Donnerstag, 7. März 2019

Wüstenhimmel: Der Himmel über der riesigen Rub al-Khali Wüste im Oman

Ach, die Wüste! Sie ist schon seit einigen Jahren ein Sehnsuchtsort für mich. Obwohl: "die" Wüste gibt es so ja gar nicht: Jede Wüste ist anders, auf ihre Art speziell. Wüsten gibt es in verschiedenen Ländern und mit unterschiedlichen Geografischen und Geologischen Besonderheiten - Sandwüsten, Steinwüsten, mit rotem, goldenem oder weissem Sand, kleine, grosse, bekannte und weniger bekannte. Eines ist den Wüsten gemeinsam: eine spezielle, beeindruckende Stimmung!




Dieser Beitrag mit den Wüstenhimmel - Fotos ist ein kleiner Vorgeschmack auf einen viel ausführlicheren Artikel mit hilfreichen Fakten und einem persönlichen Reisebericht über unsere Fahrt durch die Rub al-Khali Wüste vom Norden des Oman bis in den Süden. Aber die Wüste, das sind eben nicht nur Fakten und Informationen, das ist für mich vor allem auch ganz viel Gefühl, sich ganz klein fühlen und einfach nur staunen.




Die Sahara-Wüste kennen wohl die meisten... Von der Rub al-Khali, auch Rub al-Chali genannt, hatte ich persönlich vor unserer Oman-Reise noch nie gehört, dabei ist sie die grösste Sandwüste der Erde! Erst, als ich in den Oman reiste, lernte ich die Rub al-Khali kennen und habe auch gelernt, dass sie sich vom Oman aus in den Osten bis weit nach Saudiarabien, im Norden in die Vereinigten Arabischen Emirate und im Süden bis nach Jemen erstreckt.




Teilweise sind auch hier die Eingriffe des Menschen in die Natur zu sehen (Da die meisten der Fotos hier während eines Zwischenhalts im Wüstenstädtchen Haima aufgenommen wurden, sind auf relativ vielen Fotos Spuren der Zivilisation...), streckenweise aber auch nur Natur pur.

Grenzen verschwimmen hier in der Wüste - und der Himmel erst recht...  Deshalb zeige ich euch nun ohne viele weitere Worte Fotos vom Wüstenhimmel - mit etwas Wüste natürlich - und hoffe, dass diese Bilder euch ein wenig die Gefühle vermitteln, welche mich hier ergriffen haben:




















Seid ihr auch fasziniert von der Wüste? Habt ihr die Wüste schon erlebt, oder würdet sie gerne einmal bereisen und erleben? Schreibt mir doch einen Kommentar.

Ich freue mich über eure Wüsten-Erfahrungen, -Erlebnisse und -Träume!




Liebe Reisegrüsse
Miuh


P.S. Gerne zeige ich die Wüste des Oman und den Himmel darüber uch beim Freutag

Montag, 4. März 2019

Oman Roadtrip: Bait al-Sarooj, unbekanntes Fort zwischen Muscat und Nizwa

Alte Forts und Festungen mit spannender Geschichte gibt es im Oman viele: bekannte wie das Nizwa Fort, das Bahla Fort oder das Nakhal Fort, aber auch kleinere und unbekannte wie zum Beispiel Bait al-Sarooj. Auch diese sind unbedingt eine Empfehlung wert, wenn ihr an historischen Gebäuden interessiert seid!




Einige der Forts sind restauriert, bei anderen findet ihr heute nicht viel mehr als ein paar aufeinandergestapelte Steine oder Grundmauern. Nicht alle alten Festungen sind zugängliche, einige könnt ihr auch nur von aussen besichtigen - und auch so geben sie wunderbare Fotomotive ab!





Erlebnisbericht: Wie wir Bait al-Sarooj entdeckt haben, war ein kleines Abenteuer:

Wir waren gerade zum ersten Mal im Oman gelandet, unterwegs von Muscat nach Nizwa und noch hin- und hergerissen zwischen viel Entdeckerfreude und doch etwas Unsicherheit vor der unbekannten arabischen Kultur und den noch fremden Menschen...






