Bondi Beach ist einer der legendärsten Strände in Sydney - und sogar als nationales Denkmal in die "Australian National Heritage List" eingetragen! Genau hier lag nun unser Ziel, nachdem wir mitten in die Stadt hinein und über die Harbour Bridge (link) gefahren waren.
Bondi Junction liegt nicht allzu weit (ca. 1/2 Auto-Stunde) von Sydney's Flughafen Kingsford Smith International Airport entfernt (wo wir am nächsten Tag weiter fliegen würden) und ist zudem Sehnsuchtsort und Traumziel vieler Australien-Reisender.
Wellensurfer, Junge, Sprachschüler aus aller Welt, Australier, Familien,... sehr viele verschiedene Menschen scheinen sich hier zu treffen. Dennoch ist der Stadt-Strand genügend gross, um Platz für alle zu bieten.
Eine Unterkunft zu finden, war richtig schwierig, doch schlussendlich waren wir glücklich! Über Airbnb fanden wir ein Zimmer in einer sehr netten Männer-WG mit Katze, gleich auf der rechten, südlichen Seite des Bondi Beach und direkt am Startpunkt des "Bondi to Bronte Costal Walk" (link).
Zuerst einmal setzten wir uns jedoch auf ein Mäuerchen am Bondi Beach, assen etwas Kleines und ruhten uns nach der langen Autofahrt ein wenig aus.Bei drückenden über 40 C waren wir (hier) der Ostküste entlang in Richtung Sydney gefahren und auch jetzt noch war es brütend heiss!
Wir schauten aufs Meer hinaus, wo die Wolken eine gruselige Darbietung boten und sich eine Wetterfront in unsere Richtung schob. Dann kamen Windböen auf und innerhalb weniger Minuten fielen die Temperaturen von ca. 40 auf 25 C - Ein sehr beeindruckendes und deutlich fühlbares Wetter-Schauspiel!
Wie auf Kommando standen praktisch alle Bondi Beach-Besucher gleichzeitig auf, packten ihre Sachen zusammen und verliessen den Strand. Sie lagen nicht falsch! Auch für uns wurde es Zeit, unsere Unterkunft zu entdecken, bevor wir vom Regen total durchnässt wurden.
Dort konnten wir unsere Sachen waschen, das Gepäck neu ordnen und aussortieren - denn für den nächsten Reise-Abschnitt war wieder eine Gewichts-Beschränkung angesagt...
Nach dem Regen und mit der tief stehenden Sonne war die Stimmung ganz anders und ich konnte mich an der Aussicht aus dem Wohnzimmerfenster direkt auf den Bondi Beach kaum sattsehen.
Hier war es auch, als ein Freund mich anrief und fragte, ob es uns gut gehe - ob wir noch lebten? So erfuhren wir erst von den verheerenden Busch-Bränden (link) einige Tage zuvor nördlich von Esperance.
Sydney's Stadtteil Bondi ist quirlig und lebendig, entlang der Strandpromenade und in den Strassen dahinter verteilen sich gut besuchte Bistros, Bars, Restaurants, Läden... Das Leben hier ist nicht günstig - auch unsere Gastgeber hatten mehrere Jobs und haben zusätzlich mit der teilweisen Vermietung eines Zimmers ihre Mietkosten etwas gesenkt. Wenn ihr hier wohnt, habt ihr dafür einen Traum-Strand vor der Haustür, es läuft immer etwas und eure Verkehrsverbindungen in die Innenstadt sind ebenfalls gut.
Genau so legendär und cool wie der Bondi Beach selbst ist der Bondi Icebergs Pool, ebenfalls wie unsere Unterkunft am südlichen Ende des Strandes gelegen. Seine Schwimmbecken (ganzjährig zugänglich) mit dem blauen Wasser, umrahmt von Felsen und dem Meer werden vor allem im Australischen Winter von Schwimmern genutzt, welche aber nicht zimperlich sein dürfen: die Wassertemperatur beträgt manchmal nur 15 C, Wellen klatschen vom Meer her über den Rand des Beckens und füllen es mit frischem Meerwasser.
Ein Tipp: Was von aussen wie ein Club nur für privilegierte Nutzer aussieht, ist auch für euch zugänglich! Der Zutritt zum Pool (link) kostet euch AUD 6.50 (inklusive Sauna) oder ihr gönnt euch im Bistro darüber (link) einen Drink oder etwas zu essen - und natürlich die grandiose Aussicht!
