Montag, 2. Oktober 2017

Welches ist die richtige Kleidung im Oman - Wie ziehe ich mich an?

Richtige Kleidung und passendes Verhalten für Reisende im Oman


Hier erkläre und zeige ich euch verschiedenen Möglichkeiten, wie ihr euch als Ferien-Gäste und Reisende im Oman als traditionelles, muslimisches Land "richtig" anziehen und verhalten könnt:

1. Einleitung
2. Kleidung für Frauen
3. Kleidung für Männer
4. Kleine Kinder
5. Schuhe
6. Was tragen Einheimische im Oman?
7. Im internationalen Hotel
8. Baden, Sonnenbaden
9. Persönliche Erfahrungen
10. Verhalten / Spezielles

-> Mehr zum Oman findet ihr hier:
 Oman - Roadtrip: eine abenteuerliche Traum-Reise durch das ganze Land


1. Einleitung


Wie kam ich überhaupt in die Situation, mir über die richtige Kleidung in einem islamischen Land Gedanken zu machen? Unsere erste Reise in den Oman haben wir relativ kurzfristig beschlossen und gebucht. Schöne Bilder von beeindruckender, exotischer Natur hatten wir gesehen und von freundlichen Menschen gehört - das schien alles zu passen!

Mit der genaueren Planung kamen dann auch mehr und mehr Fragen auf: Wie ziehen wir uns im Oman korrekt an, wie sollen wir uns verhalten und den Menschen begegnen? Solche und ähnliche Fragen, auf welche ich vor unserer Reise kaum Antworten fanden, werde ich hier so weit wie möglich beantworten.
Möglich wurde dies einerseits durch eigene Erfahrungen nach mittlerweile drei Reisen durch den ganzen Oman, aber auch durch Gespräche mit anderen Reisenden, Expats und Omani, welche wir mittlerweile kennenlernen durften.

Der Oman ist ein Muslimisches Land. Als nicht - Muslima möchte ich Respekt zeigen und lokale Traditionen akzeptieren, jedoch ohne mich zu verkleiden oder zu verstellen. Ich suchte Wege, mich richtig zu verhalten, richtig zu kleiden und doch mich selbst zu bleiben.

Normalerweise lebe ich im Stil einer typischen Nordeuropäerin, trage im Sommer und wenn es warm ist auch gerne einmal Ausschnitt, kurze Röcke, etwas engeres oder schulterfreies... für diese Reise und als Gast im Oman habe ich meinen Kleidungsstil gerne etwas verändert.

Eines vorweg: wenn ihr euch nicht angepasst anzieht, werdet ihr - zumindest im Oman (Achtung: in anderen Ländern kann das dramatisch anders sein!) nicht verhaftet, zurechtgewiesen oder zurück ins Hotel geschickt.  
Omani sind zwar einerseits sehr traditionell, anderseits aber auch sehr tolerant und offen gegenüber ihren (reisenden) Gästen. Der Respekt euch gegenüber wird jedoch kleiner sein und möglicherweise entgehen euch spannende Begegnungen und Gespräche, da ihr eher gemieden werdet.
Auch der Zugang zur beeindruckend grossen Sultan Quaboos - Moschee (hier mehr zu den Regeln) wird euch verwehrt werden, dort gelten verständlicherweise definitiv strenge Kleidungsvorschriften.

In gegenseitig respektvollen Begegnungen werden unglaublich spannende Erfahrungen und Erlebnisse für alle Beteiligten möglich, die das Reisen in unbekannte Gegenden und Länder so spannend machen, deshalb lohnen sich einige Gedanken zur Kleidung unbedingt!

Hier erkläre ich euch nun, wie ihr euch im Oman verhalten und kleiden könnt, um euch den lokalen Gegebenheiten anzupassen - wie ihr islamische Kleidungsregeln respektieren und doch euch selbst bleiben könnt, auch falls ihr euch sonst gewohnt seid, ganz anders zu leben.


