Sonntag, 28. Januar 2018

Ich liebe den Eichhörnchenweg in Arosa!

Was ich mir schon so lange vorgenommen hatte, wurde letztes Wochenende wahr: ich besuchte den Eichhörnchenweg (Eichhörnliweg) in Arosa (Schweiz). Ja, es stimmt: hier kommen fast zahme Eichhörnchen freiwillig zu den Menschen!
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Meine Erwartungen wurden sogar wunderbar übertroffen: Auch Vögel flatterten bis auf meine Hand und nebenbei waren der Spaziergang durch den verschneiten Wald und die Aussicht auf Arosa und den Obersee alleine schon den Ausflug wert!

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Hier zeige ich euch, wo ihr den Eichhörnchenweg findet, wie ihr im Wald Eichhörnchen, Tannenhähern und Meisen begegnen könnt und an welche einfachen Regeln ihr euch halten solltet, so dass die Freude am Zusammentreffen von Menschen und Tieren beidseitig ist:

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Den Start des Eichhörnchenweges findet ihr in Arosa gleich neben dem Hotel BelArosa. Wegweiser zeigen euch den etwas oberhalb Arosa durch den Wald in Richtung Dorfteil Maran führenden Eichhörnliweg, welcher gleichzeitig auch als "wanderbares Bilderbuch" dient. Natürlich eignet sich die Wanderung durch den Eichhörnchenwald wunderbar für Familien mit Kindern, aber auch tierliebende Erwachsene kommen voll auf ihre Kosten!

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Auf schön gestalteten Tafeln wird einerseits Interessantes über die Eichhörnchen erzählt, anderseits werdet ihr Stück für Stück durch ein Märchen begleitet. Am besten gefällt mir dabei gleich der Anfang: Die Geschichte wird aus Sicht des kleinen Eichhörnchens erzählt, welches mit seinem Vater den "Menschenweg" besucht. Tatsächlich sind die Tiere hier frei und können selbst entscheiden, ob sie in die Nähe des Weges und damit auf die Menschen zu gehen möchten, oder nicht!

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Natürlich wissen die Eichhörnchen, dass viele Menschen etwas zu futtern für sie mit dabei haben und sind dadurch schon seit Jahrzehnten sehr zutraulich!
Wenn ihr euch ruhig und leise verhält und keinen Hund bei mit euch habt, kommen sie bald einmal in die Nähe des Weges.
Die Eichhörnchen halten auch keinen Winterschlaf und so könnt ihr sie nicht nur wie allgemein bekannt im Sommer, sondern auch im Winter antreffen.

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Nicht nur die Eichhörnchen, auch viele Vögel entlang des Weges sind sehr zutraulich! So bin ich Tannenhähern und Kohlmeisen begegnet, welche auch auf meine Hand geflogen sind, sobald ich etwas essbares für sie darauf hatte.


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Schaut euch auch die vier ganz kurzen Videos an, wenn ihr mögt... mich haben diese Begegnungen verzaubert:


Tipps und Empfehlungen für den Eichhörnliweg und schöne Tier-Begegnungen:


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- Verhaltet euch ruhig, bewegt euch nicht hektisch und seid leise. Mit einem Hund oder lauten, stürmischen Kindern wird es schwierig, dass Wildtiere zu euch kommen.

- Bringt das richtige Futter (am besten schon von zu Hause oder vom Coop im Dorf) mit - das heisst, ausschliesslich unbehandelte, einheimische Nüsse / Kerne. Eichhörnchen und Tannenhäher sind auf Haselnüsse spezialisiert, kleinere Vögel wie Meisen mögen Sonnenblumenkerne.

- Lasst die Tiere von sich aus an euch heran kommen, seid eher zurückhaltend und jagt sie nicht. Wer den Eichhörnchen hinterherrennt oder versucht, Vögel zu "schnappen", verliert ihr Vertrauen und wird das schöne Naturerlebnis kaum erfahren können.

- Eichhörnchen wie auch Vögel kommen mit etwas Geduld bis auf eure Hand, wenn ihr etwas Feines für sie anbietet. Am frechsten sind meiner Meinung nach die Tannenhäher. Deren Krallen können auch leicht kratzen, wenn sie auf euren Händen landen. Davon bleiben zwar keine Kratzer oder andere Spuren zurück, doch gerade Kinder könnten hier verständlicherweise leicht erschrecken und panisch reagieren. Im Allgemeinen sind aber alle Tiere sehr geschickt, fein und vorsichtig, wenn sie sich das angebotene Futter von euch holen.