Als wir Abends vom Essen zurückkamen, sahen wir wie das recht aufgewühlte Meer eins nach dem anderen Mal an die Felsen schlug und das Wasser weit hoch und ins Schwimmbecken spritzte. Kein Pool, in dem ich bei Sturm baden möchte, aber sehr faszinierend und beeindruckend zum Zusehen!
Nach einer kurzen Nacht mit leisem Meeresrauschen im Hintergrund, standen wir früh auf, streichelten der Gastgeber-Katze nochmals über den Kopf, packten unsere Taschen ins Auto und fuhren los in Richtung Flughafen. Ein neues Abenteuer, noch eine Insel, wartete auf uns...
Hier findet ihr die letzte Etappe: Sydney: Beeindruckende Fahrt über die Harbour Bridge und Maut-Falle
So ging die spannende Reise weiter: Flug nach Lord Howe Island bei Australien - 18 Tipps und Informationen
Hier findet ihr alle Informationen, Tipps und Erlebnisse zu Lord Howe Island,
... hier alle Informationen über Hotels und Apartments auf Lord Howe Island
... hier den Bericht: Wo die Fische "Hallo" sagen - am Ned's Beach auf Lord Howe Island
und hier die Übersicht zu allen Etappen der Traum-Australienreise
Liebe Reise-Grüsse
Miuh
P.S. Gerne zeige ich meinen Wetterwechsel heute bei der Raumfee (link), welche heute über einen sehr viel ernsteren "Wetterwechsel" schreibt.
Posts mit dem Label Katze werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Katze werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Samstag, 30. September 2017
Sonntag, 11. September 2016
Playa de Güigüi - Wie aus Leichtsinn ein Abenteuer wurde...
Vor einigen Jahren verbrachten wir eine Woche auf Gran Canaria - Eine Ferien-Insel mit Strand, Sand-Dünen und Party... Ausschliesslich
herumliegen und uns sonnen mochten wir dann doch nicht die ganze Woche. So mieteten wir ein kleines Auto, fuhren um die Insel und in die Berge und planten eine
Wanderung. Die Playa de Güigüi im Westen war unser Ziel: ein einsamer
Strand, der hinter einem Bergrücken lag. Die Wanderung sollte gemäss
Reiseführer hin und zurück etwa 5-6 Stunden dauern. Dass daraus ein veritables Abenteuer für uns werden sollte, ahnten wir noch nicht.
Da wir etwas lange geschlafen hatten, stellten wir das Auto dann doch erst um ca. 13 Uhr beim Einstieg in Tasartico (hier findet Ihr den Ort auf Google Maps) ab und waren überzeugt, dass wir ja jung sind und die Wanderung auch in 2-3 Stunden schaffen würden! Auf dem Höchsten Punkt angekommen (Fotos oben) begegneten uns erste Rückkehrer und warnten uns, dass es noch sehr weit und anstrengend werden würde...
Wir liessen uns natürlich nicht beirren! Als wir nach einem sehr anstrengenden und teilweise steilen Abstieg über schmale Pfade schliesslich beim wunderschön einsamen Strand ankamen, realisierten wir, dass die Sonne schon bald untergehen wird und dass die Rückkehr im Dunkeln durch die Berge viel zu gefährlich werden würde. Ups!
Einsam und wildromantisch war der Strand tatsächlich! In der untergehenden Sonne erkannten wir sogar ganz knapp die Umrisse des Teide, des Vulkan-Berges auf der Nachbarinsel Teneriffa.
Wir wussten, dass die Playa de Güigüi (im Gegensatz zum Nachbarstrand "Güigüi Chico") bei Flut nicht überschwemmt wird. So war der Entschluss schnell gefasst: wir werden wohl hier übernachten!
Wir hatten nur ein Sandwich, zwei Äpfel, gerade noch eine halbe Flasche Wasser zu trinken, unsere kurzen Hosen und T-Shirts, sowie je ein Badetuch dabei - und ein Feuerzeug. Weit würde das alles nicht reichen, aber verhungern mussten wir noch nicht.
Sobald die Sonne tiefer stand, wurde es kalt, so richtig kalt! Es war Ende Oktober und die Hitze des Tages reichte nicht mehr weit. Wir froren und zogen deshalb die Badetücher als "lange Röcke" an, was wenigstens ein bisschen wärmte. Eine etwas mystische, gruselige Stimmung entstand durch ein sehr süsses, anhängliches, schwarzes Kätzchen, das plötzlich wie aus dem Nichts auftauchte. Woher kommt in dieser Einsamkeit eine so gepflegte, kleine Katze? Wir lieben Katzen sehr, aber nun war auch mir die Situation etwas unheimlich!