2. Kleidung für Frauen:


Minimum:
* Schultern bedeckt
* Beine über Knielang oder besser bis über die Fussknöchel bedeckt (zB langer Rock oder Hose)
* Kein grosser Ausschnitt
* Nicht Bauchfrei
* Nicht durchsichtig



Angepasst:
* Ganze Arme oder mindestens Oberarme bis Ellbogen bedeckt
* Beine bis zum Fussknöchel bedeckt
* Körperkonturen nicht zu sehen, weiter Rock oder weite Hosen und weites, langes (über Po) Oberteil
* Haare zusammengebunden oder bedeckt


Für den Besuch der Moschee oder allenfalls in ländlicheren Gebieten:
* Fussknöchel auf jeden Fall bedeckt
* Weites Oberteil, Arme ganz bedeckt.
* Keinerlei Ausschnitt
* Kopftuch, welches die Haare und auch den ganzen Ausschnitt bedeckt. Hier kann gut ein grosser Schal über die Haare gelegt und die Enden in den Ausschnitt geschoben werden, so ist alles gut bedeckt und hält.
* Auf keinen Fall durchscheinend / durchsichtig - z.B. kann man zur Sicherheit zwei lange Röcke übereinander tragen
* Ohne Schuhe, d.h. in Socken in die Moschee (vor dem Eingang stehen Fächer / Kästchen zur Verfügung, um die Schuhe zu deponieren.)

 

Das offizielle, weite, schwarze Überkleid für Frauen heisst Abbaya und kann zum Beispiel im Souk von Muscat (Maskat) / Mutra gekauft werden. Problemlos könnt ihr euch aber auch mit euren eigenen (zumeist wohl schon vorhandenen)  Anziehsachen passend kleiden! Mehr dazu, wie ich das gemacht habe, findet weiter unten beim Thema "Persönliche Erfahrungen"



3. Kleidung für Männer: 


* Lange Hosen (Kurze Hosen werden ausser beim Sport als "wie in Unterhosen unterwegs" angesehen)
* Mindestens schulterbedeckendes T-Shirt, besser Hemd über Schulterlang, noch besser langärmlig
* Kopfbedeckung, wie z.B. ein Käppi - auch als Sonnenschutz.
* Nur zum baden oder Sport: eher knielange Badehosen (keine kurzen, engen Badehosen)


4. Kleine Kinder: 


* Kinder sind absolut frei, kleine Mädchen tragen auch Kleidchen / Röckchen, Jungs tragen Tshirts und kurze Hosen
* Grenze ist die Pubertät


5. Schuhe:
 

* Geschlossene und stabile Schuhe empfehlen sich im Gelände und in den Bergen (Schlangen, Skorpione, Steine, Trittsicherheit). Mit Religion hat dies nichts zu tun, sondern wie anderswo auch ganz einfach mit eurer Sicherheit.
* Sandalen oder Flip flops sind in der Stadt und im Alltag am bequemsten und weit verbreitet.
* In der Moschee solltet ihr auf keinen Fall Schuhe tragen, sondern nur Socken.



6. Was tragen Einheimische im Oman?


* Frauen: Häufig aber nicht immer Abbaya (schwarzer Umhang) über modernen, teilweise auch westlichen Kleidern, oder über weiten Hosen und langem, weitem Oberteil.  Haare, Hals und Ausschnitt  sind in den allermeisten Fällen komplett bedeckt. Vor allem in ländlichen Gebieten, in den Bergen, im Süden oder bei Nomaden sind auch sehr bunte Kleider verbreitet. Dabei trägt man ein grosses, oft über bodenlanges, buntes Tuch über Allem sowie oft einen Gesichts-Schleier mit Steg über den Nasenrücken, welcher nur die Augenpartie frei lässt.


* Männer: Tragen meist die Dishdasha, ein traditionelles, langes, oft weisses (gibt es aber z.B. auch in grau oder braun) Gewand, sowie ebenfalls praktisch immer Kopfbedeckung: die Kummah, eine runde, omanische Kappe oder den Massar, ein um den Kopf gewickeltes (Kaschmir-) Tuch. In der Freizeit tragen jedoch auch Omani durchaus einmal Jeans und zum Sport oder schwimmen gehen kurze (doch meist knielange) Hosen...


