Sonntag, 27. November 2016

Waldbrände und Buschbände in Australien - Wichtige Tipps und Vorsichtsmassnahmen!

Meist zur Bushfire Season in Australien während den heissen, australischen Sommermonaten (also in unserem Winter) lesen wir auch hier in Europa irgendwann eine kurze Meldung über die Buschfeuer in Australien, wenn sie wieder einmal besonders schlimm toben.

Doch wie ist es, die Buschfeuer und Waldbrände live in Australien mitzuerleben? Wie solltet ihr euch verhalten und wo könnt ihr euch informieren, um durch die Brände nicht in Gefahr zu geraten? Wie ist es, die Bushfires in Australien selbst zu erleben und wie schlimm können die Feuer wirklich werden?

Hier findet ihr wichtige Tipps im Umgang mit Buschfeuern, unsere eigenen Erfahrungen mit Feuern in Australien und spannende Informationen zum Thema Bushfire.


Inhalt: 

1. Persönliche Einleitung zum Thema Buschbrände in Australien
2. Die 11 wichtigsten Tipps bei Buschfeuern und Waldbränden in Australien
3. Die 6 wichtigsten Vorsichtsmassnahmen, um Brände zu verhindern
4. Umstrittene kontrollierte Brände, positive Auswirkungen des Feuers und Blitzeinschläge
5. Verheerende, tödliche Buschbrände während unserer Australienreise


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1. Persönliche Einleitung zum Thema Buschbrände in Australien


Buschbrände seht ihr in Australien oft schon von weitem anhand des hoch aufsteigenden oder übers Land wabernden Rauches. Etwas näher ist dann auch das Feuer zu erkennen...

Richtig gruselig ist es es jedoch, ein solches Feuer-Gebiet zu durchfahren, wie es uns während einer Australienreise auch schon passiert ist. Grasfeuer können mit Geschwindigkeiten um 25 km/h vorwärtsbrennen und dabei je nach Wind auch Strassen überspringen. Das ist definitiv schneller, als ich rennen kann!


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2. Die 11 wichtigsten Tipps bei Buschfeuern  und Waldbränden in Australien


1. Haltet euch bei einem Brand unbedingt an die Vorgaben der Behörden und lokaler Helfer

2. Beachtet allenfalls aufgestellte Schilder

3. Bleibt auch selbst jederzeit aufmerksam, prüft die Windrichtung, allfällige Feuer- oder Rauch-Sichtungen, Hitze-Entwicklung, etc.

4. Bringt euch im Zweifelsfall lieber in Sicherheit, auch wenn dies eine Verzögerung oder Änderung eurer Reisepläne bedeuten kann. Auch hier gilt: "better safe than sorry"

5. Hört (falls empfangbar) Australische Radiosender

6. Informiert euch über Internet (z.B. über diese Links für folgende Regionen: WESTAUSTRALIEN / SÜDAUSTRALIEN / VICTORIA / NEW SOUTH WALES - Es gibt mittlerweile auch entsprechende Apps, die ihr schon vor der Reise auf euer Handy laden könnt!

7. Im Notfall, wenn ihr in ernster Gefahr seid, wählt den Notruf: 000 / Triple Zero (Link)

8. Bleibt auf befestigten Strassen und in der Nähe von (grösseren) Ortschaften. Eine allenfalls nötige Flucht mit dem Auto ist so einfacher, bzw. ihr werdet einfacher von Rettungskräften gefunden oder könnt mit Einheimischen in Schutz-Unterkünften in Sicherheit gebracht werden.

