten vieles, wenn auch nicht ganz alles, was auf meiner Wunschliste stand. Ein guter Grund, nochmals wiederzukommen! Dafür genossen wir mitten in der Grossstadt auch ruhigere Momente, wie den Besuch der alten und halb zerfallenen Kirche: St Dunstan-in-the-East (link hier), die heute als kleiner Park gepflegt wird.
Anfang Dezember reisten wir wie schon viele Jahre zuvor nach Essen im Ruhrgebiet. Zum ersten Mal gönnten wir uns einen Tag mehr, was uns ermöglichte, nicht nur die Essen Motorshow und den Weihnachtsmarkt, sondern endlich einmal auch die Zeche Zollverein und die Kokerei Zollverein als typische Industriedenkmäler der Region zu besuchen. Ein spannender, eindrücklicher Ausflug!
Zum Jahresende verbrachten wir nochmals einige ruhige, erholsame Tage im Emmental. Leider zeigten sich die Hügel dieses Jahr noch nicht romantisch verschneit, aber auch winterliches Grün und schönes Wetter hat seinen Reiz!
Das war's, mein Reisejahr 2016, das Jahr der Kurzreisen... keine meiner Reisen dauerte länger als fünf Tage, das gab es bei mir wohl noch nie... dafür waren wir gleich dreimal auf Malta - auch das eine Premiere! Wie war Euer Jahr? Lexa (link) sammelt Beiträge zum Thema: Mein 2016 war... und ich freue mich auf viele andere spannende Rückblicke!
Liebe Grüsse, Miuh
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Sonntag, 1. Januar 2017
Sonntag, 14. August 2016
(Essbare) Pflanzen auf den Maltesischen Inseln
Eine Vielfalt und Farbenpracht - und oft auch noch etwas essbares - bieten die Pflanzen Maltas vor allem in den Wintermonaten und im Frühling. Wer genau hinsieht, kann viele kleine (und grosse!) Wunder entdecken, wo andere nur achtlos vorbeilaufen.
Bei Spaziergängen auf den Maltesischen Inseln (mit Gozo und Comino) begegnen euch mitten in der Natur, am Strnd, am Wegesrand, auf brachliegenden Bauplätzen oder irgendwo an einer Mauer immer wieder Pflanzen, die bei uns meistens nur im Lebensmittelgeschäft zu finden sind.
Auf dem folgenden Bild seht ihr zum Beispiel eine Kapernblüte und eine Kapern-Knospe. Sind die Blumen nicht wunderschön?
Die Knospen, aber auch die später nach der Blüte entstehenden Kapernfrüchte, werden in Essiglake oder in Salz eingelegt und so haltbar gemacht.
Auf Malta werden Kapern oft als würzige Beilage über Salate und andere Gerichte gestreut oder mitgekocht.
Als essbares Souvenir habe ich mir am Markt von Marsaxlokk einige Päckchen der gesalzenen original Maltesischen Kapern gekauft und dabei auch gleich erfahren, dass die Mutter der Marktverkäuferin die Kapern bei einer Bucht in der Nähe von den üppigen Büschen gepflückt hatte.
Auch Pflanzen oder Kräuter, die es bei uns so oder ähnlich ebenfalls gibt, sind mir besonders aufgefallen.
Auf den Maltesischen Inseln wachsen Sträucher, Stauden und Blumen, die hier in der Schweiz und in den kälteren Regionen - wenn überhaupt - nur mit viel Pflege oder gar Winterschutz überleben oder nur einjährig ausschliesslich im Sommer gezogen werden.
Der Kümmel (Maltesisch: Kemmuna) wächst hier so zahlreich, dass wahrscheinlich sogar der Name der Insel Comino von ihm stammt. Die ehemaligen Blütenstände sind im frühen März noch grün und reifen später ab.
Was auf dem Foto unten links aussieht, wie ein grüner Riesen-Spargel, ist in Wirklichkeit die heranwachsende Blüte einer Agave.