* Im Oman arbeiten auch viele Ausländer, z.B. Inder und Pakistani. Diese kleiden sich meist in ihrer eigenen Tradition: weite, lange Hose, ein weites, langes Hemd darüber - oder einen langen Rock kombiniert mit einem Oberteil und einem leichten Tuch. Männer lassen den Kopf unbedeckt und ebenso die Frauen ihre Haare, wobei sie diese meist zusammenflechten.




7. Im internationalen Hotel:


* Oft arbeiten hier viele ausländische Angesellte (Inder, Pakistani, Bangladeshi, Philippinos), gerade auch im Pool-Bereich, und sie sind sich internationales Publikum gewöhnt.
* Bikini / Shorts sind zum Baden und Sonnen am Hotel-Strand und am Pool absolut akzeptiert und normal - es gibt auch entsprechende Werbeprospekte und Hotelfotos online.
* Nie jedoch ist "oben ohne" für Frauen oder FKK für Frauen oder Männer erlaubt.
* Bitte zieht euch zum Essen gehen, zum an die Reception gehen im Hotel oder beim Ausflug in die Stadt wieder entsprechend moderat an.
* Auch Abends im Hotelrestaurant ziehen sich die meisten Gäste eher "westlich" an, es gibt aber auch Gäste aus der Region, welche absolut traditionell angezogen sind. Beides funktioniert mit gegenseitigem Respekt wunderbar nebeneinander.



8. Baden, Sonnenbaden:


* Wie schon erwähnt: am Hotel-Pool und Strand sind Bikini / Badeanzug / Shorts zum Baden absolut akzeptiert.
* An einsamen Stränden, wo ihr weit und breit niemanen seht, könnt ihr ebenfalls Bikini / Badeanzug / Shorts tragen. Nehmt euch ein grosses Tuch in die Nähe, so seid ihr schnell etwas "angezogen" falls doch andere Strandbesucher oder Fischer ankommen würden.
* Sobald ihr jedoch an Orten mit vielen Menschen und auch Einheimischen seid, verhaltet euch bitte angepasst. Dies kann auch heissen, dass man als Frau zum Beispiel in einem Wadi einmal in Kleidern, das heisst in langem (blickdichtem!) Shirt und Hose badet.
* Auch wenn diese Anstandsregel von vielen Touristen ignoriert wird - oft sogar, obwohl Schilder darauf hinweisen - heisst dies nicht, dass auch ihr euch ebenfalls so verhalten sollt.



9. Persönliche Erfahrungen


Garderobe planen und packen:
* Zuerst habe ich alle meine Kleidung nach passenden Teilen durchsucht und bin erstaunlich oft  fündig geworden: Da gab es neutrale T-Shirts und Sweatshirts mit kleinem Ausschnitt, beige Hosen, viele Schals und dünne, leichte Cardigan.
* Dazu habe ich zwei Knöchellange Röcke bestellt - in schwarz und grau, vielfach kombinierbar, einfach und bequem auch bei sehr heissem Wetter. Zusätzlich habe ich drei leichte Tunika-Blusen in Naturmaterialien gekauft, mit langen, bzw. 3/4 Ärmeln und kleinem Ausschnitt, jeweils 1-3 Nummern grösser als ich sonst trage.
* Als Schuhe wählte ich sehr bequeme, flache, beige Sandalen für Alltag, Strand und Stadt (einige von euch werden hier vielleicht Flip-Flops bevorzugen, die passen genau so gut!), stabile gut stützende Turnschuhe / Sneakers mit grobem Profl für Wanderungen, Touren in die Berge und Wüste, sowie ein Paar einfache, schwarze Pumps mit kleinem Absatz für Abends.