9. Falls viel Rauch in der Luft ist, benutzt ein mit Wasser befeuchtetes Tuch und atmet hindurch - Rauch (und eine dadurch mögliche Rauchvergiftung) ist eine oft unterschätzte Gefahr bei Feuern




Natürlich ist zu hoffen, dass ihr gar nie in eine solch gefährliche Situation kommt! Auch vorsorglich sollte einiges beachtet werden:


3. Die 6 wichtigsten Vorsichtsmassnahmen, um Brände zu verhindern


1. Seid vor allem im Australischen Sommer, aber auch sonst sehr achtsam mit Feuer

2. Benutzt nur ausgewiesene Feuerstellen

3. Befolgt Feuerverbote und Warnhinweise, insbesondere auch beim (wild) campen

4. Haltet Feuer jederzeit unter Aufsicht und unter Kontrolle

5. Löscht alle Feuer vor dem schlafen / weiterreisen vollständig und sicher.

6. Haltet euch an die Empfehlungen und Einschränkungen der Einheimischen, sie kennen die Gefahren des Feuers leider oft aus Erfahrung sehr genau.




Wie schon gesagt, seht ihr den Rauch eines Feuers meistens schon sehr viel früher, als das Feuer selbst und durch die vielen Rauchpartikel in der Luft können sehr spezielle, schaurig-schöne Stimmungen entstehen.


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4. Umstrittene kontrollierte Brände, positive Auswirkungen des Feuers und Blitzeinschläge


Nicht alle Feuer sind jedoch ausser Kontrolle geratene Katastrophen, denn besonders in Australien werden vielerorts auch kontrolliert Brände (Controlled Burn, Wikipedia-Link) gelegt. Oftmals werden diese Feuer noch vor der richtig trockenen Sommersaison entfacht.

Absichtlich gelegte Brände sind nicht unumstritten, denn auch durch diese Feuer kommen viele kleine und grössere Tiere ums Leben und auch viele Pflanzen werden zerstört. Andererseits wird durch diese Brände frühzeitig trockenes Gras und kleines Gebüsch entfernt, was später im heissen Sommer ein schnelles Vorwärtskommen und Übergreifen im Falle eines ungeplanten und unkontrollierbaren Feuers einschränkt.


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Einige Pflanzen in Australien, wie z.B. Eukalyptus oder Banksia benötigen sogar Feuer, um sich fortzupflanzen. Erst durch die grosse Hitze werden die Samenkapseln aufgesprengt. Viele Bäume und einige Sträucher überleben auch ein durchziehendes Feuer, wobei die Kronen der hohen Bäume nicht erreicht werden, oder kräftige Büsche und niedere Bäume im nächsten Jahr wieder grün ausschlagen.


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Neben Unvorsichtigkeiten, Lagerfeuern, technischen Defekten und leider auch Brandstiftungen, sind Blitzschläge unter den häufigsten Gründen für ausser Kontrolle geratene Brände in Australien. Die Angst vor Gewittern in der heissen Jahreszeit, insbesondere in Kombination mit starken Winden ist deshalb allgegenwärtig.


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 5. Verheerende, tödliche Buschbrände während unserer Australienreisen


Wie schmal der Grat zwischen Glück und unbehelligtem Leben oder einem alles verändernden Unglück durch ein Buschfeuer ist, wurde uns selbst während einer unserer Australienreisen im Südwesten bewusst.

Einen Tag, nachdem wir auf der Strecke von Esperance über Scaddan und Norseman in Richtung Kalgoorlie gefahren waren (link), entfachten Blitze eines trockenen Gewitters genau in der Region zwei Feuer. Nochmals zwei Tage später waren die Brände zu einem riesigen, unkontrollierbaren Inferno geworden, das durch Hitze und starke Winde weiter angefacht wurde. Auch im Cape Arid National Park (Link) und andernorts brannten Feuer.


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Traurigerweise kamen bei diesen Bränden vier Menschen ums Leben, zahlreiche Tiere ebenfalls, Farmen, Getreide, Buschland und Naturschutzgebiete wurden zerstört. Andere hatten mehr Glück, kämpften aber teilweise tagelang um Haus und Tiere, bis einsetzender Regen endlich alle Brände löschte. Dass wir so knapp vor den Feuern an diesen Orten vorbeigefahren waren, beschäftigt mich bis heute, aber natürlich sind wir froh um unser Glück!


