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Samstag, 22. September 2018

Ich liebe den Eichhörnchenweg in Arosa! Mit Verhaltenstipps und Empfehlungen für schöne Tier-Begegnungen

Wo begegnen euch fast zahme Eichhörnchen und Vögel ganz nahe und fressen euch Nüsse aus der Hand? In der Schweiz, in Arosa, gibt es einen solch zauberhaften Ort: den Eichhörnliweg.

Was ich mir schon so lange vorgenommen hatte, wurde an einem Winter-Wochenende endlich wahr: ich besuchte den Eichhörnchenweg, auf Schweizerdeutsch Eichhörnliweg, welcher in Arosa, in den Schweizer Bergen liegt.

Der Traum ging gleich nochmals in Erfüllung, als ich auch im Sommer wieder auf dem Eichhörnliweg spazieren ging. Genauso schön wäre es hier sicher auch im Frühling und Herbst: der Eichhörnchenweg ist ein Ganzjahres - Tipp! Aber schaut selbst...


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Folgende Themen findet ihr hier im Bericht zum Eichhörnchenweg in Arosa:

1. Persönliche Erfahrungen und Tier-Begegnungen auf dem Eichhörnliweg 
2. Alle wichtigen Informationen zum Eichhörnliweg
3. Youtube-Film und Kurz-Videos zum Eichhörnliweg
4. Meine sieben Tipps und Empfehlungen für den Eichhörnliweg und unvergessliche Tier-Begegnungen 
5. Die Anreise nach Arosa mit Zug oder Auto und eine Unterkunfts-Empfehlung


1. Persönliche Erfahrungen und Tier-Begegnungen auf dem Eichhörnliweg


Vielleicht habt ihr schon von diesem Weg gehört?
Ja, es stimmt: hier kommen fast zahme Eichhörnchen freiwillig zu den Menschen!




Meine Erwartungen wurden sogar wunderbar übertroffen: Auch Vögel flatterten bis auf meine Hand, um eine Haselnuss (die Tannenhäher) oder Sonnenblumenkerne (die Meisen) zu erhalten.




Nebenbei waren der Spaziergang durch den verschneiten Wald und die Aussicht auf Arosa und den Obersee alleine schon den Ausflug wert! Auch was das angeht bin ich absolut begeistert vom Eichhörnchen-Weg.

Obwohl ich im Winter ganz allgemein ein spannendes, lustiges und abwechslungsreiches Wochenende in Arosa, Klosters und Davos erlebt habe, war der Eichhörnliweg in Arosa mein Highlight! Die Begegnungen mit den Tieren haben mich glücklich gemacht und die Bewegung an der frischen Luft im Wald hat mich so richtig entspannt.


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Ebenso schön war die kleine Wanderung entlang des Sees, durch Arosa und im Wald auch im Sommer!




2. Alle wichtigen Informationen zum Eichhörnliweg in Arosa:


Hier zeige ich euch, wo ihr den Eichhörnchenweg findet, wie ihr im Wald Eichhörnchen, Tannenhähern, Meisen und anderen Vögeln begegnen könnt und an welche einfachen Regeln ihr euch unbedingt halten solltet, so dass die Freude am Zusammentreffen von Menschen und Tieren beidseitig ist:

Wenn ihr einen Tagesausflug nach Arosa unternehmt, könnt ihr entweder gleich mit dem Zug anreisen, oder euer Auto auf einem der öffentlichen Parkplätze, zum Beispiel am Obersee in der Nähe des Bahnhofes parkieren. Von dort aus ist auch schon der Eichhörnliweg angeschrieben. 




Den Start des Eichhörnchenweges findet ihr in Arosa gleich neben dem Hotel BelArosa. Wegweiser zeigen euch den etwas oberhalb Arosa durch den Wald in Richtung Dorfteil Maran führenden Eichhörnliweg, welcher gleichzeitig auch als "wanderbares Bilderbuch" dient.


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Natürlich eignet sich die Wanderung durch den Eichhörnchenwald wunderbar für Familien mit Kindern, aber auch tierliebende Erwachsene ohne Kinder kommen voll auf ihre Kosten!