Als wir von weitem ein kleines Fort sahen und ein Schild dazu, bogen wir spontan von der Hauptstrasse in die schmaleren Nebenstrassen ab, parkierten das Mietauto und schauten das Fort von aussen an. Beim aus schwerem Holz gefertigten, schön geschnitzten Tor zögerten wir... es war offen und erlaubte uns einen kleinen Blick ins Innere!






Plötzlich trat ein Mann aus dem dunklen Raum heraus. Ob wir zu aufdringlich und zu nahe zum Fort hin waren? Er sprach nicht, winkte uns nur mit Handzeichen heran, in die Festung hinein und dort in den ersten Raum. Während er bei der Tür stehenblieb, versuchten wir im Dunklen etwas zu erkennen und schauten aus dem vergitterten Fenster.




Schlagartig kamen mir Szenen aus einer "Traumschiff-Folge" (Das Traumschiff - Oman - Folge 49) in den Sinn, welche wir vor der Abfahrt noch geschaut hatten... keine seriöse Vorbereitung, ich weiss ;-) aber wir haben einfach alles geschaut, bei dem "Oman" draufstand! Von einem bösen deutschen Wissenschaftler angeheuerte Omanis hatten in der Folge ein junges Paar in ein dunkles, altes Fort geworfen und eingesperrt. Der Mann hier müsste nur noch die Tür hinter uns schliessen - ob wir dann auch wieder hinausfinden würden? Ach was! Er war nur freundlich, weg mit den doofen Gedanken!




Die steile Treppe hoch, eine kleine Fledermaus flog uns entgegen und streifte meinen Reisebegleiter - zum Glück sind wir was Tiere angeht nicht schreckhaft, sondern eher Tier-Fans!




Der Unbekannte führte uns in jeden Raum des Forts und öffnete jeden Fensterladen, so dass das Sonnenlicht die Räume erhellte. Nur auf meine interessierten Fragen reagierte er nicht... es war doch unmöglich, dass er keine einzige davon gehört hatte?




Erst später wurde mir bewusst, dass bei weitem nicht alle Menschen, die im Oman leben auch Omani sind und mehrheitlich Englisch verstehen! Viele Expats aus Indien, Pakistan und weiteren Ländern wohnen und arbeiten hier und einige können eben auch keine Fremdsprachen.




So beschränkten wir uns dann darauf, zu nicken, zu lächeln und unsere Begeisterung nonverbal zu zeigen. Je länger je mehr waren wir überwältigt: eine Privatführung nur für uns, welche Ehre!




Das Highlight war für mich das Dach des Forts mit der Aussicht über die Umgebung, mit der Oman-Flagge, welche im Wind wehte und mit den Zinnen, welche coole Aus- und Durchblicke erlaubten - und auch hier: Alles nur für uns!






Das Bait al-Sarooj Fort wurde schon restauriert, hier und da sind elektrische Schalter zu sehen. Mit dem frischen Lehm-Verputz wirkt die Festung beinahe modern - obwohl sie  bereits im Jahr 1694 gebaut worden sein soll.




Gemäss einem Online-Auszug des "Rough Guide to Oman" soll das Bait al-Sarooj Fort - auch Sarooj-House genannt - nicht öffentlich zugänglich sein. Ob regelmässig Führungen stattfinden, oder wir einfach nur riesiges Glück hatten, weiss ich nicht.




Diese private Besichtigung des Bait al-Sarooj - Forts war eines der ersten sehr beeindruckenden Erlebnisse im Oman für mich. Die bedingungslose Offenheit, mit der wir hier empfangen und willkommen geheissen wurden, hat auch unsere weitere Reise geprägt.




Natürlich wollten wir am Schluss unserem Guide die private Führung auch bezahlen. Doch wie viel Geld ist dafür angemessen? Wir wählten einen Betrag etwas höher als normalerweise für die Besichtigunt eines solchen Forts üblich, um uns auch noch für die persönliche Betreuung erkenntlich zu zeigen und lagen damit augenscheinlich richtig.




Ja, im Nachhinein schämte ich mich beinahe ein wenig über meine anfänglichen Gedanken und Ängste. Natürlich sind etwas Vorsicht und vernünftiges Verhalten immer angebracht. Tatsächlich ist jedoch im Oman eine grosszügige und unvoreingenommene Gastfreunschaft üblich und die Freude und der Stolz auf das eigene Land, seine Kulturgüter und Geschichte weit verbreitet.