- Mit eurer Kamera oder auch der Handykamera könnt ihr hier sicher schöne Erinnerungsfotos und Schnappschüsse einfangen... nehmt sie unbedingt mit!

- Nehmt euch genügend Zeit! Die ganze Strecke wäre eigentlich in 1-1.5 Stunden zu bewältigen. Die Höhenluft auf ca. 1800 müM kann euch jedoch zusetzen und natürlich werdet ihr bei den Eichhörnchen und den Vögeln gerne jede Menge Zeit verbummeln.

- Ihr könnt den Weg ab Hotel Belarosa bis zum Ortsteil Maran gehen, von wo ihr den kostenlosen Ortsbus (Link zum Fahrplan) zurück ins Dorf nehmen könnt. Bei Maran könnt ihr auf einem Hochplateau nochmals eine besonders schöne Sicht über Arosa geniessen. Wenn ihr nur bis zur Bushaltestelle Gollrad geht, habt ihr eine kleine Abkürzung und genauso ist es natürlich möglich, die Strecke in umgekehrter Richtung zu entdecken.

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Obwohl ich ganz allgemein ein spannendes, lustiges Wochenende in Arosa, Klosters und Davos erlebt habe, war der Eichhörnliweg in Arosa mein Highlight! Die Begegnungen mit den Tieren haben mich glücklich gemacht und die Bewegung an der frischen Luft im Wald hat mich so richtig entspannt. Gerne zeige ich den Eichhörnchenweg auch beim Freutag, beim Natur Donnerstag, bei den Montagsfreuden, beim Sonntagsglück und bei Bunt ist die Welt zum Thema Wege.

Angereist bin ich mit dem Zug und habe so schon auf dem Weg viele schöne Aussichten in die Bergwelt geniessen können - inklusive mehrere Hirsche, die seelenruhig entlang der Bahngeleise standen.
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Gewohnt habe ich in Arosa im Hotel Hohenfels. Ein sehr freundliches Hotel mit vernünftigen Preisen und einer wunderbaren Aussicht. Der Name ist allerdings Programm, das Hotel steht wirklich in der Höhe und etwas Fitness schadet für den Weg nicht. Verzaubert hat mich übrigens auch der Blick aus meinem (bergseitigen) Hotelzimmer-Fenster, wohlgemerkt im 2. Stock... ja, da liegt "etwas" Schnee.
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Wart ihr auch schon auf dem Eichhörnchenweg in Arosa? Oder habt ihr den zauberhaften Weg noch nicht gekannt? Einen ähnlichen Weg soll es ja auch in Davos geben. Egal, wo... ich hoffe, dass ich schon bald wieder so schöne Natur- und Tier- Begegnungen erleben kann.