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Auf schön gestalteten Tafeln wird Interessantes über die Eichhörnchen erzählt. Im Winter wurde man ausserdem Stück für Stück durch ein Märchen begleitet. Am besten gefiel mir dabei gleich der Anfang: Die Geschichte wird aus Sicht des kleinen Eichhörnchens erzählt, welches mit seinem Vater den "Menschenweg" besucht. Tatsächlich sind die Tiere hier frei und können selbst entscheiden, ob sie in die Nähe des Weges und damit auf die Menschen zu gehen möchten, oder nicht! Auch aus Tierschutz - Sicht finde ich deshalb den Eichhörnliweg deshalb in Ordnung.


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Im Sommer 2018 wurde in Arosa gemeinsam mit der Tierschutzorganisation Vier Pfoten das Arosa Bärenland eröffnet. Aus diesem Anlass wurden die Tafeln mit dem Eichhörnchen - Märchen ersetzt durch Informationstafeln zum Thema Bären. Auch die Gondel der Luftseilbahn Arosa-Weisshorn, welche von der Talstation gleich neben dem Bahnhof direkt zum Bärenland fährt, wurde entsprechend gestaltet. Vielleicht mögt ihr ja den Besuch der Eichhörnchen und der Bären in Arosa kombinieren?




Natürlich wissen die Eichhörnchen hier, dass viele Menschen etwas zu futtern für sie mit dabei haben und sind dadurch schon seit Jahrzehnten sehr zutraulich!




Wenn ihr euch ruhig und leise verhält und keinen Hund bei mit euch habt, kommen sie bald einmal in die Nähe des Weges.

Die Eichhörnchen halten auch keinen Winterschlaf und so könnt ihr sie nicht nur wie allgemein bekannt im Sommer, sondern auch im Winter besuchen und antreffen.


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Was ich vor meinem Besuch nicht wusste: Nicht nur die Eichhörnchen, auch viele Vögel entlang des Weges sind sehr zutraulich! So bin ich Tannenhähern und Kohlmeisen begegnet, welche auch auf meine Hand geflogen sind, sobald ich etwas essbares für sie darauf hatte. (mehr dazu etwas weiter unten bei den Tipps!)


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Nach einem guten Teil der Strecke im Wald könnt ihr euch entscheiden, ob ihr den etwas kürzeren "Höhwaldweg zum Dorf" nehmen wollt, welcher euch in Richtung Mitte des Ortsteils Maran führt, oder ob ihr weiter dem "Eichhörnliweg nach Maran" folgen wollt, welcher Euch (vorbei an einem schönen Spielplatz) weit über Arosa an den oberen Rand von Maran zum Hotel Hof Maran führt. Dort könnt ihr auf einem Hochplateau nochmals eine besonders schöne Sicht über Arosa und auf die Bergwelt rundherum geniessen. 




Wenn ihr den unteren Weg nehmt, könnt ihr ab der Bushaltestelle Gollrad wieder ins Dorf fahren und wenn ihr den oberen Weg nehmt, ab der Haltestelle Maran oder Prätschli. 




Wieder zurück nach Arosa zu wandern ist ebenfalls gut möglich und gar nicht mehr so weit, wie es auf den ersten Blick scheint. Der Weg hinunter durch Maran und in Richtung Bahnhof Arosa geht stegig abwärts und ist an einzelnen Stellen relativ steil.




Wenn ihr mögt, dürft ihr natürlich die Strecke auch in umgekehrter Richtung entdecken. Mit dem Bus könnt ihr von Arosa aus in den Ortsteil Maran fahren und von dort her dem Eichhörnchenweg durch den Wald zurück ins Dorf folgen.




Konnte ich euch nun neugierig machen auf die süssen Eichhörnchen und den Eichhörnliweg? Dann lest unbedingt die Tipps weiter unten und schaut euch den zauberhaften Youtube-Film (hier) sowie die Kurz-Videos an, um einige süsse Tier-Begegnungen zu sehen:


3. Youtube-Film und Kurz-Videos zum Eichhörnliweg


https://www.youtube.com/watch?v=_6y95X6Z4ho&vl=de


Kurz-Videos:

Schaut auch meine vier wenige Sekunden kurzen Videos an, wenn ihr mögt... mich haben diese Begegnungen mit Eichhörnchen und Vögeln absolut verzaubert:



4. Meine sieben Tipps und Empfehlungen für den Eichhörnliweg und unvergessliche Tier-Begegnungen:


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1. Verhaltet euch ruhig, bewegt euch nicht hektisch und seid leise. Mit einem Hund oder lauten, stürmischen Kindern wird es schwierig, dass Wildtiere zu euch kommen.