Um eine schöne Erfahrung und spannende Eindrücke reicher setzten wir unsere Fahrt in Richtung Nizwa fort. Die Omanische Flagge vom Turm des Forts schien uns zum Abschied zuzuwinken...




Bait al-Sarooj findet ihr auf Google Maps HIER


Den ganzen Bericht über unsere Oman-Reise findet ihr HIER:
Oman Roadtrip: Eine abenteuerliche Traum-Reise durch das ganze Land


Einen Bericht über das wohl grösste und bekannteste Fort des Omans zeige ich euch HIER:
Oman Roadtrip: Nizwa, die altertümliche Stadt (Erlebnisbericht und Tipps)

Faszinieren euch auch zerfallene alte Häuser und Lost Places, seht ihr mehr dazu HIER:
Oman Roadtrip: Verlassene Dörfer im Wadi Bani Habib und lost Places in den Bergen des Oman




Liebe Reisegrüsse, Miuh


P.S. gerne zeige ich das Fort Bait al-Sarooj auch beim Freutag

Samstag, 23. Februar 2019

Oman Roadtrip: Verlassene Dörfer im Wadi Bani Habib und lost Places in den Bergen des Oman

Alte, verlassene Dörfer in bergigen Wadis, halb verfallene, traditionelle Stein- oder Lehmhäuser, aufgegebene Gärten, die zu Lost Places wurden... auch das ist ein faszinierender Teil des Oman! Eines dieser verlassenen Bergdörfer des Oman zeige ich euch hier: das Wadi Bani Habib.




Der Grund, dass die Bewohner ausgezogen sind, ist oft, dass die alten Häuser schwer und nur über Fusswege zugänglich waren. Deshalb wurden manchmal für die ganze Dorfgemeinschaft neue Unterkünfte an einem erschlossenen Ort in der Nähe gebaut, so auch hier.




Auf der Fahrt vom Alila Jabal Akhdar Hotel in Richtung Nizwa und später weiter durch die Rub al Khali Wüste haben wir eines dieser Dörfer, das alte al Habib, besucht, da es einigermassen am Weg lag. Es gibt noch viele mehr, dieser verlassenen, engl. abandoned, Dörfer (Links dazu findet ihr am Schluss des Beitrages) - einige sind besser erhalten und werden gar restauriert, andere wie das im Wadi Bani Habib sind schon recht stark verfallen - ein richtiger Lost Place also.




Um Wadi Bani Habib zu erreichen, könnt ihr auf dem Sayq Plateau, einer Hochebene zwischen all den hohen Bergen wie Jabal Akhdar oder Jebel Shams, nach Saiq abbiegen, fahrt an einem kleinen Flughafen (Saiq Airport) vorbei und kommt anschliessend ins "neue" Dorf al Habib. Wenn ihr ganz bis zum Ende fahrt, befindet ihr euch zum Schluss in einer Sackgasse mit einem kleinen Parkplatz und einem Aussichtspunkt, von wo ihr über das alte, verfallene Bergdorf Wadi Bani Habib seht.






Vom Aussichtspunkt aus führt eine teilweise etwas wackelige, unsichere Treppe hinunter ins Wadi. Bei unserem Besuch hat hier ein älterer Mann mit einem Esel frisches Gras hoch transportiert - wenigstens die Gärten, Felder und Plantagen unten im Tal werden hier also zumindest teilweise noch bewirtschaftet.




Unten angekommen, könnt ihr auf der anderen Talseite wieder hochsteigen in Richtung des zerfallenden Dörfchens. Aber Achtung: die Häuser sind nicht nur stark einsturzgefährdet, viele davon sind tatsächlich schon ganz oder teilweise zusammengestürzt und ins Tal gerutscht. Dadurch werden alte Wohnräume, Türen, ehemalige Gässchen und die ursprüngliche Bauweise sichtbar.