Liebe Reisegrüsse, Miuh

Montag, 15. Januar 2018

Manly Beach: der Coolste Strand in Sydney... mit Shopping-Tipps für Surfer Girls


Manly Beach ist der Surfer-Strand in Sydney... der coolste, lockerste, entspannteste Strand, mit einem Lifestyle, dem man sich schwer entziehen kann.
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Ausserdem mag ich die Shopping-Möglichkeiten in Manly: wenigstens optisch könnt ihr euch hier perfekt in ein Surfer Girl (oder einen Surfer Boy) verwandeln...
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Schon die Fahrt ab Sydney Circular Quay mit der Fähre um das Opernhaus herum und durch den natürlichen Meeresarm und Hafen Port Jackson  ist eine Empfehlung für sich - und je nach Wellengang auch ein kleines Abenteuer!
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Ein Blick zurück mit der Sicht auf das Opernhaus und die Skyline von Sydney ist gigantisch - und so nur vom Wasser aus möglich.
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Wenn immer es geht, verbringe ich die Fahrt ganz vorne, draussen auf dem Bug des Schiffes, obwohl es hier stark windet und manchmal mehr als nur ein paar Wasserspritzer über die Reling kommen. So lässt sich auch der Horizont gut im Auge behalten und frische Luft schnuppern - was eine grosse Hilfe ist, falls ihr leicht Seekrank werdet.
Für die Fahrt habt ihr mehrere Möglichkeiten: Mit den Sydney Ferries - F1 Manly (link), welche ich jeweils genommen habe, habt ihr pro Weg etwa eine halbe Stunde und mit der Manly Fast Ferry (link) ca 20 Minuten.
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Mit dem Schiff kommt ihr bei der Manly Cove am Inner Harbour an. Ab dem Hafengebäude gelangt ihr direkt zum Manly Corso, einer breiten, gepflasterten Fussgängerzone. Mit den vielen Palmen wirkt der Corso gemütlich und cool zugleich - ein Ort zum einkaufen, flanieren, im Palmen-Schatten sitzen und schauen, was rundherum so läuft.
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Wenn ihr wie wir zur Weihnachtszeit hier seid, ist auch die Kombination von grossen, geschmückten Weihnachtsbäumen und  Palmen etwas ganz Spezielles.
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Der Corso ist gesäumt von Shops: Souvenir- und "Gift-Shops" für ein Australien-Shirt oder einen Hoodie findet ihr ebenso wie viele Surf- und Bademoden- Läden verschiedenster Marken: Oakley, Billabong, Tigerlilly, Quiksilver, Sportsgirl... Wenn ich wieder nach Australien fliege, werde ich wohl erst einmal hier hinkommen und mich mit allem für die Reise eindecken, was es in unserer bergigen Schweiz nicht in so grosser Auswahl gibt: Schwimmshirts, Badeschuhe, Bikinis, Surfer-Klamotten und praktische oder lustige kleine Gadgets.
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Genug zum Thema Shopping... bestimmt wolltet ihr ja auch noch zum Strand: Den findet ihr gleich am Ende des nur etwa 500 Meter langen Corso. Auch an der Steyne Promenade entlang des Strandes gibt es weitere, kleine Surfer-Shops, aber auch verschiedene Restaurants wie das Bluewater Cafe oder die Sugar Lounge Bar, wo ihr gemütlich drinnen oder draussen sitzen, etwas feines essen und euch das Strandleben anschauen könnt.
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Am Manly Beach ist immer etwas los: Surfer sind mit ihren Brettern unterwegs, Rettungsschwimmer sind am üben - manchmal auch schon der Nachwuchs - Möwen fliegen wild im Wind... und auch als Schwimmer und Sonnenbader kommt ihr nicht zu kurz.
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Ganz besonders sieht hier die Küstenlinie vom Strand her aus mit den vielen, hohen Norfolk-Tannen, welche die direkt dahinter liegende Stadt ein wenig zu verstecken scheinen.
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Falls ihr es lieber etwas ruhiger mögt, findet ihr wenige hundert Meter weiter süd-östlich den weniger besuchten Shelly Beach. Auf der Manly-Landzunge sind aber noch viel mehr Attraktionen für Natur-Liebhaber zu finden: Buschwanderwege, Aussichtswanderwege, Historische Stätten wie die ehmalige Quarantänestation, sowie weitere Strände: Collins Beach, Fairlight Beach, Quarantine Beach und Store Beach, von denen ein Teil nur mit dem Kajak erreichbar ist. Einige zusätzliche Informationen dazu findet ihr HIER.
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Wenn ihr in Manly alles ausführlich erleben wollt: Den Surfer-Strand, Cafes und Restaurants, Natur und Shopping, ist ein Tag natürlich zu kurz. Irgendwann geht's zurück durch den Corso in Richtung Fähre. Vielleicht wollt ihr bei Coles noch einige Snacks einkaufen? Tim Tam's aller Sorten sind zum Beispiel sehr beliebt... Und dann ist es Zeit, für dieses Mal Abschied zu nehmen.
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Mit der Fähre steuert ihr dieses Mal direkt auf Sydney mit dem Opernhaus und dem Circular Quay zu, wobei sich nochmals super Gelegenheiten zum Fotografieren bieten - und zwar egal, welches Wetter gerade herrscht. Wir sind auch schon bei Sturm zurückgefahren und haben von weitem gesehen, wie es um Sydney's Skyline schon zu regnen anfing - sehr beeindruckend!
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Nun nimmt mich wunder: Wart ihr schon einmal in Manly? Was hat euch am besten gefallen?

In Sydney gibt es viele Strände... Den wohl legendärsten Strand von Sydney - Bondi Beach - habe ich euch ebenfalls schon vorgestellt (hier)
Hier findet ihr ein weiteres Erlebnis in Sydney: Beeindruckende Fahrt über die Harbour Bridge und Maut-Falle
und hier die Übersicht zu allen Etappen der Traum-Australienreise

Liebe Reisegrüsse, Miuh

P.S. ... und gerne zeige ich meine Freude über den Manly Beach auch beim Freutag!