2. Bringt das richtige, tiergerechte Futter (am besten schon von zu Hause oder vom Coop im Dorf) mit - das heisst, ausschliesslich unbehandelte, einheimische Nüsse / Kerne. Eichhörnchen und Tannenhäher sind auf Haselnüsse spezialisiert, kleinere Vögel wie Meisen mögen gerne Sonnenblumenkerne.

3. Lasst die Tiere von sich aus an euch heran kommen, seid eher zurückhaltend und jagt sie nicht. Wer den Eichhörnchen hinterherrennt oder versucht, Vögel zu "schnappen", verliert ihr Vertrauen und wird das schöne Naturerlebnis kaum erfahren können.

4. Eichhörnchen wie auch Vögel kommen mit etwas Geduld bis auf eure Hand, wenn ihr etwas Feines für sie anbietet. Am frechsten sind meiner Meinung nach die Tannenhäher. Deren Krallen können auch leicht kratzen, wenn sie auf euren Händen landen. Davon bleiben zwar keine schlimmen Kratzer zurück, doch gerade Kinder und auch unvorbereitete Erwachsene könnten hier verständlicherweise leicht erschrecken und panisch reagieren. Im Allgemeinen sind aber alle Tiere sehr geschickt, fein und vorsichtig, wenn sie sich das angebotene Futter von euch holen.

5. Mit eurer Kamera oder auch der Handykamera könnt ihr auf dem Eichhörnchenweg sicher schöne Erinnerungsfotos und Schnappschüsse einfangen... nehmt sie unbedingt mit!

6. Nehmt euch genügend Zeit! Die ganze Strecke wäre eigentlich gut in 1-1.5 Stunden zu bewältigen. Die Höhenluft auf ca. 1800 müM kann euch jedoch zusetzen und natürlich werdet ihr bei den Eichhörnchen und den Vögeln gerne jede Menge Zeit verbummeln.

7. Besucht den Weg eher am Morgen (wenn die Eichhörnchen noch hungrig und neugierig sind) als am späten Nachmittag (wenn die Eichhörnchen satt und müde sind). Auch empfehle ich euch, die Eichhörnchen eher zu den Nebensaisons zu besuchen, wenn viel weniger Touristen unterwegs sind, als in den Sommerferien.


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5. Die Anreise nach Arosa mit Zug oder Auto und eine Unterkunfts-Empfehlung


Angereist bin ich im Winter mit dem Zug und habe so schon auf dem Weg viele schöne Aussichten in die Bergwelt geniessen können - inklusive mehrere Hirsche, die seelenruhig entlang der Bahngeleise standen. Die Zugfahrt ab Zürich Hauptbahnhof nach Arosa dauert ca. 2.5 Stunden und ihr müsst dabei nur einmal in Chur umsteigen.


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Es ist jedoch auch möglich, mit dem Auto nach Arosa zu reisen - die Fahrt ist kurvenreich und damit etwas abenteuerlich für Flachland-Bewohner. Von Zürich aus dauert die Anfahrt mit dem Auto nach Arosa ca. 2 Stunden. Im Sommer haben wir diese Variante bevorzugt und dabei ebenfalls viele schöne Ausblicke in die Natur genossen.




Gewohnt habe ich in Arosa im Winter im Hotel Hohenfels und kann euch  das Übernachten hier empfehlen. Ein sehr freundliches Hotel mit vernünftigen Preisen und einer wunderbaren Aussicht. Der Name ist allerdings Programm, das Hotel ist zwar zentrumsnah, steht aber wirklich auf einem Fels in der Höhe und etwas Fitness schadet für den Weg nicht.

Erstaunt hat mich übrigens auch der Blick aus meinem (bergseitigen) Hotelzimmer-Fenster, wohlgemerkt im 2. Stock... ja, da lag im Winter 2018 "etwas" Schnee.