Einige Links zu den Ereignissen vom 15. bis 23.11.2015 findet ihr hier:

Spiegel Online: 19-jährige Deutsche stirbt bei Buschbrand (Link)

N-TV Online: Buschfeuer wüten in West-Australien (Link)

Blog: Aussie Buschfunk: Buschfeuer in Esperance - ich war dabei! (Link) Ein beeindruckender, persönlicher Bericht

Blog: Aussie Buschfunk: Buschfeuer in Esperance - der Alptraum geht weiter (Link) Fortsetzung und Rückblick

Perthnow Online: Photo Gallery: Esperance Bushfires (Link)


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Zum vorherigen Bericht: Beeindruckende Wälder und Baumriesen in Südwestaustralien (link)
Zur nächsten Etappe: Westliche Südküste Australiens - Traum-Buchten und unerwarete Landschaften (link)
Zur Übersicht über alle bisherigen Reise-Etappen: Traum - Australienreise: West- und Ostküste (link)


Liebe Grüsse und passt auf euch auf! Miuh


P.S. Gerne verlinke ich meine Feuer-Erlebnisse auch bei Le Monde de Kitchi zum Thema Feuer.

Samstag, 26. November 2016

Beeindruckende Wälder und Baumriesen in Südwestaustralien

Australien ist vor allem bekannt für endlose Weiten und rote Erde, aber auf dem Kontinent wachsen auch sehr beeindruckende Wälder und riesige Bäume.

Hier zeige ich euch einige der Bäume und Wälder, die im Südwesten Australiens wachsen - und einige Möglichkeiten, wie Ihr dort den Wald so richtig erleben könnt:

Ob beim Spazieren über einen Baumwipfelpfad, durch abenteuerliches Hochklettern über schmale Metallstangen, oder einfach von der Erde aus beim Hochschauen in die riesigen Bäume oder Umarmen eines gigantischen Baumstammes.


Nur schon, wenn ihr durch die Wälder fahrt, wird euch auffallen, wie sich deren Aussehen ändert. Mal sind sie höher und schmaler, mal eher tief und buschig. Vielleicht seht ihr auch, wie sich plötzlich in einer Region bestimmte Baum-Arten häufen, oder wieder seltener werden.


Von Busselton am Meer geht die Fahrt in Richtung Süd-Osten schon bald durch ausgedehnte Wälder... Landschaften mit Wasserläufen wechseln sich ab mit eher trockenen Regionen.

Was hier wie ein winterlich kahler Wald aussieht ist jedoch ein Stück Wald, in dem es vor nicht allzulanger Zeit gebrannt hat. Nur wenig Grün fängt bereits an, sich zurückzukämpfen.


Schon bald kommt ihr in Nannup an, einem kleinen Dörfchen mitten im Wald, das mich ein wenig an einen Alt-Hippie-Ort erinnert hat.


Wie vielerorts in Australien blühen auch hier in Nannup im November die Jacaranda - Bäume in einem fast unwirklichen Violett.

Im Blackwood Cafe Garden (Link) könnt ihr unter einem Dach aus dicht verwobenen Wisteria-Ranken wunderbar Kaffee und Kuchen oder auch Burger geniessen und euch wie in einem Dschungel-Garten fühlen. Ein Tipp, den ich euch von Herzen empfehlen kann, wir haben uns hier sehr willkommen gefühlt.

Danach geht's gestärkt weiter durch Australiens Wälder...


... bis ihr in die Nähe von Pemberton kommt. In Pemberton bietet sich ein kurzer Besuch des Karri Visitors Centre (Link) an, in dem ihr das Pioneer-Museum anschauen, aber auch weitere Tourismus-Informtionen zur Region erhalten könnt.