Sonntag, 7. Januar 2018

15 einfache Tipps und Empfehlungen fürs Fotografieren aus dem fahrenden Auto

Fotografieren aus dem fahrenden Auto (nur als Beifahrerin natürlich!) mag ich immer wieder und lasse mich auch durch die oft schwierigen Bedingungen nicht davon abbringen. Wie kommt es dazu und wie sind die Resultate?

Hier gebe ich euch eine kurze Einführung, dann die besten Tipps und Empfehlungen und zum Schluss einige interessante Beispiele aus der Praxis.

Gerne beteilige ich mich damit beim Thema: "Meine besten Fotografie-Tipps" von Steffi!
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Unterwegs begegnen uns im Vorbeifahren die schönsten Landschaften, Stimmungen und Fotosujets. Je nachdem, wie nahe oder weit weg Berge, Lichter, Häuser, Bäume, Seen,... entfernt sind, flackern sie nur für Sekundenbruchteile auf oder ziehen langsam vorbei. Zu gerne möchte ich jeweils all diese Eindrücke - auch fotografisch - festhalten! Kennt ihr das... und geht es euch auch so?


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Anhalten geht längst nicht jedes Mal: ob aus Sicherheitsgründen, oder auch, weil es oft ein Ziel gibt, welches wir in einer gewissen Zeit erreichen möchten. Wie kann ich dennoch aus dem fahrenden Auto schöne Landschaftsfotos aufnehmen?

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Für mich ist die Sache klar:
Einige meiner liebsten Fotos habe ich aus dem fahrenden Auto aufgenommen! (wie ihr zum Beispiel bei meinen schönsten Fotos aus dem zweiten Halbjahr 2017 (hier) sehen könnt...) - Und mit meinen 15 einfachen Tipps und Empfehlungen fürs Fotografieren aus dem fahrenden Auto könnt ihr das auch.

 

15 Einfache Tipps und Tricks für schöne Fotos aus dem fahrenden Auto


Einige einfache Tipps und Empfehlungen, die euch helfen können, auch aus dem fahrenden Auto heraus schöne Fotos aufzunehmen, habe ich euch hier zusammengestellt. Bewusst verzichte ich darauf, zu sehr in technische Details zu gehen. Manche der Tipps tönen vielleicht auf den ersten Blick simpel, werden jedoch in der Praxis oft vergessen:

1. Sicherheit: Fotografiert auf jeden Fall nur als Beifahrer! Ausserdem gilt: Lenkt euren Fahrer nicht ab, behindert ihn nicht, haltet ihm die Sicht frei und befolgt seine Anweisungen! Genauso wichtig: Fotografiert oder filmt keine Unfälle oder Aufräumarbeiten, verlangsamt im Strassenverkehr nicht die Geschwindigkeit, behindert, fotografiert oder bedrängt weder Rettungsleute noch andere Verkehrsteilnehmer! - Alles Dinge, die absolut Selbstverständlich sein sollten, aber nicht oft genug wiederholt werden können.

2. Nicht blitzen! Gegen die Scheiben erreicht ihr damit nichts als Spiegelungen. Auch das sollte selbstverständlich sein, ich sehe es aber immer wieder, zum Beispiel bei Aussichts-Plattformen oder in Gebäuden.

3. Autoscheiben möglichst sauber halten. Wascht das Auto oder wenigstens die Scheiben vor der Abfahrt. Auch unterwegs steht an Tankstellen oft ein Wasserkessel mit Abwischer oder zur Not geht für zwischendurch auch ein Feuchttüchlein.

4. Eher dunkle / unifarbene Kleidung tragen. So vermeidet ihr, dass später auf dem Foto zum Beispiel euer in der Scheibe gespiegeltes Streifen-Shirt auftaucht. Auch andere möglicherweise störenden oder spiegelnden Elemente gilt es zu entfernen: Dinge (z.B. eine Landkarte) auf dem Armaturenbrett, spiegelnde, metallische Gegenstände irgendwo im Auto, usw

5. Idealen Blickwinkel finden, um Licht-Spiegelungen zu vermeiden: Je nach Sonneneinstrahlung lassen sich Spiegelungen auf den Autoscheiben nicht vermeiden. Gegenlicht ist zum Beispiel sehr schwierig. Findet die ideale Position, fotografiert an störenden Spiegelungen oder allenfalls Flecken vorbei, zoomt etwas, oder weicht aus auf eine andere Scheibe: ist gerade die Sicht durch das Seitenfenster oder die Frontscheibe besser? Bei nicht allzu hoher Geschwindigkeit und moderaten Temperaturen könnt ihr auch einmal die Seitenscheiben herunterlassen.