Garderobe für die Frau in der Praxis:
* Tagsüber (auf Reisen oder für Touren) war mir am wohlsten mit dem langen, grauen Rock oder den beigen Hosen, kombiniert mit einer leichten Tunika-Bluse oder einem T-Shirt. (je nach Region, in welcher wir unterwegs waren)
* Auch für den Weg zum Pool oder Hotelstrand war ich jeweils mit langem Rock und Tunika-Bluse (und darunter das Bikini) einfach, schnell und jeweils gleich wieder richtig angezogen.
* Für den Besuch der Moschee wählte ich den schwarzen Rock (und darunter den grauen, um sicherzustellen, dass nichts durchscheint), darüber ein schwarzes T-Shirt, den schwarzen Cardigan und einen schwarzen Schal. Alles in schwarz wäre nicht nötig gewesen, aber ich mochte es so.
* Abends trug ich meist den schwarzen Rock, kombiniert mit einem buntem T-Shirt und dem leichten, schwarzen  Cardigan oder mit einem schwarzen T-Shirt und einem bunten Schal. Gerade in westlich orientierten Hotels und deren Restaurants könnt ihr aber auch eure "normalen" Kleider anziehen.
* Weite Kleider in hellen Farben und Naturtönen waren tagsüber und in der Sonne am angenehmsten zu tragen. Gerade auch die langen, weiten Röcke habe ich sehr schätzen gelernt im warmen Klima.
* Den Kopf habe ich tagsüber meist mit einem Glarnertüechli bedeckt und vor der Sonne geschützt. Dieses passt einerseitz zur moderaten Kleidung, bewahrt aber auch vor Sonnenbrand und Sonnenstich -  ich trage es deshalb nicht nur im Oman, sondern schon lange an allen sonnig-heissen Reisezielen. Wird es doch einmal kühl und zugig, wärmt ein Glarnertüechli auch den Hals tipptop. Es ist somit ein buntes, kleines Accessoire, welches vielfältig anwendbar ist und immer Platz findet in meiner Tasche. Vielleicht mögt ihr aber auch lieber ein Käppi oder einen Sonnenhut tragen?
* Einen Schal hatte ich immer dabei - sei es, um die Haare zu bedecken, wenn wir in abgelegeneren Gebieten unterwegs waren, um mich in der Wüste vor einem Sandsturm und der Sonne zu schützen (perfekt, kombiniert mit einer Sonnenbrille!) oder um mich zu wärmen (Nachts, oder in den Bergen)



Garderobe für den Mann in der Praxis:
* Langärmlige oder kurzärmlige Hemden aus Naturmaterialien wie Leinen und Baumwolle - für tagsüber zumeist in weiss und beige, für Abends nach Lust und Laune.
* Beige Hosen aus Naturmaterialien (Leinen oder Baumwolle) sind am angenehmsten für tagsüber, Jeans und schwarze Hosen für Abends
* T-Shirts und Badehosen für Hotel-Pool und Strand
* Kopfbedeckung, z.B. Käppi, als Sonnenschutz! Unterwegs haben wir auch eine Kummah (bestickte, omanische Kopfbedeckung) gekauft. Die Meinungen, ob sich Ausländer mit dieser traditionellen Kopfbedeckung allenfalls lächerlich und unbeliebt machen oder nicht, gehen im Internet auseinander. Unsere Erfahrung war, dass mein Begleiter damit extrem freundlich behandelt und gegrüsst wurde - sowohl persönlich als auch im Auto.