Wenn ihr euch dem alten al Habib nähert oder es gar entdecken und besichtigen wollt, müsst ihr jederzeit mit instabilem Untergrund, einstürzenden Dächern oder Hausteilen und fallenden Steinen rechnen. Wie so oft im Oman sind auch hier die gefährlichsten Stellen frei zugänglich - eine Freude für das Entdeckerherz, aber auch ein Grund, vorsichtig und vernünftig zu sein!






Auch der Ausblick aus sicherer Entfernung auf das alte Dörfchen ist schon beeindruckend. Tröstlich ist der Blick nach rechts, wo das neue, gut erschlossene Dorf (wenn auch nicht ganz so romantisch) das Wadi überblickt. Das alte al Habib wurde also nicht zum Lost Place, weil seine Bewohner starben oder flüchten mussten, sondern weil sie der Bequemlichkeit gefolgt sind.




Um den Ort vom Aussichtspunkt aus zu fotografieren und auf euch wirken zu lassen, reichen einige Minuten (plus der Umweg um hierher zu fahren), was gut geht als Abstecher während der Durchreise. Wenn ihr das Wadi Bani Habib mit den alten Häusern und Plantagen ausführlich entdecken mögt, ergibt sich ein schöner Tagesausflug, zum Beispiel vom Alila Jabal Akhdar Hotel oder von Nizwa aus. Denkt dann unbedingt an gute, feste Schuhe, respektiert die Einheimischen, deren Besitz und Privatsphäre und riskiert in den Ruinen nicht Kopf und Kragen...




Mögt ihr solche alten, teilweise noch bewohnten, manchmal aber auch schon etwas verfallene und verlassene Dörfer?

Lost Places, also verlassene Orte, interessieren mich, wo auch immer ich bin - ob zu Hause, oder auf Reisen. Mehr Berichte dazu aus Schweden, Australien, London und Italien findet ihr deshalb HIER.

Leider - oder auch zum Glück, denn so bleiben sie eher vor Vandalen verschont - sind solche Abandonned Places nicht immer ganz leicht zu finden...

Wenn euch die Geschichte und Magie der Alten Dörfer im Oman ebenso anzieht, wie mich, findet ihr in der folgenden Linkliste einige zusätzliche Inspirationen zum Wadi Bani Habib selbst, aber auch zu weiteren alten Dörfern und einigen Festungen im Oman:


Links - Wadi Bani Habib:

- Wadi bani Habib, Oman / Franks Travelbox
- Wadi Bani Habib / Midnight Oman
- Das Geisterdorf Wadi Bani Habib / Reissaus-Blog
- Wadi Bani Habib, Saiq Plateau, Jebel Akhdar / Y Magazine Oman (Englisch)
- The beautiful rooms of Wadi Bani Habib / Oman Daily Observer (Englisch)


Weitere alte und teilweise verlassene Dörfer in den Bergen des Oman findet ihr hier:

Links - alte Dörfer im Oman:

- Manah  Link: Manah and the Fortress of Fiqain / Y Magazine Oman (Englisch)
- Ghul  Link: Trip Advisor review und Wegbeschreibung: Ghul Ghost Village
- Al Hamra & Misfah / Misfat al Abriyyin  Link: Bewässerungssysteme der Oase Misfat al Abriyyin / Reisememo
- Bilad Sayd / Sayt  Link: Oman Tourism: Visit Bilad Sayt, Oman's most pitoresque village / Times of Oman (Englisch)
- Birkat al Mouz / Mawz  Link: Ruins and Oasis of Birkat al Mawz Oman / ZigZag on Earth (Englisch)
- Munisifeh  Link: Al Munisifeh, Oman - Ruins from a powerful Tribe / ZigZag on Earth (Englisch)



Einige bekannte, aber auch noch unbekannte und nicht restaurierte Forts, Befestungen und Türme im Land zeige ich euch hier:

Links - alte Festungen im Oman:

- Jamma Castle  Link: Jamma Village / Oman Tripper (Englisch)
- Bahla Fort  Link: Bahla Fort / Oman Tripper (Englisch)
- Jabrin Castle  Link: Jabreen Castle / Oman Tripper (Englisch)
- Nizwah Fort  Link: Nizwah, die altertümliche Stadt / Geheimtippreisen
Weitere Festungen findet ihr auf der Seite von Oman Tourism (link)


Bait al-Sarooj ist ein noch wenig bekanntes Fort zwischen Muscat und Nizwa


Wenn euch der Oman gefällt und ihr gerne mehr darüber lest, findet ihr hier:
Oman Roadtrip: Eine abenteuerliche Traum-Reise durch das ganze Land
Mein Oman-Portal mit zahlreichen Reiseberichten, Geheimtipps, Empfehlungen und praktischen Tipps zum Oman.