Auch Agaven wachsen auf den Maltesischen Inseln sehr zahlreich und sind in sämtlichen Entwicklungs - Formen zu finden. Agaven blühen erst nach Jahrzehnten mit einer der grössten Blüten, die es in der Pflanzenwelt zu bestaunen gibt - danach stirbt leider die ganze Pflanze ab.
Thymian wächst auch bei uns in den Gärten und übersteht je nach Art meistens sogar den Winter. So schöne, grosse, wildwachsende Polster wie sie auf Comino zu finden sind, kannte ich jedoch bisher noch nicht.
Der Thymian ist eine der Pflanzen, welche die laue Luft auf Comino so würzig duften lassen! Im Frühling sind auch noch unzählige kleine, violette Blüten zu sehen, später nur noch die immergrünen Pflanzen.
Woran erinnern euch die Pflanze und die Blumen auf den folgenden Bildern?
Die Blüte wirkt wie eine kleine Artischocke - und tatsächlich ist es eine wilde Artischocken-Art, nämlich Kardunkel-Artischocken / Kardonien (*), die hier teilweise blühen.
Ebenso wie bei den uns bekannten, kultivierten Artischocken gibt es - allerdings relativ kleine - essbare Teile an den Kardunkel-Artischocken und die Pflanze wird auch für die Herstellung vieler Medikamente verwendet.
Wirklich an jedem Strassenrand, auf allen Feldern und Brachflächen Maltas wächst auch der Wilde Fenchel mit der schönen, grossen, gelben Blüte / Blütenknospe im Frühling. Die Pflanzen prägen für mich das Bild und den Duft der maltesischen Inseln neben dem Kümmel entscheidend mit. Später im Jahr bleiben meist nur noch die vertrockneten Stängel übrig.
Wilder Fenchel wird von den hübschen Häuschenschnecken heiss geliebt und bis im Spätfrühling oder Frühsommer oft kahlgefressen. Danach klettern die Schnecken auf die übrig gebliebenen Stängel, machen sich fest und verschliessen die Häuschen mit einem stabilen Deckel, um den heissen, langen Sommer möglichst zu überstehen.
Kapuzinerkresse kennt ihr bestimmt, denn die gibt es auch bei uns in den Gärten. Aber so üppig wuchernd und mit unzähligen, leuchtenden Blüten wie an den Strassenrändern in Maltas Wohnquartieren kannte ich die Pflanze noch nicht.
Das folgende, eher unscheinbare Kraut mit den ebenso unauffälligen Puschel-Blüten erinnert an unseren Spitzwegrich. Die südländische Variante hier heisst Hasenfuss-Wegerich (*)
Die auf den ersten Blick unauffälligen Pflänzchen mit den länglichen Blättchen und den typischen gelben Kreuzblüten, welche teilweise an den unwirtlichsten Orten auf Malta wachsen - zum Beispiel am Strassenrand und auf einem Schotterfeld hinter dem Flughafengelände - sind wilder Rucola / Rauke.
Ein anderes Mal haben wir schöne, üppige Rucolapflanzen auch noch an einer anderen, weniger exponierten Stelle in der Nähe des St. Peter's Pool gefunden. Dort sind sie wohl weniger von Abgasen belastet und damit eher geeignet für einen frischen, würzigen Salat!
An einem Spazierweg durch eine Wiese in der Nähe von Pembroke bei St. Julians haben wir dieses Pflänzchen gesehen, das es auch bei uns gibt: der Borretsch!
Die hängenden, blauen, frischen Borretsch-Blüten passen zum Beispiel gut zu Gurkensalat. Darüber gestreut schmecken sie nicht nur fein, sondern ergeben auch eine hübsche Deko.
Nicht wirklich wild gewachsen, aber dennoch imposant ist dieser wunderschöne Zitronenbaum auf dem folgenden Foto. In der Art sind diese Pflanzen auf Malta in vielen Gärten zu finden!