10. Verhalten / Spezielles


* Mit Fussflächen und sowieso mit Schuhflächen nicht auf jemanden zeigen -  dies ist eine Beleidigung!
* Rechte Hand = reine Hand (essen, Hand geben, winken, etwas engegennehmen...)
* linke Hand = unreine Hand (Reinigung nach Toiletten-Gang)
* Hilfreich: Grosses Tuch oder Schal für jede Situation
* Zum Verhalten während des Rufs des Muezzin habe ich leider keine Informationen gefunden - wir haben uns jeweils einfach ruhig verhalten.
* Während des Ramadan gelten spezielle Regeln und mehr Rücksichtsnahme kann gefragt sein - hier (link) einige Hinweise.
* Alkohol ist im Islam offiziell nicht erlaubt, er wird jedoch in internationalen Hotels (welche eine Lizenz erhalten) und in Hotelrestaurants an Touristen ausgeschenkt, wobei die Zeiten teilweise eingeschränkt sein können... Fürs Auto fahren gilt die nullpromille-Grenze!
* Öffentlich als Paar Zuneigung zu zeigen, z.B. Küssen, Kuscheln, etc. ist nicht erlaubt. Sich an der Hand zu halten wird im Allgemeinen akzeptiert.
* Menschen nicht ungefragt fotografieren! Männer und Kinder mögen gerne einwilligen, viele Frauen sind aber gar nicht einverstanden oder gar begeistert, fotografiert zu werden!
* Viele Omani werden einer Frau nie die Hand geben, was als Anstand und Zurückhaltung gegenüber der Frau, sowie als Respekt gegenüber deren Mann / Begleiter gilt. Stattdessen gibt es die schöne Geste: sich die rechte Hand auf die Herzgegend legen und freundlich nicken.
* In ländlichen Regionen kann es vorkommen, dass ihr als Familie / Paar / Frau im Restaurant direkt in einen "Family Room" des Restaurants und nicht in den allgemeinen Gastraum gebracht werdet. Diese kleine Kabinen werden durch einen Vorhang vor den neugierigen Blicken anderer (Männer) geschützt, sind oft mit einer Plane am Boden ausgestattet, auf welcher man isst, für ausländische Gäste stehen aber manchmal auch Tische bereit.
* Homosexualität ist offiziell nicht erlaubt. In Internationalen Hotels sind natürlich Buchungen von zwei Männern oder zwei Frauen möglich (und auch ziemlich häufig!), in der Öffentlichkeit solltet ihr euch jedoch unauffällig und zurückhaltend verhalten.
* Ein freundliches, offenes "Salam" (ausgesprochen: "Schalam") als Begrüssung geht immer! Salam (Wiki-Link) heisst in etwa: Frieden, Gesundheit, Wohlbehaltenheit. Die ganze Grussformel wäre eigentlich "Salam alaikum" - "Friede sei mit euch", aber das hört man seltener.
* Omani sind im Allgemeinen sehr gastfreundlich, hilfsbereit und interessiert. Zeigt als Reisende gerne auch Interesse und sprecht mit den Menschen, welchen ihr begegnet, daraus können spannende Gespräche und Begegnungen entstehen!


Habt ihr noch Fragen, eigene Tipps oder Empfehlungen? Dann schreibt sie gerne in die Kommentare.
Wenn möglich werde ich diese beantworten und und noch integrieren.

 

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Liebe Reisegrüsse
Miuh

* Einige Fotos in diesem Beitrag wurden von meinem Partner aufgenommen und ich darf sie mit seiner Einwilligung nutzen. Diese Fotos entstehen genauso dem (c) Copyright wie alle anderen Inhalte dieses Blogs.

Kommentare:

  1. Hmmm.
    Mit der Kleidung hätte ich soweit kein Problem, Blusem, Hemden, leichte Hosen, sogar Schal als Koftuch, schon als Sonennschutz gut vorstellbar. In der Wüste würde ich niemals in offenen Schuhen sein möchten, da der Sand sehr heiß ist und weil mich es verrückt machen würde, daß alles zwischen Schuhsohle und meiner Sohle reiben täte.
    Der Strand ist für mich absolut no go. Da wir gerne komplett nackt sind, Bikini ziehe ich noch mit Qual an, wenn es sein muß, aber in kompletten Kleidung ins Wasser gehen...Dann würde ich leiber so brav sein, daß ich aufs Baden ganz verzichte. In einigen Urlauben haben wir schon Frauen in schönen Kleidern (von feinem Stoff) im Meer baden sehen und danach stundenlang in dem nassen und von dem Salz klebenden Kleid in Schatten gesessen sehen. Ich würde da mich sehr unwohl fühlen, und sehr schnell krank sein, vor allem eine Blasenentzündung holen. Und dieses klebrige Gefühl von Salz geht bei dem ersten Waschgang gar nicht aus, dann auch noch mit einem edelen Kleid es zu machen. Ich verstehe und akzeptiere völlig ihre Bräuche, aber es ist für mich eine sehr weite Welt, wo ich mich nicht unbedingt tiefer eintauchen möchte, weil es mir zu schwer fällt. Ich akzeptiere es schön von weitem un sehne mich nicht dorthin.
    Liebe Grüße
    Ps. Schade, daß du dich nicht zeigst, ein Blog geht für mich auch sehr darum, jemanden kennelernen zu dürfen...