6. Nutzt die technischen Hilfsmittel, welche euch zur Verfügung stehen! Hat eure Kamera einen Bildstabilisator? Der ist jetzt sehr hilfreich. Auch eine schnelle Aufstart- und Auslösegeschwindigkeit kommt euch nun entgegen (das mag ich an meiner Panasonic Lumix dmc fz1000 sehr!) Auch ein Polfilter kann (sehr begrenzt) etwas helfen gegen unerwünschte Spiegelungen.

7. Doch etwas Technik: Je mehr Licht draussen zur Verfügung steht, umso besser - und damit einhergehend: je kürzere Belichtungszeiten möglich sind, desto besser. Allenfalls könnt ihr die ISO - Empfindlichkeit der Kamera etwas hochstellen - dadurch wird jedoch auch das Bildrauschen zunehmen. Gerade spezielle Lichtstimmungen sind leider oft schwierig zu fotografieren. Selbst verwende ich normalerweise den Automatik-Modus der Kamera - zu schnell können sich die Lichtverhältnisse ändern, um sie manuell einzustellen. Ich weiss aber, dass andere Fotografen lieber manuell einstellen. Probiert aus, was für euch am besten funktioniert.

8. Geschwindigkeit: Je langsamer ihr unterwegs seid, desto besser werden die Ergebnisse. Wenn ihr weit und breit alleine unterwegs seid (also vor allem niemand hinter euch fährt! -> Kurzer Rückblick auf Tipp Nr. 1: Sicherheit!)  und ihr durch eine atemberaubende Landschaft unterwegs seid, spricht nichts dagegen, auch einmal die Geschwindigkeit zu reduzieren. Viel Zeit verliert ihr dadurch nicht, versprochen!

9. Motive in der Ferne bewegen sich optisch viel langsamer an euch vorbei, als Motive direkt am Strassenrand. Konzentriert euch deshalb eher auf Objekte oder Landschaftsteile weiter weg, wählt den Bildausschnitt entsprechend oder zoomt leicht heran. (Achtung, hier kommt schnell Punkt Nr. 7 wieder zum  tragen: zoomen braucht mehr Licht / höhere Belichtungszeiten) So habt ihr bessere Chancen auf scharfe Fotos.

10. Gestaltungselemente: Es muss kein Geheimnis sein, dass ihr aus dem Auto fotografiert habt... gerade die dadurch entstehenden Effekte könnt ihr gut auch als Gestaltungselemente einsetzen. Verwischtes Gras am unteren Bildrand macht die Geschwindigkeit deutlich, ein Teil der Motorhaube mit auf dem Bild kann erst zeigen, wie steil die Strasse wirklich war oder wie abenteuerlich sich die Fahrt angefühlt hat und Wassertropfen auf den Scheiben können absichtlich ins Bild integriert werden.

11. Kleine Störenfriede tarnen: Kleine helle Spiegelungen auf der Scheibe könnt ihr vielleicht in einer Wolke "verstecken" oder einen kleinen dunklen Fleck in einem Waldgebiet... so sind sie auf dem fertigen Foto kaum mehr zu sehen. Spielt auch hier etwas mit dem Bildausschnitt - es muss ja nicht gerade die helle Spiegelung mitten im Wald oder der dunkle Fleck in der Wolke zu sehen sein. Je mehr ihr den Fokus auf den Horizont oder einen Punkt weit weg richtet, desto mehr verschwinden und verschwimmen auch kleine Flecken auf der Scheibe.

12. Seid bereit! Die ganze Fahrt über mit eingeschalteter Kamera zu warten, ermüdet nicht nur euch, sondern auch den Akku. Schaut und denkt dafür voraus, entwickelt Fantasie und ein gutes Auge für mögliche interessante Motive und nehmt dann die Kamera rechtzeitig zur Hand. Ihr fahrt auf eine grosse Stadt zu? In der Ferne taucht das Meer auf? Schon von weitem fällt euch dieser riesige, knorrige Baum ins Auge? Ein Wetterwechsel zeichnet sich ab, oder die Sonne geht langsam unter und das Licht wird so schön? - Jetzt!