Kleinere Exemplare von Zitrusbäumchen gibt es auch bei uns - aber so sorglos über den Winter draussen eingepflanzt lassen, ginge hier nicht. Zitronenbäume und ähnliche Pflanzen wachsen normalerweise in Kübeln und müssen drinnen geschützt überwintert werden.
Wohl am meisten erstaunt haben mich die Bäume, auf welchen Rosa Pfeffer wächst... ich hätte solche Pflanzen eher in Südamerika erwartet, als auf Malta. (Wiki-Informationen) Der Geschmackstest hat aber meine Vermutung bestätigt: die Früchte schmecken typisch leicht scharf und aromatisch wie eben die rosa Pfefferbeeren, welche wir kennen.
Genau genommen ist der "rosa Pfeffer" gar kein Pfeffer, sondern eine aromatische Beere, welche oft bunten Pfeffermischungen beigemischt wird.
Auf den Maltesischen Inseln gibt es extrem filigrane Blümchen, aber auch imposant gross gewachsene Pflanzen und Blüten. Viele davon blühen im Winter und sind später zwischen Frühling und Herbst, wenn auf Malta die Hauptreisezeit ist, nicht mehr sichtbar.
Die bei uns nicht winterharten Geranien wachsen auf Malta teilweise zu beeindruckenden, bis zwei Meter grossen Büschen heran, da sie im Winter nicht zurückfrieren oder geschnitten werden, sondern immer weiter wachsen und unten langsam verholzen. Ein beeindruckender Anblick!
Noch im Frühling könnt ihr auf Malta viele Wildblumen bewundern! Später im Hochsommer haben die Pflanzen auf Malta, Gozo und Comino durchwegs das Problem, dass es extrem heiss und trocken wird, was viele der zarten Pflänzchen nicht überstehen... sie trocknen aus oder überdauern die unwirtliche Zeit zurückgezogen im Boden.
Eine spannende Seite, welche mir bei der Bestimmung der mit (*) markierten Pflanzen geholfen hat, findet Ihr HIER.
Noch lange nicht alle Pflanzen, welche ich auf Malta gesehen und fotografiert habe, konnte ich bisher auch benennen. Und bei weitem habe ich noch nicht alle Pflanzen gesehen, welche - vor allem auch im Winter - auf Malta wachsen. Da gibt es also noch viel zu entdecken!
In Facebook-Gruppen habe ich in der Zwischenzeit wunderschöne Fotos von Pflanzen, Blüten und ganzen Lebensräumen gesehen, welche eher an unsere Region als an die meist karg scheinenden Maltesischen Inseln erinnern.
Da diese jedoch nur im Winter zu sehen sind, ist eine Winter-Reise auf die Maltesischen Inseln ein Geheimtipp für alle Pflanzen- und Naturliebhaber!
Liebe Grüsse und viel Freude beim Entdecken der Pflanzen und Blümchen, Miuh
Bei Spaziergängen auf den Maltesischen Inseln (mit Gozo und Comino) begegnen euch mitten in der Natur, am Strnd, am Wegesrand, auf brachliegenden Bauplätzen oder irgendwo an einer Mauer immer wieder Pflanzen, die bei uns meistens nur im Lebensmittelgeschäft zu finden sind.
Auf dem folgenden Bild seht ihr zum Beispiel eine Kapernblüte und eine Kapern-Knospe. Sind die Blumen nicht wunderschön?
Die Knospen, aber auch die später nach der Blüte entstehenden Kapernfrüchte, werden in Essiglake oder in Salz eingelegt und so haltbar gemacht.
Auf Malta werden Kapern oft als würzige Beilage über Salate und andere Gerichte gestreut oder mitgekocht.
Als essbares Souvenir habe ich mir am Markt von Marsaxlokk einige Päckchen der gesalzenen original Maltesischen Kapern gekauft und dabei auch gleich erfahren, dass die Mutter der Marktverkäuferin die Kapern bei einer Bucht in der Nähe von den üppigen Büschen gepflückt hatte.