Liebe Reisegrüsse und viel Freude beim entdecken dieser faszinierenden, alten Orte im Oman
Miuh


PS Gerne zeige ich das alte Wadi Bani Habib auch beim Freutag

Montag, 18. Februar 2019

Drinks, Pubs und Essen in Dublin

Wo gibt es die coolsten Pubs, die besten Drinks, speziellen Whiskey und lokale Biere in Dublin? Und wo findet ihr feines Essen, ursprüngliche Pubkultur und die besten Empfehlungen für Vegetarier? Hier zeige ich euch Geheimtipps, Informationen und legendäre Locations in Dublin:


Einleitung 
1. Whiskey in der Jameson Distillery
2. Dunkles Bier und die höchste Bar Dublins im Guinness Storehouse
3. Drei besondere Bars und Pubs in Dublin
4. Vier bekannte und legendäre Bars und Pubs in Dublin
5. Sechs empfehlenswerte, aussergewöhnliche (Vegi-) Restaurants in Dublin 
6. Hervorragenden Irischen Whiskey mit nach Hause nehmen - auch mit Handgepäck 
7. Mehr Irland-Tipps: Die Küste im Süden und im Norden Dublins 
 

Kulinarisch bietet Dublin sehr viel... Natürlich gibt es in der Stadt noch sehr viel mehr zu sehen und zu erleben, aber die Pub-Kultur ist doch sehr beeindruckend und präsent!

So werdet Ihr in diesem Beitrag ganz typische Empfehlungen finden für bekannte Bars, die ihr einfach einmal sehen müsst, aber auch Tipps zu unerwarteten Locations, wo ihr nicht nur Touristen, sondern vor allem die Locals trefft.




Zu Dublin und Irland kommen euch wahrscheinlich sofort die bekannten Getränke Irlands: Guinness und Whiskey in den Sinn... und es wird euch hier auch ganz einfach gemacht, beides als kulinarische Sehenswürdigkeit kennenzulernen:


1. Whiskey in der Jameson Distillery


Die Jameson Distillery (link)... hat eine lange und spannende Geschichte. Von aussen hat das Gebäude der alten Firma so richtig einen industriellen Touch, drinnen jedoch wurde sehr gemütlich und romantisch eingerichtet und dekoriert. Für 22 Euros könnt ihr zum Beispiel an einer Führung teilnehmen, bei welcher euch kurzweilig und mit viel Humor die Firmengeschichte und viel Wissen zum Irischen Whiskey nähergebracht wird.




Nach der Führung ist am Schluss eine Degustation von drei verschiedenen Whiskeys - ein Amerikanischer, ein Schottischer, sowie ein Irischer - enthalten, was mit dem neu erlangten Wissen besonders spannend ist. Im Anschluss wird auch noch ein Getränk offeriert: je nach Wunsch ein Whiskey oder ein Mischgetränk. 

Die Jameson Distillery wurde im 2017 wieder neu eröffnet und bietet nun verschiedene Programme an. Bei Gelegenheit würde ich sofort nochmals hingehen, weil mir hier ein super Einstieg ins Thema Whiskey geboten wurde.

Ihr könnt hier zum Beispiel die oben schon erwähnte Führung mitmachen, an einer Whiskey Blending Masterclass teilnehmen und anschliessend euren eigenen Whiskey mit nach Hause nehmen, einen Whiskey-Cocktail - Kurs erleben, euch durch eine Whiskey-Degustation probieren, oder gar Fassproben degustieren.