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Wart ihr auch schon auf dem Eichhörnchenweg in Arosa? Oder habt ihr den zauberhaften Weg noch nicht gekannt? Ein Geheimtipp wie zur Zeit meiner Kindheit ist der Eichhörnliweg ja nicht mehr. Wenn ihr gut plant, habt ihr ihn dennoch fast für euch alleine.

Einen ähnlichen Weg soll es auch in Davos geben auch diesen würde ich gerne einmal begehen und entdecken. Egal, wo... ich hoffe, dass ich schon bald wieder so schöne Natur- und Tier- Begegnungen erleben kann.

Liebe Reisegrüsse, Miuh


P.S. Gerne zeige ich den Eichhörnchenweg auch beim Freutag, beim Natur Donnerstag, bei den Montagsfreuden, beim Sonntagsglück und bei Bunt ist die Welt zum Thema Wege.

Mittwoch, 4. Juli 2018

Meine schönsten Reisefotos aus dem ersten Halbjahr 2018

Welches sind meine schönsten Fotos des ersten Halbjahres 2018, welches ist für mich das aktuell allerschönste Foto und was sind die dazu gehörenden Reisen und Geschichten? Hier gibt Michael von "Erkunde die Welt" mit seiner FopaNet Fotoparade wieder die Möglichkeit, mit den liebsten Fotos auf die vergangenen sechs ersten Monate des Jahres zurückzublicken.

Für mich hat ja gefühlsmässig das Jahr 2018 erst gerade angefangen - und während viele ihre Bilder schon fix fertig zusammengestellt hatten, startete ich mitte Juni erst gerade zu einer Reise nach Schweden, von der ich noch viele Lieblingsfotos erwartete...
Nach meiner Rückkehr gilt: Nun aber los! Tatsächlich hat meine Auswahl einen nordischen Schwerpunkt: 8 Fotos stammen von anderen Destinationen und 9 Fotos sind aus Schweden. Alle sind sie chronologisch geordnet.

 

Michaels Haupt-Kategorien:
Nahaufnahme, Nachts, Nass, Kontrast, Farbtupfer, Schönstes Foto


Michaels Zugaben:
Abstrakt, Color-Key, Hoch, Oben, SW, Verdreht, Zeit, Aussicht, Wolken

N

Spasseshalber hat sich Michael drei der Haupt-Kategorien mit N herausgesucht und uns nach allenfalls zusätzlichen Kategorien, welche mit "N" beginnen, gefragt... Da war mein Buchstaben - Jagdinstinkt natürlich geweckt!

Ich habe es mir zum Spass gemacht, alle meine Kategorien mit N beginnen zu lassen und hoffe, ihr verzeiht mir, wenn ich dafür teilweise etwas kreativ geworden bin... :-) Habt ihr einmal nach "N" - Wörtern oder Synonymen gesucht? Mir ist erst mit diesem Projekt aufgefallen, wie wenige es eigentlich gibt.

https://www.erkunde-die-welt.de/2018/06/10/fotoparade-1-2018-meine-schoensten-reisefotos/


Meine Kategorien 
(chronologisch gezeigt, wobei Michaels Haupt-Kategorien jeweils Fett und die Zugaben-Kategorien Fett Kursiv markiert sind):

Nagetier, Naherholungsgebiet, Nass, Niedlich in Nizwa, Nachts, Nahaufnahme, Niederschauen (Aussicht), Naturfarb-Tupfer, Nautik, Nie wirklich dunkel, Nicht Nullachtfünfzehn (Verdreht), Nachtwandeln, Nordisch, Nah-Fern-Kontrast, Nachdenklich, Nicest Picture (Schönstes Foto), Nebel



Nagetier
Mitte Januar war ich in Arosa (und einen Tag später auch in Klosters / Davos) und hatte überall das Glück, knapp nicht eingeschneit zu werden, während viele an diesem Wochenende in den Schweizer Bergen stecken blieben. In Arosa liess ich all die schönen Berge aus und entschied mich für einen alten Traum von mir: ich spazierte auf dem Eichhörnchenweg durch den Wald und begegnete (halb) zahmen Eichhörnchen und Vögeln (Tannenhäher und Meisen), die mir Haselnüsse und Sonnenblumenkerne ab der Hand frassen. Ein zauberhafter Morgen, der mich einfach nur glücklich zurückliess.