Auch Pflanzen oder Kräuter, die es bei uns so oder ähnlich ebenfalls gibt, sind mir besonders aufgefallen.
Auf den Maltesischen Inseln wachsen Sträucher, Stauden und Blumen, die hier in der Schweiz und in den kälteren Regionen - wenn überhaupt - nur mit viel Pflege oder gar Winterschutz überleben oder nur einjährig ausschliesslich im Sommer gezogen werden.
Der Kümmel (Maltesisch: Kemmuna) wächst hier so zahlreich, dass wahrscheinlich sogar der Name der Insel Comino von ihm stammt. Die ehemaligen Blütenstände sind im frühen März noch grün und reifen später ab.
Was auf dem Foto unten links aussieht, wie ein grüner Riesen-Spargel, ist in Wirklichkeit die heranwachsende Blüte einer Agave.
Auch Agaven wachsen auf den Maltesischen Inseln sehr zahlreich und sind in sämtlichen Entwicklungs - Formen zu finden. Agaven blühen erst nach Jahrzehnten mit einer der grössten Blüten, die es in der Pflanzenwelt zu bestaunen gibt - danach stirbt leider die ganze Pflanze ab.
Thymian wächst auch bei uns in den Gärten und übersteht je nach Art meistens sogar den Winter. So schöne, grosse, wildwachsende Polster wie sie auf Comino zu finden sind, kannte ich jedoch bisher noch nicht.
Der Thymian ist eine der Pflanzen, welche die laue Luft auf Comino so würzig duften lassen! Im Frühling sind auch noch unzählige kleine, violette Blüten zu sehen, später nur noch die immergrünen Pflanzen.
Woran erinnern euch die Pflanze und die Blumen auf den folgenden Bildern?
Die Blüte wirkt wie eine kleine Artischocke - und tatsächlich ist es eine wilde Artischocken-Art, nämlich Kardunkel-Artischocken / Kardonien (*), die hier teilweise blühen.
Ebenso wie bei den uns bekannten, kultivierten Artischocken gibt es - allerdings relativ kleine - essbare Teile an den Kardunkel-Artischocken und die Pflanze wird auch für die Herstellung vieler Medikamente verwendet.
Wirklich an jedem Strassenrand, auf allen Feldern und Brachflächen Maltas wächst auch der Wilde Fenchel mit der schönen, grossen, gelben Blüte / Blütenknospe im Frühling. Die Pflanzen prägen für mich das Bild und den Duft der maltesischen Inseln neben dem Kümmel entscheidend mit. Später im Jahr bleiben meist nur noch die vertrockneten Stängel übrig.
Wilder Fenchel wird von den hübschen Häuschenschnecken heiss geliebt und bis im Spätfrühling oder Frühsommer oft kahlgefressen. Danach klettern die Schnecken auf die übrig gebliebenen Stängel, machen sich fest und verschliessen die Häuschen mit einem stabilen Deckel, um den heissen, langen Sommer möglichst zu überstehen.
Kapuzinerkresse kennt ihr bestimmt, denn die gibt es auch bei uns in den Gärten. Aber so üppig wuchernd und mit unzähligen, leuchtenden Blüten wie an den Strassenrändern in Maltas Wohnquartieren kannte ich die Pflanze noch nicht.
Das folgende, eher unscheinbare Kraut mit den ebenso unauffälligen Puschel-Blüten erinnert an unseren Spitzwegrich. Die südländische Variante hier heisst Hasenfuss-Wegerich (*)
Die auf den ersten Blick unauffälligen Pflänzchen mit den länglichen Blättchen und den typischen gelben Kreuzblüten, welche teilweise an den unwirtlichsten Orten auf Malta wachsen - zum Beispiel am Strassenrand und auf einem Schotterfeld hinter dem Flughafengelände - sind wilder Rucola / Rauke.