Anschliessend biegt ihr von der Hauptstrasse ab in den Gloucester National Park, in dem die riesigen Karri-Bäume wachsen.


Im Gloucester Nationalpark könnt ihr wunderbar wandern, den Wasserfall Lefroy Brook ansehen - und natürlich den bekanntesten Baum des Parks: den Gloucester-Tree besuchen. Der Karri-Baum ist ca 70 Meter hoch und ihr könnt ihn über dünne Metallstangen, welche in den Stamm geschlagen wurden, bis zu einer Plattform auf 53 Metern Höhe besteigen.


Hier hochzusteigen ist definitiv ein Abenteuer und nichts für schwache Nerven oder Leute mit Höhenangst! Früher wurde der Baum als eine von mehreren Feuer-Beobachtungsstellen benutzt, heute besteigen ihn mutige Touristen.

Das Foto mit den Flipflops ist definitiv nur ein gestelltes Symbolbild - wie ihr seht, braucht es unbedingt gutes, stabiles Schuhwerk, um den Baum über die dünnen Metallstangen zu erklimmen!


Für die etwas weniger mutigen, sportlichen oder risikofreudigen Menschen unter euch gibt es etwas weiter südlich noch eine weitere, sehr schöne Möglichkeiten, dem Wald und den Baumwipfeln nahe zu kommen!


Im Valley of the Giants (Link) in der Nähe des Küstenortes Denmark sind die Baum-Riesen bis zu 400 Jahre alt und sehr beeindruckend, wenn ihr nur schon die Stämme, aber sowieso die Höhe anschaut!

Mit dem 600 Meter langen Tree Top Walk (Link) habt Ihr die Möglichkeit, diesen Bäumen auf 40 Metern Höhe praktisch Auge in Auge zu begegnen - auch wenn euch die allerhöchsten Baum-Giganten noch immer weit überragen, seid ihr auf dem Baumwipfelpfad bereits über einigen Baumkronen unterwegs.


Der Tree Top Walk ist absolut bequem und sicher zu begehen, trotzdem sind die Höhe und die Sicht sehr beeindruckend! Hier seid ihr tatsächlich dem Himmel etwas näher! Ist das nicht eine wahnsinns - Sicht?


Wieder auf dem Erdboden angekomen, lohnt sich nochmals ein Blick auf die Basis, auf die Wurzeln der beeindruckenden Bäume. Einige Stämme sind hohl und bis 1990 gab es einen Baum, der hatte einen Stamm-Umfang von 24 Metern, so dass sogar ein Auto darin parkiert werden konnte... Leider war diese Attraktion sehr beliebt und es wurde um (und im)  Baum rücksichtslos getrampelt und gefahren, was bewirkte, dass der Baum durch den verdichteten Boden abstarb und schliesslich umkippte. Zu Ehren dieses Baumes wurde dann 1996  der Tree Top Walk (Link) eingeweiht, so dass nun die Bäume bewundert werden können, ohne dass wir ihnen solche Schäden zufügen.

Mögt ihr Treetop Walks - oder eben Baumwipfelpfade und Hängebrücken? Dann findet ihr bei der ReiseEule (hier) mehr davon... und die Möglichkeit, selbst solche Orte und Erlebnisse zu zeigen.


Vielleicht ist euch schon aufgefallen, dass ein Thema im Zusammenhang mit den Wäldern und den Bäumen immer wieder auftaucht: Wald-Regionen, in denen es gebrannt hat, Bäume, die früher als Feuer-Beobachtungsstellen dienten und auch Nannup hat mitten in den Wäldern immer wieder Feuer-Katastrophen erlebt. Nächstes Mal berichte ich euch deshalb mehr zum Thema Feuer!