Naherholungsgebiet
Ende Januar gönnten wir uns ein feines Essen und einen Spaziergang in Birrwil am Hallwilersee. Der See ist zu allen Jahreszeiten ein beliebtes Naherholungsgebiet und das Wetter war (bis es im Februar nochmals kalt wurde und schneite) den ganzen Winter über sehr mild, die Wiesen im Hintergrund blieben deshalb fast schon frühlingshaft grün. Für mich ein Bild, wie gemalt...


Nass
Anfang April entschlossen wir uns kurzfristig, zum dritten Mal innerhalb eines Jahres in den Oman zu reisen. Uns lockten die Wärme, die Landschaften, das Schnorcheln im Meer und ein wenig das Abenteuer. Mit dem 4x4-Auto fuhren wir einmal mehr in die Berge und entdeckten im Wadi al Arbeieen zauberhafte Wasserläufe, Berg-Oasen, kleine Seen und einen Wasserfall - Viel Nass für einen Wüstenstaat.


Niedlich in Nizwa
Auch den Viehmarkt in Nizwa, welchen wir während unserer grossen Oman-Reise vor einem Jahr verpasst hatten, weil er nur Freitags am Morgen früh stattfindet, konnten wir nun Anfangs April endlich besuchen. Es war ein intensives Erlebnis für alle Sinne und auch wenn wir nicht die einzigen Touristen waren, läuft der Handel von Ziegen, Schafen, Rindern und anderen Tieren noch genau so ursprünglich ab, wie wohl seit Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten schon. Wir waren als Besucher absolut akzeptiert, durften mitten im Trubel dabei sein und erlebten mit den Tieren viele "jööö"-Momente.


Nachts
Nachts im Hotel sind Menschen manchmal nur noch geheimnisvolle Schatten... Als wir hörten, dass das Hotel Kempinski in Muscat wenige Tage vor unserer Ankunft im April eröffnet wurde, wollten wir uns das unbedingt anschauen! Ganz ehrlich: ich bin noch kaum je von einem Hotel so enttäscht worden wie hier. Die Hotelhalle jedoch hat mich zu jeder Tages- und Nachtzeit sehr beeindruckt. Die Architektur und Gestaltung ist grosszügig, wuchtig und filigran zugleich - und sehr fotogen.


Nahaufnahme
Immer zur Zeit der Magnolienblüte (dieses Jahr war das Ende April) versuche ich, einmal bei schönem Wetter den Patumbah Park in Zürich zu besuchen. Die in tausende, grosse Blüten gehüllten Bäume sehen im sonst noch kargen Frühling wundervoll aus - und wer von ganz nahe schaut, kann im Innern der Blüten gleich nochmals eine eigene Welt entdecken.


Niederschauen (Aussicht)
In Madrid hatte ich Ende Mai nicht ganz so viel Zeit zur Verfügung, wie man es sich für diese Stadt wünscht - und ausserdem war auch das Wetter nicht optimal. Egal: ich wollte so viel wie möglich von der Stadt sehen! Dass ich mir den Aussichtsturm Faro de Moncloa als Ziel ausgesucht hatte, war ein Glücksgriff! Die Sicht fast ganz rundherum auf Madrid war beeindruckend, ich konnte mich kaum sattsehen und hatte danach endlich das Gefühl, in der Stadt angekommen zu sein.


Naturfarb-Tupfer
Unterhalb des Faro de Moncloa gibt es einige Brachflächen. Hier wachsen Getreideartige Gräser, Mohnblumen, Gebüsche, Disteln,... - und es gibt Blumenwiesen, die aussehen, als wären sie sorgfältig kombiniert und angesät worden. Als Farbtupfer habe ich hier wieder die violetten Pyrenäen-Storchenschnabel-Blumen angetroffen, welchen ich früher schon auf Malta begegnet war.


Nautik
Unsere Schweden-Reise starteten wir mitte Juni in Stockholm und schnell wurde mir klar: Kein Thema prägt diese Stadt so sehr wie das viele Wasser und die Schifffahrt! Es gibt hier unzählige Kanäle, Seen, Inseln - und das Meer... entsprechend viele Schiffe finden sich in Stockholm. Wir wohnten auf einem Hotelschiff, besichtigten alte Schiffe (wo ich auch dieses Foto aufgenommen habe), nutzten ausführlich die kleinen Passagierfähren und bestaunten riesige Kreuzfahrtschiffe.