Ein anderes Mal haben wir schöne, üppige Rucolapflanzen auch noch an einer anderen, weniger exponierten Stelle in der Nähe des St. Peter's Pool gefunden. Dort sind sie wohl weniger von Abgasen belastet und damit eher geeignet für einen frischen, würzigen Salat!
An einem Spazierweg durch eine Wiese in der Nähe von Pembroke bei St. Julians haben wir dieses Pflänzchen gesehen, das es auch bei uns gibt: der Borretsch!
Die hängenden, blauen, frischen Borretsch-Blüten passen zum Beispiel gut zu Gurkensalat. Darüber gestreut schmecken sie nicht nur fein, sondern ergeben auch eine hübsche Deko.
Nicht wirklich wild gewachsen, aber dennoch imposant ist dieser wunderschöne Zitronenbaum auf dem folgenden Foto. In der Art sind diese Pflanzen auf Malta in vielen Gärten zu finden!
Kleinere Exemplare von Zitrusbäumchen gibt es auch bei uns - aber so sorglos über den Winter draussen eingepflanzt lassen, ginge hier nicht. Zitronenbäume und ähnliche Pflanzen wachsen normalerweise in Kübeln und müssen drinnen geschützt überwintert werden.
Wohl am meisten erstaunt haben mich die Bäume, auf welchen Rosa Pfeffer wächst... ich hätte solche Pflanzen eher in Südamerika erwartet, als auf Malta. (Wiki-Informationen) Der Geschmackstest hat aber meine Vermutung bestätigt: die Früchte schmecken typisch leicht scharf und aromatisch wie eben die rosa Pfefferbeeren, welche wir kennen.
Genau genommen ist der "rosa Pfeffer" gar kein Pfeffer, sondern eine aromatische Beere, welche oft bunten Pfeffermischungen beigemischt wird.
Auf den Maltesischen Inseln gibt es extrem filigrane Blümchen, aber auch imposant gross gewachsene Pflanzen und Blüten. Viele davon blühen im Winter und sind später zwischen Frühling und Herbst, wenn auf Malta die Hauptreisezeit ist, nicht mehr sichtbar.
Die bei uns nicht winterharten Geranien wachsen auf Malta teilweise zu beeindruckenden, bis zwei Meter grossen Büschen heran, da sie im Winter nicht zurückfrieren oder geschnitten werden, sondern immer weiter wachsen und unten langsam verholzen. Ein beeindruckender Anblick!
Noch im Frühling könnt ihr auf Malta viele Wildblumen bewundern! Später im Hochsommer haben die Pflanzen auf Malta, Gozo und Comino durchwegs das Problem, dass es extrem heiss und trocken wird, was viele der zarten Pflänzchen nicht überstehen... sie trocknen aus oder überdauern die unwirtliche Zeit zurückgezogen im Boden.
Eine spannende Seite, welche mir bei der Bestimmung der mit (*) markierten Pflanzen geholfen hat, findet Ihr HIER.
Noch lange nicht alle Pflanzen, welche ich auf Malta gesehen und fotografiert habe, konnte ich bisher auch benennen. Und bei weitem habe ich noch nicht alle Pflanzen gesehen, welche - vor allem auch im Winter - auf Malta wachsen. Da gibt es also noch viel zu entdecken!
In Facebook-Gruppen habe ich in der Zwischenzeit wunderschöne Fotos von Pflanzen, Blüten und ganzen Lebensräumen gesehen, welche eher an unsere Region als an die meist karg scheinenden Maltesischen Inseln erinnern.
Da diese jedoch nur im Winter zu sehen sind, ist eine Winter-Reise auf die Maltesischen Inseln ein Geheimtipp für alle Pflanzen- und Naturliebhaber!
Liebe Grüsse und viel Freude beim Entdecken der Pflanzen und Blümchen, Miuh
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