- Ihr interessiert euch für die vorherige Etappe im Weingebiet Margaret River? Hier (Link) findet ihr sie.
- Ein Zwischenthema: Waldbrände und Buschbrände in Australien - Wichtige Tipps und Vorsichtsmassnahmen (link)
- Die nächste Etappe: Westliche Südküste Australiens - Traum-Buchten und unerwartete Landschaften (Link)
- Ebenfalls spannend: alle bisherigen Berichten zur Australienreise in der Übersicht (Link)

Liebe Grüsse und viel Reisefreude, Miuh

Sonntag, 20. November 2016

Margaret River - Westaustraliens feines Weingebiet

Die Margaret River Region ist mit dem perfekten, milden Klima eines der bekanntesten Weingebiete Australiens. Während z.B. im Barossa Valley im Süden Australiens einige sehr grosse Produzenten existieren, sind es im Margaret River Valley (im Westen, gut 200km südlich von Perth) traditionell sehr viele kleine bis sehr kleine Weingüter.

Nur wenige Namen wie z.B. Vasse Felix sind in Europa bekannt und erhältlich... Die Einheimischen sind sehr stolz auf ihre eleganten, komlexen Weine und lieben es zu betonen, dass die besten Weine und kleinen Chargen gerne im Land selbst behalten und konsumiert werden.

Natürlich ist das Geschmacksache, ich persönlich liebe zum Beispiel die kräftigen Shiraz-Weine aus dem Barossa Valley auch sehr. Wenn ihr Wein mögt, findet ihr am Besten heraus, welches eure Favoriten sind, indem ihr verschiedene Weine, vielleicht sogar in verschiedenen Regionen, degustiert.


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Wir hatten die Gelegenheit, einen Tag lang in der Margaret River Region unterwegs zu sein und zu degustieren - Ihr könnt euch hier aber problemlos auch noch länger durchprobieren, wenn ihr mögt! Das Zauberwort heisst: "Cellar Door" - sozusagen die "offene Weinkellertür", wo jeder (meistens kostenlos) willkommen ist, zu degustieren, Weine kennenzulernen und bei Gefallen auch 1-2 Flaschen eures Lieblingsweines für die Weiterreise mitzunehmen...


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Kaum etwas gibt später ein besseres Gefühl, als Abends mit einem Glas einer solchen selbst ausgesuchten Wein-Rarität am Lagerfeuer oder am Strand zu sitzen!


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Auf dieser Liste: Wine / Cellar Door Margaret River Region (LINK) ...

...findet ihr alle Weingüter und Informationen, die ihr braucht, um eure perfekte, individuelle Tour zusammenzustellen. Dabei gibt es auch die Möglichkeit, Metwein, Trüffel, Käse, Konfitüren, Biere und andere kulinarische Schätze kennenzulernen, falls ihr euch nicht (nur) auf Weine konzentrieren mögt.

Bei einigen Weingütern könnt ihr eine ganze Platte "Platter" mit Köstlichkeiten und ein Glas eures Lieblingsweines dazu als Lunch oder Nachmittagsverpflegung bestellen und vor Ort in den meist parkähnlichen Gärten der Wineries geniessen. Ein gemütliches Erlebnis, bei dem ihr viel Zeit verbringen und einfach nur entspannen könnt. Meist ist nämlich eine Pause irgendwann zwischen all den Degustationen durchaus willkommen!


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Wenn ihr gerne ausführlich degustiert, weisse, rote und allenfalls auch süsse Weine mögt, euch gerne gemütlich mit den Inhabern oder Angestellten der Weingüter unterhält, empfehle ich euch, den Besuch von ca. fünf, maximal sechs Weingütern für einen Tag einzuplanen. Mehr geht einfach nicht. Ideal sind vier verschiedene Weingüter (Cellar Door) mit Degustationen und ein Weingut mit angeschlossenem Restaurant oder Platter-Angebot für die Mittagspause.