13. Mut zum unperfekten Foto... Wenn ihr aus dem Auto fotografiert, kann nicht immer alles nach Plan gehen und klappen. Habt Mut, probiert herum und wagt es, auch wenn ihr schon wisst, dass die Bedingungen schwierig sind. Nutzt die Chance auf ein spezielles Foto, auf ungewöhnliche Blickwinkel und Motive. Manches meiner so entstandenen Fotos wird wohl nie einen Preis für technische Perfektion gewinnen, ist mir aber eine liebe Erinnerung! Und für mich persönlich sind diejenigen Fotos die schlechtesten, die gar nicht aufgenommen wurden...

14. Die guten auf den Speicher, die schlechten löschen: Aus dem Auto heraus werdet ihr mehr Fotos aufnehmen als sonst - und viele davon werden wirklich nicht gut herauskommen. Was habe ich schon alles an Strassenpfosten, Büschen und Zäunen auf meinen Fotos erwischt... - Egal! Löscht die schlechten in einer ruhigen Minute und freut euch an den übrig gebliebenen guten, spannenden, aussergewöhnlichen Bildern.

15. Nachbearbeitung: Für aus dem Auto aufgenommene Fotos ist im Durchschnitt wohl auch für zurückhalende Nutzer von Fotoprogrammen etwas häufiger / mehr Bildbearbeitung nötig, als sonst. Wie schnell ist ein Horizont schräg gerutscht oder der Bildausschnitt stimmt nicht genau nach eurer Vorstellung. Durch die Scheiben kann es auch passieren, dass die Farben eines Fotos etwas flauer scheinen als sonst. Das lässt sich meist mit wenigen Klicks erledigen.


Konnte ich euer Interesse wecken oder verstärken? Dann kommen wir nun zum schönsten Teil:


Interessante Foto - Beispiele aus der Praxis:



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Eines meiner liebsten Australien-Fotos von unterwegs... Schwierig waren gleich drei Faktoren: schwaches Licht am Abend, Gegenlicht durch die tief stehende Sonne und einige Tropfen auf der Scheibe. Dadurch, dass die Lichtmessung am hellsten Punkt vorgenommen wurde, blieben fast nur Silhouetten übrig und die Wassertropfen reflektieren fein die Sonne
.


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Gleiche Zeit, gleiche Lichtverhältnisse, aber einmal in Richtung Westen und einmal in Richtung Osten fotografiert. Für ein gleichmässig ausgeleuchtetes Foto während der Fahrt (Bild rechts) hat das Licht definitiv nicht mehr gereicht.
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Ein Fleck rechts oben auf dern Windschutzscheibe störte mir das Bild gewaltig... mit einer kleinen Änderung der Kameraposition im Auto ist der Fleck auf dem nächsten Foto ausserhalb des Blickfeldes und somit nicht mehr vorhanden.








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Links lagen Reiseunterlagen und eine Landkarte von Australien auf dem Armaturenbrett, rechts die gestreifte Handtasche auf meinen Beinen. Beides spiegelte sich durch das helle Licht in der Windschutzscheibe und störte damit das Foto.
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Vorbeirauschendes Gras im Vordergrund / Blick aus dem Auto auf die abfallende Strasse / Blick aus dem Auto auf die steil aufsteigende Strasse / Blick aus dem Auto auf die Sandpiste... Man darf durchaus auch sehen, dass aus dem Auto fotografiert wurde, das gibt dem Bild etwas "Action"
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Die beiden Bilder der Harbour Bridge sind nicht perfekt... im linken Bild ist zum Beispiel oben rechts eine Spiegelung zu sehen... dennoch hätte ich auf keinen Fall auf die Fotos verzichten mögen! Wann fährt man schon mal über die Harbour Bridge und hat diese Sicht?
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Oh, wie mich diese fast unendlichen Weiden in Australien mit hunderten oder tausenden Tieren beeindrucken!
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Ein typisches Beispiel dafür, wie viel besser die Bildqualität im Hintergrund des aus dem fahrenden Auto aufgenommenen Fotos ist (rechts) als im Vordergrund (links).

Wenn mir weitere Beispiele begegnen, werde ich sie hier in Zukunft gerne ergänzen.

Liebe Reisegrüsse, Miuh