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    1. Liebe Flögi, ja, das hat etwas... Ein wenig Stoff (ein Bikini halt) mag ich zum Baden und sonnenbaden zwar schon noch. Nass mag ich es allerdings auch nur an mir, wenn das Wetter seeehr heiss ist!)
      In einem Wadi (Bergtal) habe ich tatsächlich in Kleidern gebadet. Das ist aber schon sehr mühsam! Die nassen Kleider habe ich danach ausgezogen (was natürlich auch sehr umständlich war, hinter einem Badetuch mit all den Leuten rundherum...) und mich wieder trocken angezogen.
      Ein anderes Mal würde ich dort wohl nicht mehr unbedingt in Kleidern baden gehen, sondern vielleicht nur die Füsse ins Wasser halten.
      Liebe Grüsse, Miuh

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    2. Im Süßwasser finde ich nicht so schlimm (mit Klamotten). ;-)
      Das naße Bikinihöschen ist bei mir leider gleich Blasenentzündung, deshalb habe ich (und auch mein Mann zwei oder sogar drei davon dabei) und wir wechseln (mühsam) bei jedem rein-und rausgehen ins/ausm Wasser...
      Liebe Grüße

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  2. Wow, das scheint ja eine richtige Herausforderung zu sein, sich dort richtig zu kleiden...
    Sehr schöne Fotos, auch von der Landschaft im Hintergrund.
    Viele Grüße, Synnöve

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    1. Liebe Synnöve, vielen Dank! Ich hoffe, dass ich schon bald noch viel mehr von den wunderschönen Landschaften zeigen kann!
      Zu kompliziert sollten die Kleidertipps eigentlich nicht herüberkommen :-)
      Ehrlich gesagt, habe ich mir vor der Reise viel mehr Gedanken und zu viele Sorgen gemacht, ob und wie ich mich dann "richtig" anziehe... Es gibt so viele Möglichkeiten - und eben: oft hat man das Meiste schon zu Hause.
      Liebe Grüsse, Miuh

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  3. Hallo Miuh, das hast Du wirklich toll zusammengestellt.
    Mein Mann & ich fliegen morgen zum 5.mal in den Oman. Allerdings ist unsere letzte Reise schon ca. 7 Jahre her und diesmal nehmen wir unsere Kinder (9 & 11) mit. Unsere Vorfreude ist groß (wie du bestimmt nachvollziehen kannst :-) ) und ich bin gespannt, was unsere Kinder zu Land, Leute & Kultur sagen.

    Liebe Grüße aus der Nähe von Hamburg
    cateye

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    Antworten
    1. Liebe Cateye, das freut mich sehr! Und ja, und wie ich eure Vorfreude verstehen kann...! Wie gerne würde ich auch schon morgen wieder in den Oman reisen, die schönen Landschaften entdecken, schnorcheln, essen, trinken und den Service geniessen. Habt' s gut und geniesst die Zeit!
      Liebe Grüsse, Miuh.
      PS Bald reise ich auch schon nach Hamburg und bin schon sehr gespannt...

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  4. Hi, also erst einmal wollte ich sagen, dass ich deine Tipps extrem hilfreich fand und mir auch bissl Sicherheit gegeben haben, da ich doch recht nervös bin ^^ was ich fragen wollte, ich fotografiere für mein Leben gerne und wollte fragen Ob du bei den Fotos mit den Kamelen und dem Mann mit Kind bzw bei den 2 Indern vorher wirklich gefragt hast bezüglich fotografieren, da es eig eher wie Momentaufnahmen wirken
    Lg
    Veri