2. Dunkles Bier und die höchste Bar Dublins im Guinness Storehouse


Seid ihr eher an Bier, als an Whiskey interessiert? Dann passt es wunderbar, dass ihr in Dublin auch in der Heimat des bekannten, dunklen Bieres "Guinness" seid:

Das Guinness Storehouse (link) habe ich an einem speziellen Anlass kennengelernt und deshalb in der kurzen Zeit bei weitem nicht alle interessanten Fakten erfahren. Was aber auf jeden Fall sehr beeindruckend ist: Das Gebäude und damit die ganze Ausstellung, sowie die Gastronomie sind in einer spannenden Architektur über sieben Stockwerke hinweg aufgebaut.




Über dem Museums-Teil findet Ihr im vierten Stock die "Guinness Academy", sowie die "Connoisseur Bar", deren Räume trotz der Höhe eher wie gemütliche Keller-Bars wirken.

Im fünften Stock sind mehrere Restaurants untergebracht und schliesslich im siebten Stock findet ihr die Gravity Bar - die höchste Bar in Dublin - aus der ihr eine wunderbare Aussicht auf die Stadt geniessen könnt.
 
Tickets bestellt ihr am besten über die Guinness-Tickets-Homepage vor, diese kosten je nach gewünschter Uhrzeit zwischen 18.50 und 25 Euros. Ein offeriertes Guinness ist im Preis inbegriffen.

Auch wenn ihr wie ich eigentlich keine Biertrinker seid, lohnt es sich, hier unbedingt einmal ein Guinness zu probieren! Schliesslich haben mir alle Einheimischen versichert, dass ein Guiness in Dublin am allerbesten schmeckt, denn es reist angeblich nicht gerne und verliert je mehr an Geschmack, je weiter es von "zu Hause" weg ist...




3. Drei besondere Bars und Pubs in Dublin


Nun aber wie versprochen zu den Pubs und Bars! Davon gibt es in Dublin sehr, sehr viele... Spaziert ruhig durch die Gassen, lasst euch treiben und geht dort hinein, wo euch die (live-) Musik gefällt, die Leute am lautesten lachen oder einfach das Ambiente super ist. Ihr braucht dafür auch nicht unbedingt Geheimtipps oder Empfehlungen.

Wenn Ihr aber etwas Besonderes sucht, kann ich Euch folgende drei Lokale aus eigener Erfahrung empfehlen:




The Brazen Head (link) soll Irlands ältestes Pub sein und dessen Geschichte bis ins Jahr 1198 zurückreichen. Auch heute noch finde ich, es ist unbedingt eine Empfehlung wert! Im alten, verschachtelten Gebäude mit den verschiedenen kleinen und grösseren Bar-Räumen herrscht eine freundliche, unkomplizierte Atmosphäre.

Gutes Essen (zum Beispiel der typische Deep Fried Brie mit Cranberry Sauce und Salat, mmmh!) wird serviert und ihr fühlt euch hier bestimmt wohl, ob alleine, als Paar oder auch in einer Gruppe.

Sobald es das Wetter erlaubt, stehen auch viele Leute draussen vor dem Pub und man fühlt sich gleich willkomen, sich dazu zu stellen. Der Leitspruch des Lokals: "There are no strangers here, only friends who have never met!" passt hier perfekt!




Ganz anders und sehr speziell wirkt das Café en Seine (link): Tagsüber ein schickes Café, in welchem ihr Tee trinkten könnt, findet ihr hier Abends eine opulente, gediegene Art Deco - Bar hinter den unauffälligen Mauern.

Das Ambiente ist Anfangs eher ruhig und edel, das Personal zuvorkommend und feines Essen und Getränke werden serviert. Später wird die Stimmung immer lockerer und ausgelassener und am Wochenende wird die Bar auch zum Club mit lauter Musik und Tanz. Von einem ruhigen Abend zu zweit bis zu fröhlichem "sehen und gesehen werden" ist hier alles möglich.

Sonntags ist das Programm im Café en Seine wieder anders, dann wird jeweils live Jazz gespielt.




Nochmals anders ist das House Dublin (link) - eine romantische, entspannte Bar. Im Hauptraum, welcher einem riesigen Wintergarten gleicht, ist die Stimmung mit der relaxten Einrichtung und der dezenten Beleuchtung etwa so, wie ihr es euch in einer schönen Sommernacht erträumt.

Der "Redroom" hingegen ist eine opulente ganz in rotem Stoff eingekleidete Bar. Diese wird am Wochenende zu einem Club, in welchem in spezieller, gediegener Atmosphäre getanzt wird.