Nie wirklich dunkel
Bald verliessen wir die Stadt und fuhren in Richtung Norden aufs Schwedische Land hinaus. Einer der Hauptgründe, weshalb ich zur Midsommer-Zeit Mitte bis Ende Juni nach Schweden wollte war, dass hier die Tage so lang sind. Auf dem Schwedenpause-Campingplatz beim Färnebofjärden Nationalpark fanden wir eine friedliche Stimmung, viel Ruhe, Natur - und die erhofften langen Tage: es wurde tatsächlich nie richtig dunkel. Das Foto wurde um 22.07h mit einer Verschlusszeit von 1/50 aufgenommen, Sonnenuntergangszeit war dort zu der Zeit 22.22h


Nicht Nullachtfünfzehn (Verdreht)
Beim Färnebofjärden Nationalpark wanderten wir über alte Holz-Eisenbahnbrücken, vorbei an Seen, Gänsen, alten Eichen - und einer kleinen Siedlung am Wasser. Dort habe ich ein Foto aufgenommen, welches sich in Anlehnung an Michaels Spiegelung-Experiment auch wunderbar umdrehen lässt. Der Himmel ist interessanterweise im Wasser gespiegelt viel kräftiger als original. Gerne zeige ich das Foto auch bei den Weekend Reflections. Solche Fotos und Spielereien mag ich sehr, vor einiger Zeit habe ich (hier) einen ganzen Beitrag mit vielen solchen See-Spiegel-Fotos gestaltet - Auch in Schweden gab es dafür viele tolle Motive...


Nachtwandeln
Wie sehr mich die langen, hellen Tage in Schweden beeindruckt haben, seht ihr ja schon an den vorherigen Bildern. Geschlafen habe ich in dieser Zeit ziemlich wenig: ich ging spät ins Bett, wachte oft während der Nacht auf, weil es so hell war und stand auch recht früh wieder auf - und war glücklich damit. An einem Morgen schaute ich auf der Kamera meine Fotos durch und fand Bilder (wie dieses), welche ich ca um 04.30h aufgenommen hatte. Ja, ich erinnerte mich irgendwie an Kälte und viele Mücken - ich war wohl nachts erwacht und nach draussen gegangen, um die schöne Morgenstimmung zu fotografieren. Das Foto wurde um 04.31 mit einer Verschlusszeit von 1/320 aufgenommen. Sonnenaufgangszeit war dort (Färnebofjärden, Süd- / Mittelschweden) zu der Zeit 03.52h


Nordisch
Typisch Nordisch wurden für mich während unserer Reise nicht nur die in Falunrot gestrichenen Schwedenhäuschen, sondern besonders auch die Lupinen und das schmalblättrige Weidenröschen, welche vor Allem in Mittelschweden und in Richtung Norden überall so wunderbar bunt am Strassenrand wachsen.


Nah-Fern-Kontrast
Särna in Richtung der Norwegischen Grenze war der Nördlichste Punkt unserer Reise. Auch hier haben mich das Licht und die üppigen Blumenwiesen besonders beeindruckt. Der Kontrast Nah-Fern mit den Pflanzen (-Silhouetten) im Vordergrund und dem späten Sonnenuntergang im Hintergrund vereinen beides in einem Bild. Das Foto wurde um 22.42 mit einer Verschlusszeit von 1/125 aufgenommen. Sonnenuntergangszeit war dort für den Tag um 22.56h


Nachdenklich
In Leksand durften wir eine ausgelassene Midsommarafton (Mittsommerabend)-Feier miterleben. Die Majstang, ein geschmückter Baumstamm wurde aufgestellt und danach haben tausende Menschen miteinander fröhlich darum herum getanzt. Uns wurde irgendwann kalt und so traten wir den Heimweg an. Der kürzeste Weg führte vorbei an der Kirche und über den Friedhof in Richtung See. Hier war die Stimmung eine ganz andere: besinnlich, der Natur nahe. Alte Friedhöfe mit uralten Gräbern, welche stehen gelassen werden, mag ich sehr. Alte Geschichten, Menschen anderer Generationen, Ruhe, Frieden, Natur... ein nachdenklicher Abschluss des Tages.