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    1. Hallo Veri, vielen Dank für Deinen Kommentar! Ich freue mich sehr, dass ich Dir mit den Tipps etwas helfen kann!
      Die Nervosität kenne ich gut und ich beantworte darum gerne auch weiterführende Fragen.
      Mit den beiden Fotos war es so:
      Die beiden Inder (von hinten) habe ich nicht gefragt, das ist wirklich eine absolute Momentaufnahme aus dem Souk. Sie sind meiner Meinung nach nicht erkennbar und schon gar nicht habe ich ihnen "ins Gesicht fotografiert" oder sie portraitiert. Natürlich ist es immer auch eine persönliche Meinung, aber das finde ich so unproblematisch.
      Anders war es, als ich kurz nach unserer Ankunft zum ersten Mal im Souk die Stimmung und den Ort fotografieren wollte: Ich bemerkte, dass einige Frauen in unsere Richtung schauten und das nicht mochten (obwohl sie eigentlich nicht mein Motiv waren). Da habe ich das fotografieren gelassen und war auch in Zukunft zurückhaltender an öffentlichen Orten. Wie schon erwähnt, sollte man mit dem Fotografieren von Frauen allgemein zurückhaltender sein, als bei Männern.
      Das Bild des Mannes mit Kind ist zwar nicht gestellt, aber die Situation war nicht so "natürlich" / ursprünglich wie es vielleicht aussieht. Da waren wir in einem Wüstencamp (absolut schön, aber eher ein "Ferienhäuschen-Dorf" in der Wüste, also nicht bei Nomaden zu Gast oder so) Man durfte Morgens auf den extra von diesem Omani mitgebrachten Dromedaren reiten, sie streicheln, usw. Dabei durften wir auch ausführlich fotografieren und filmen. Mit dem Mann haben wir auch gesprochen und das lustige dabei war, dass er einen Freund in der Schweiz hat und sogar schon einmal hier war.
      Ganz allgemein ist es nicht so, dass Menschen im Oman nirgendwo auf einem Foto auftauchen dürfen, aber als Hauptperson oder sehr direkt erkennbar lieber nicht ungefragt (ähnlich wie bei uns), wobei die Frauen das meist noch etwas strenger sehen.
      Liebe Grüsse und hoffentlich eine schöne Reise, Miuh

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    2. Danke, war wirklich hilfreich und ich freu mich jtz schon sehr auf die Reise und hoffe sie wird genauso nett für mich wie für dich ��

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    3. Hallo Miuh,

      vielen Dank für Deinen ausführlichen Post und die detaillierte Darstellung zum Thema Kleiderregeln.
      Ich habe einen sehr interessanten Einblick in Deine Handlungsweise erhalten und dies mit großem Interesse verfolgt. Als Gast in diesem Land sehe ich genauso wie Du die Selbstverständnis, sich den dortigen Gepflogenheiten anzupassen und den Regeln des Landes zu folgen.

      Dazu gehören eben nun auch ein paar Vorgaben bei der Bekleidung. Dies achten wir selbst aber sehr gerne und macht oftmals das Leben auch sehr viel einfacher. Ermöglicht aber auch den Kontakt zu den Einheimischen und den Blick auf mehr als nur den eigenen Hotelpool.

      Dankeschön für deinen sehr interessanten Beitrag.

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    4. Lieber Joergmichael, vielen Dank, das freut mich sehr! Ja, sich etwas anzupassen und für die lokale Kultur und Tradition zu interessieren, kann einem so viel bringen: Einsichten, spannende Gespräche... und nicht zuletzt auch einmal eine andere Sichtweise für sich selbst. Liebe Reisegrüsse, Miuh

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  5. Sehr cooler und ausführlicher Beitrag! :) Bei uns geht es im September in den Iran und da gelten ganz ähnliche Regeln. Ich finde es schon nicht ganz leicht, die richtige Kleidung zu finden. Gleichzeitig ist es total spannend, in einem Land zu sein, das so anders ist als unser Heimatland. Ich finde es super, dass du auch die Verhaltensregeln so detailliert auflistest!

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    1. Liebe Silvia, danke vielmals! Ja, die Regeln sind je nach Land oder sogar nach Region verschieden... Mit etwas beobachten und allenfalls anpassen ist man meistens gut dabei. Ganz viel Spass, schöne erfahrungen und interessante Erlebnisse wünsche ich Euch dann im September im Iran! Liebe Grüsse, Miuh

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