Eigentlich könnt ihr ja die degustierten Weine jeweils ausspucken - in allen Degustationsräumen gibt es dafür die entsprechenden Gefässe - und die Reste aus dem Glas wegleeren. Für mich scheint das viel zu schade um die guten Weine, nur was ich wirklich nicht mag, leere ich weg. So wird eine Degustation jedes Mal sehr schnell ziemlich lustig, obwohl ich mir von jedem Wein nur ganz, ganz wenig ins Glas einschenken lasse. Seht euch also vor, falls ihr auch Mühe damit habt, feinen Wein wegzuleeren!

Beim ganzen Spass gibt es nur eines zu beachten: Sucht euch unbedingt einen Chauffeur, der nicht trinkt und nüchtern bleibt! Bestimmt jemanden aus eurer Gruppe, nehmt ein Taxi, oder bucht am Besten gleich eine Tour!


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Zwei Touranbieter, die ich unbedingt empfehlen kann, sind:
 
Margaretriverdiscovery (Link) - Sean Blocksidge bietet "Touren für Leute, die nicht auf Touren gehen" und verbindet Wein mit Abenteuer und viel lokalem Wissen.
 
Topdroptours (Link) - Das Team von Chris und Kerry wird euch eine individuelle Tour nach euren Wünschen und eurem (Wein-) Geschmack zusammengestellt, aber auch andere Themen und Ziele sind möglich! Ich garantiere allen Weinliebhabern einen sehr lustigen, feinen, informativen, australischen Degustationstag, denn Chris und Kerry kennen alle Geheimtipps, Insiderinformationen und lokalen Gegebenheiten - und teilen sie gerne mit euch!


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Natürlich gibt es gerade in der Margaret River Regiion sehr viele Weingüter und ihr könnt sie nach Lust und Laune und eurem eigenen Geschmack zu einer Tour zusammenstellen. Ihr könnt aber auch euren Guide für euch auswählen lassen, was wir gemacht haben. Chris hat uns befragt, welche Art Weine wir mögen, welche Vorlieben und Interessen wir haben und hat daraus unsere Tour zusammentestellt.


Fünf der super Locations, die wir besucht haben, stelle ich euch hier vor:

Windows Estate (Link): Ein kleiner Familienbetrieb, in dem die ganze (kleine) Produktion von Hand stattfindet. Der Raum war eher modern und kühl und wir hatten hier zusätzlich die Möglichkeit, Frischkäsespezialitäten zu probieren und zu kaufen.


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Credaro Family Estate (Link): Das Weingut wurde ursprünglich 1922 von einer Norditalienischen Familie gegründet, die damals nur Wein für ihren Eigengebrauch (und für die Nachbarn) produzierten. Die Produktion ist ständig gewachsen und heute noch immer in Familienbesitz.


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Cape Naturaliste Vineyard (Link): Mein persönlicher Liebling des Tages - Hier stimmt einfach alles! Eine sehr herzliche Atmosphäre, zwei Hunde: einer ganz lieb zum knuddeln, einer eher mit "Charakter", der dafür als Model auf vielen Weinflaschen prangt - und viel guter Wein. Das Weingut liegt nahe am Meer und nutzt biologische Produkte aus Algen zum düngen.


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Hay Shed Hill (Link): Nicht nur ein Weingut, sondern auch ein feines Restaurant, wo viele der kulinarischen Spezialitäten und Delikatessen aus der Region probiert werden können. Ein wenig sitzen, essen, entspannen oder sogar draussen spazieren ist nicht schlecht zwischen all den Degustationen!


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Juniper Estate (Link): Eines der ersten Weingüter in der Margaret River Region und wunderschön gelegen. Gerne darf man die Weine auch draussen probieren, mit Blick ins Grüne und auf den Wilyabrup Creek. Ein schöner Abschluss eines spannenden Tages, hier in der parkähnlichen Landschaft!


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Natürlich wollt ihr nach einem solch langen Tag mit vielen Wein-Degustationen nicht mehr weit fahren bis zu einer Unterkunft. Ein Campingplatz, der für uns perfekt gepasst hat, ist der Prevelly Caravan Park (Link).