Nicest Picture (Schönstes Foto)
Mein persönliches Lieblingsfoto der vergangenen sechs Monate ist wohl kein klassisches "schönstes Foto".
Es hat sich diesen Platz erobert, weil ganz viel Herzblut und Geschichte darin steckt. Auf dem Foto seht ihr das Haus, in welchem Astrid Lindgrens Vater aufgewachsen ist, welches in ihrer Vorstellung als "Mittelhof" der kleinen Siedlung das Zuhause der ich-Erzählerin Lisa im Buch "Wir Kinder aus Bullerbü" war und in welchem 1986 auch der dazu gehörende Film gedreht wurde. Die Geschichte habe ich als Kind immer und immer wieder gelesen und sehr geliebt.
Schon das Haus so zu sehen, hat Glücksgefühle in mir ausgelöst. Ich durfte es aber noch viel näher entdecken, Zeit darin verbringen, an die damals gelesenen Geschichten denken, staunen und träumen.

Alles über das echte Bullerbü-Häuschen könnt ihr hier nachlesen - und viiiiele Bilder dazu anschauen:

* Das Bullerbü - Haus von Astrid Lindgren 1/4: Von aussen und alle Informationen (HIER)
* Das Bullerbü - Haus von Astrid Lindgren 2/4: Im Haus und Beschreibung der Zimmer (HIER)
* Das Bullerbü - Haus von Astrid Lindgren 3/4: Der Schuppen und Fundstücke (HIER)
* Das Bullerbü - Haus von Astrid Lindgren 4/4: Garten, Gartenhaus und wie es weiterging (HIER)
 


Nebel
Das letzte Foto steht auch für den Aufbruch. Der Ausflug nach Bullerbü in Südschweden hatte uns weit von Stockholm weg in den Süden geführt. Um die lange Fahrt zu schaffen und das Wohnmobil rechtzeitig abzugeben, mussten wir Morgens früh um vier Uhr aufstehen. Über dem kleinen See beim Campingplatz lag leichter Nebel, aber es blieb keine Zeit um noch gross zu fotografieren oder auf den kurz bevorstehenden Sonnenaufgang zu warten. Dafür entschädigt wurde ich dann unterwegs, wo die Sonne aufging und die wechselnden, entlang der Strasse an uns vorbeiziehenden Landschaften und Bodennebel-Schleier zauberhaft beleuchtete.


Über die Fotos / Entwicklung: Die Bilder zeige ich hier in grösserer Qualität (2000x1333 Pixel Kantenlänge) als sonst auf dem Blog, durch  draufklicken könnt ihr sie vergrössern. Teilweise wurden Schatten leicht aufgehellt, die Helligkeit leicht vermindert, die Sättigung verstärkt, Bildausschnitte angepasst.



Meine schönsten Fotos aus dem zweiten Halbjahr 2017 findet ihr HIER
Meine schönsten Fotos aus dem zweiten Halbjahr 2018 findet ihr HIER

Den ganzen Geheimtippreisen-Jahresrückblick findet ihr HIER


Alle Teilnehmer der FopaNet Fotoparade 2018-1 von Michael findet ihr hier (link).

Einige meiner bisher liebsten Beiträge stelle ich euch hier bereits vor und werde laufend weiter ergänzen:

Pixelwo
Steflei Fotografie
Smiles from abroad
Gailtal on Tour
Barfuss im Sand
Sophias Welt


Wenn euch meine Fotos gefallen haben und vielleicht ein Lächeln ins Gesicht oder etwas Reise-Sehnsucht ins Herz zaubern konnten, freue ich mich sehr!

Genau so freue ich mich auch, wenn ihr meinen Beitrag kommentiert, verlinkt, teilt, oder meinem Blog gar folgt. Viele der Geschichten und Orte (vor allem aus Schweden) werden hier erst noch in Zukunft ausführlich bebildert und beschrieben veröffentlicht.

Liebe Reisegrüsse
Miuh

 P.S. Gerne zeige ich meine Lieblingsfotos des vergangenen halben Jahres auch beim Sonntagsglück und beim Freutag