Holz gab es keines zu sammeln, nur etwas trockenes Schilf konnten wir finden und aufschichten. Das kleine Feuer brannte natürlich nicht lange und wärmte auch nicht wirklich. So gab es bald nach Sonnenuntergang nichts anderes, als irgendwie schlafen zu gehen: Etwas windgeschütz in einem Steinkreis lag ein Stück Karton (es schien ganz, als wären wir nicht die ersten "Übernachtungsgäste"?). Auf den Karton legten wir ein Badetuch, darauf lag mein Reisebegleiter, darüber ich, zugedeckt mit dem zweiten Badetuch und irgendwo zwischen uns kuschelte sich das kleine, schwarze Kätzchen ein. Es blieb unsere einzige, kleine Wärmequelle in dieser kalten Nacht und war nun deshalb sehr willkommen...
Auch am nächsten Morgen erwachten wir früh. Es war es noch immer eiskalt, die wärmende Sonne hinter den Bergen war noch weit entfernt. Wir zogen wieder unsere "Badetuch-Röcke" an und machten uns an den steilen Aufstieg über die Fels-Treppen, durch den "Schilfwald" und immer weiter den Berg hoch. Überrascht standen wir nach einiger Zeit vor dem Einsiedler-Hüttchen einer freundlichen Frau, die uns Milch anbot. Die Hütte hatten wir auf dem Hinweg nicht gesehen, aber nun hatten wir auch eine (gar nicht mehr so gruselige) Ahnung, woher das Kätzchen kam...
Sobald wir die Passhöhe erreicht hatten, brannte die Sonne wieder heiss auf uns nieder. Wir teilten die letzten Schlucke aus unserer Flasche und stiegen ziemlich erschöpft auf der anderen Seite den Berg hinunter.
Wie froh waren wir, als die ganze Tour geschafft war! Bei der ersten Gelegenheit kippten wir völlig unvernünftig eiskalte Getränke in uns hinein und nun, als alles überstenan war, wurde uns klar, dass wir ein wundervolles, kleines Abenteuer zusammen erlebt hatten!
Für mich persönlich entsteht ein Abenteuer durch eine überwundene gefährliche oder sonst sehr unbequeme Situation, bei der man teilweise nicht weiss, wie man wieder rauskommt. Offenheit, Bereitschaft etwas zu wagen, von den üblichen Pfaden abzuweichen und etwas durchzustehen hilft sicher! Und nach unserer damaligen Erfahrung kann ich auch sagen: ein bisschen Unbedarftheit oder Selbstüberschätzung hilft wohl manchmal auch ;-) ist aber normalerweise auf keinen Fall zu empfehlen!
Liebe Grüsse, Miuh
P.S. ein schönes Video einer Wanderung zur Playa de Güigüi auf Gran Canaria findet Ihr HIER (link) - und auch wenn dieses Video viele Jahre nach unserem Abenteuer entstanden ist, könnte ich wetten, dass ich die freundliche Einsiedlerin und ihren Pulli wiedererkannt habe...
P.S.2 P.S. Gerne zeige ich unser verrücktes Übernachtungs-Erlebnis am Strand auch bei "MitKindimRucksack" zum Thema Dein verrücktestes Urlaubserlebnis"
Da wir etwas lange geschlafen hatten, stellten wir das Auto dann doch erst um ca. 13 Uhr beim Einstieg in Tasartico (hier findet Ihr den Ort auf Google Maps) ab und waren überzeugt, dass wir ja jung sind und die Wanderung auch in 2-3 Stunden schaffen würden! Auf dem Höchsten Punkt angekommen (Fotos oben) begegneten uns erste Rückkehrer und warnten uns, dass es noch sehr weit und anstrengend werden würde...
Wir liessen uns natürlich nicht beirren! Als wir nach einem sehr anstrengenden und teilweise steilen Abstieg über schmale Pfade schliesslich beim wunderschön einsamen Strand ankamen, realisierten wir, dass die Sonne schon bald untergehen wird und dass die Rückkehr im Dunkeln durch die Berge viel zu gefährlich werden würde. Ups!
Einsam und wildromantisch war der Strand tatsächlich! In der untergehenden Sonne erkannten wir sogar ganz knapp die Umrisse des Teide, des Vulkan-Berges auf der Nachbarinsel Teneriffa.
Wir wussten, dass die Playa de Güigüi (im Gegensatz zum Nachbarstrand "Güigüi Chico") bei Flut nicht überschwemmt wird. So war der Entschluss schnell gefasst: wir werden wohl hier übernachten!