Eine grosszügige Anlage unter uralten Bäumen mit einem Kookaburra, der morgens "lacht" - richtig Australisch! Wer nicht herumfahren möchte für verschiedene Wine Tastings, kann auch gleich  hier im Liquor Store des Campingplatzes den Wein von Preveli Wines (Link) probieren.


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Schön ist auch die Lage des Camping-Platzes ganz in der Nähe des Strandes!


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Ein Surfer-Treffpunkt ist nicht weit, ihr könnt aber auch einfach nur gemütlich im leicht abfallenden Sand liegen, relaxen und den Sonnenuntergang geniessen.

An diesem Strand sind Hunde ausdrücklich erlaubt - das mögen vielleicht nicht alle, wir hatten auf jeden Fall jede Menge Spass mit den lustigen Hunden und nette Gespräche mit deren Herrchen und Frauchen.


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Liebe Grüsse und viel Reisefreude, Miuh

P.S.

- Ihr mögt die Sonnenuntergänge in der Margaret River-Region? Hier: (link) findet Ihr mehr davon.
- Euch interessiert die vorherige Etappe: Südlich von Perth bis Yallingup - Küstenlandschaften mit 100 Möglichkeiten? Hier: (link) gibt es mehr dazu
- Die nächste Etappe: Beeindruckende Wälder und Baumriesen in Südwestaustralien seht ihr hier (Link)
- Alle bis bisher gezeigten Etappen der Reise findet Ihr hier: (link)
- Mehr kulinarische Erlebnisse gibt es im Blog hier: (link) zu finden.

Montag, 14. November 2016

Der Himmel über der Margaret River Region - typisch Australisch!

 
Nach vielen Erlebnissen (hier der link: Südlich von Perth bis Yallingup) während unserer Fahrt in die Margaret River Region an Australiens Westküste war es Abend geworden, bis wir uns dem Tagesziel näherten.
Letzte Sonnenstrahlen schickten noch ein ganz schwaches, warmes Licht über Felder und Bäume...
Dann ging die Sonne - unterstützt von einigen Wolken - so dramatisch leuchtend unter, wie sie es meiner Meinung nach nur in Australien kann...
und die Natur erschien mehr und mehr nur noch als Silhouette am Horizont.
Ich liebe solche Sonnenuntergänge und sie sind für mich jeweils der Moment, in dem ich mich so richtig in Australien angekommen fühle!
Ich hoffe, ich konnte bei euch nun auch ein wenig diese Sehnsucht und Reisegefühle wecken... träumen ist ja auch schön - besonders jetzt im November, der hier im Gegensatz zu Australien eher grau ist.

Als nächstes zeige ich Euch die Weinregion von Margaret River (link) selbst...

Mein heutiges Thema passt auch genau zum Projekt "Silhouetten / Bunt ist die Welt" von Lotta auf ihrem Blog: "Heute macht der Himmel blau", darum verlinke und zeige ich meine Silhouetten-Himmel gerne auch dort und gerne zeige ich den Margaret-River-Himmel auch hier (Link) bei der Raumfee "in Heaven".

Liebe Grüsse, Miuh

Sonntag, 13. November 2016

Südlich von Perth bis Yallingup - Küstenlandschaften mit 100 Möglichkeiten

Wenn Ihr von Perth (hier der LINK zum Thema: Ankommen und weiterreisen in Perth) in Richung Süden fahrt, eröffnen sich fast unzählige Möglichkeiten für Zwischenstopps und Unternehmungen! Einige davon und ein paar Fotos der schönsten Landschaften zeige ich Euch gerne hier:

In Mandurah (zweitgrösste Stadt in Westaustralien nach Perth) kann ich Euch das Salt Bistro (link) für ein typisch Australisches Frühstück (bis Mittags) in der Nähe des Meeres empfehlen. Mandurah (link) selbst ist eine aktive, junge, moderne Stadt mit vielen kulturellen Angeboten.

Noch etwas weiter südlich liegt Bunbury (link), das nach Perth und Mandurah die drittgrösste Stadt Westaustaliens ist. Bunbury hat ein etwas milderes Klima als Perth und ist schon wesentlich ruhiger und unauffälliger als Mandurah, aber auch hier findet Ihr etwas ausserhalb der Stadt schöne Strände.

Eines meiner Highlights der Region ist die Busselton Jetty (link), ein fast zwei Kilometer langer, ins Meer der Geographic Bay hinausragender Steg.

In den Hütten am Anfang des Stegs, genannt "Interpretivie Centree" (link) findet Ihr ein Museum, sowie einen Shop.
Den langen Steg könnt ihr zu Fuss begehen, oder euch mit dem "Jetty-Train", einem kleinen Zug (link) bequem fahren lassen. Ganz am äusseren Ende des Stegs befindet sich ein Unterwasser-Observatorium (link). Hier könnt ihr trockenen Fusses bis acht Meter unter die Meeresoberfläche hinuntersteigen und eine beeindruckende Unterwasserwelt bewundern. Natur und Fische sind hier so vielfältig durch eine natürliche, warme Meeresströmung.
Noch etwas weiter lohnt es sich unbedingt, den Landzipfel in Richtung Meelup Regional Park (link) zu befahren! Wildes Campen (übernachten) ist hier in den Naturparks nicht erlaubt, aber die verschiedenen Strände und Aussichtspunkte waren zu einladend und wir haben deshalb wenigstens ein Frühstück mit wunderbarer Aussicht genossen.
Ganz wichtig ist hier wie überall sonst auch: nichts aus der Natur mitnehmen, nichts fremdes zurücklassen und aufpassen, dass auch keine Papierchen, Plastikfolie oder ähnliches vom Wind weggeweht wird - jeder Abfall, der in der Natur landet, kann Pflanzen und vor allem Tieren schaden!

Einige der Küstenabschnitte sind eher wild, steinig und steil, dazwischen liegen wunderschöne wilde aber auch ruhigere Buchten mit hellem Sand und türkisblauem Meer - ein Traum! Am bekanntesten und auf jeden Fall einen Besuch wert sind: Meelup Beach, Eagle Bay und Bunker Bay.
Auch wenn die Strände und Buchten unglaublich einladend aussehen, solltet ihr hier nicht einfach ins Wasser springen! Überall wird vor starken Strömungen, gefährlichen Wellen, Unterwasser-Sandbänken und rutschigen Felsen gewarnt - haltet euch deshalb unbedingt auch hier an den traumhaftesten Stränden an die Vorschriften auf den Schildern und an die Empfehlungen der Einheimischen!
Ganz zuvorderst auf der Landzunge findet Ihr den schönen Leuchtturm: Cape Naturaliste Lighthouse (link):
Der ganze, kleine Landzipfel (Google Maps - Link hier) alleine bietet euch unzählige Möglichkeiten, Tage zu verbringen und zu geniessen! Abgesehen von den gezeigten Tipps für Strände und Naturparks könnt ihr den kleinen Ort Dunsbourough (link) mit Boutiquen, Restaurants und Gallerien oder Yallingup (link) - ein bekannte Surfer-Ort - besuchen.

Von hier aus könnt ihr auch den ganzen Leeuwin-Naturaliste National Park (link) bereisen und Touren in die bekannten Weingebiete des Margaret River Valley (link) unternehmen - und genau darüber werde ich euch bald noch genauer berichten! Hier (link) könnt Ihr schon einen Sonnenuntergang in der Margaret River - Region bewundern, wenn ihr mögt!

Alle bisherigen Stationen der Australienreise findet ihr hier: Traum-Australienreise: West- und Ostküste

Liebe Grüsse und viel Reisefreude, Miuh