Wir hatten nur ein Sandwich, zwei Äpfel, gerade noch eine halbe Flasche Wasser zu trinken, unsere kurzen Hosen und T-Shirts, sowie je ein Badetuch dabei - und ein Feuerzeug. Weit würde das alles nicht reichen, aber verhungern mussten wir noch nicht.
Sobald die Sonne tiefer stand, wurde es kalt, so richtig kalt! Es war Ende Oktober und die Hitze des Tages reichte nicht mehr weit. Wir froren und zogen deshalb die Badetücher als "lange Röcke" an, was wenigstens ein bisschen wärmte. Eine etwas mystische, gruselige Stimmung entstand durch ein sehr süsses, anhängliches, schwarzes Kätzchen, das plötzlich wie aus dem Nichts auftauchte. Woher kommt in dieser Einsamkeit eine so gepflegte, kleine Katze? Wir lieben Katzen sehr, aber nun war auch mir die Situation etwas unheimlich!
Holz gab es keines zu sammeln, nur etwas trockenes Schilf konnten wir finden und aufschichten. Das kleine Feuer brannte natürlich nicht lange und wärmte auch nicht wirklich. So gab es bald nach Sonnenuntergang nichts anderes, als irgendwie schlafen zu gehen: Etwas windgeschütz in einem Steinkreis lag ein Stück Karton (es schien ganz, als wären wir nicht die ersten "Übernachtungsgäste"?). Auf den Karton legten wir ein Badetuch, darauf lag mein Reisebegleiter, darüber ich, zugedeckt mit dem zweiten Badetuch und irgendwo zwischen uns kuschelte sich das kleine, schwarze Kätzchen ein. Es blieb unsere einzige, kleine Wärmequelle in dieser kalten Nacht und war nun deshalb sehr willkommen...
Auch am nächsten Morgen erwachten wir früh. Es war es noch immer eiskalt, die wärmende Sonne hinter den Bergen war noch weit entfernt. Wir zogen wieder unsere "Badetuch-Röcke" an und machten uns an den steilen Aufstieg über die Fels-Treppen, durch den "Schilfwald" und immer weiter den Berg hoch. Überrascht standen wir nach einiger Zeit vor dem Einsiedler-Hüttchen einer freundlichen Frau, die uns Milch anbot. Die Hütte hatten wir auf dem Hinweg nicht gesehen, aber nun hatten wir auch eine (gar nicht mehr so gruselige) Ahnung, woher das Kätzchen kam...
Sobald wir die Passhöhe erreicht hatten, brannte die Sonne wieder heiss auf uns nieder. Wir teilten die letzten Schlucke aus unserer Flasche und stiegen ziemlich erschöpft auf der anderen Seite den Berg hinunter.
Wie froh waren wir, als die ganze Tour geschafft war! Bei der ersten Gelegenheit kippten wir völlig unvernünftig eiskalte Getränke in uns hinein und nun, als alles überstenan war, wurde uns klar, dass wir ein wundervolles, kleines Abenteuer zusammen erlebt hatten!
Für mich persönlich entsteht ein Abenteuer durch eine überwundene gefährliche oder sonst sehr unbequeme Situation, bei der man teilweise nicht weiss, wie man wieder rauskommt. Offenheit, Bereitschaft etwas zu wagen, von den üblichen Pfaden abzuweichen und etwas durchzustehen hilft sicher! Und nach unserer damaligen Erfahrung kann ich auch sagen: ein bisschen Unbedarftheit oder Selbstüberschätzung hilft wohl manchmal auch ;-) ist aber normalerweise auf keinen Fall zu empfehlen!
Liebe Grüsse, Miuh
P.S. ein schönes Video einer Wanderung zur Playa de Güigüi auf Gran Canaria findet Ihr HIER (link) - und auch wenn dieses Video viele Jahre nach unserem Abenteuer entstanden ist, könnte ich wetten, dass ich die freundliche Einsiedlerin und ihren Pulli wiedererkannt habe...
P.S.2 P.S. Gerne zeige ich unser verrücktes Übernachtungs-Erlebnis am Strand auch bei "MitKindimRucksack" zum Thema Dein verrücktestes Urlaubserlebnis"
Labels:
Abenteuer,
Berge,
Gran Canaria,
Katze,
Sonnenuntergang,
Strand,
Übernachtung,
Vorbereitung,
Wandern
Abonnieren
Posts (Atom)



