Ihr könnt im House Dublin tagsüber wie auch Abends essen, die Drink-Auswahl ist grandios riesig und vor allem Gins und Whiskeys sind hier in einer beeindruckenden Anzahl vorhanden und werden vom freundlichen Personal gerne erklärt.
(Leider habe ich kein Foto dieses Lokals, aber über den Link findet Ihr eine Gallerie)


4. Vier bekannte und legendäre Bars und Pubs in Dublin


Nun stelle ich euch noch vier klassische, legendäre, teilweise sehr bekannte Locations in Dublin vor:

Am bekanntesten als Ausgehmeile ist in Dublin das Temple Bar Viertel und am allerbekanntesten die Temple Bar (link) selbst. Hier spielt oft Livemusik, es feiert das internationalste Publikum und es herrscht immer gute Stimung. Wollt Ihr ausgelassen feiern, seid Ihr hier absolut richtig! Wenn Ihr aber eher das Dublin und die Pubs der Einheimischen kennenlernen wollt, besucht ihr besser ein anderes Viertel / eine andere Bar.

O'Donoghue's Pub (link) ist eines der legendärsten Pub's in Dublin. Musik hat hier immer eine grosse Rolle gespielt und tut es auch heute noch. Dieses Pub wird von den Iren selbst sehr gerne besucht, ist aber unterdessen auch in vielen Reiseführern beschrieben. Dementsprechend laut und rappelvoll ist es hier jeweils und da es auch praktisch keine Sitzplätze gibt, werdet ihr dicht gedrängt stehen.

The Celt (link) ist noch ein traditionelles - welches schon nicht... - Pub  in Dublin. Livemusik gibt es hier täglich und nicht nur gut zu trinken, sondern auch gutes Essen. The Celt ist authentisch, was die Deko, aber auch die Besucher angeht.

The Liquor Rooms (link) ist DIE Cocktailbar in Dublin. Es gibt hier eine riesige Auswahl an kreativen und legendären Cocktails, die teilweise auch sehr speziell und liebevoll dekoriert sind. Das Ambiente der Räume erinnert mit den Tapeten etwas an riesige (aber kuschelig dunkle) Wohnzimmer.


5. Sechs empfehlenswerte, aussergewöhnliche (Vegi-) Restaurants in Dublin


Zum Essen seid ihr vor allem Abends oft auch in den Pubs gut bedient. Trotzdem habe ich auch einige Restaurants rausgesucht, die aus verschiedenen Gründen eine spezielle Empfehlung wert sind! Einige davon sind Vegetarisch, was in den Pubs naturgemäss schwieriger zu finden ist...


Das Cornucopia (link) hatte ich mir vorher notiert und es war glücklicherweise gerade in der Nähe, als ich auf meiner Dublin-Tour hungrig wurde. Es ist ein Vegetarisches Restaurant, das euch aber immer auch vegane, glutenfreie und raw - Menüs bietet. Die täglichen Angebote an Suppen, Salaten und anderen Gerichten sind auf Tafeln notiert und können an der Theke nach Wunsch kombiniert und bestellt werden.




Zuerst dachte ich, mein gewählter Rotkohl-Karotten-Salat sehe etwas gar "biologisch" anstatt lecker aus... denn Vegetarisches Essen muss für mich ein Genuss sein, egal wie gesund es ist! Doch ich wurde nicht enttäuscht: Der Salat, aber auch der Hummus mit Pitabrot, die marinierten Oliven und der frische Fruchtsaft waren sehr, sehr fein! Das Cornucopia ist freundlich und hell eingerichtet und für Alleinereisende sind die Sitzplätze mit Aussicht am Fenster ideal.


Govinda's (link) Serviert wird hier feines Vegetarisches Essen, sowohl in Europäischem als auch in Indischem Stil und die Portionen sind gross und günstig. Ihr wählt eine Tellergrösse und stellt euch dann die Gerichte nach Wunsch zusammen (oder probiert gleich alles). Das Ambiente ist dafür nicht so überragend.

Honest to Goodness (link) Hier gibt es sehr gute Sandwiches, Suppen, Salate und Pizzas - nicht nur, aber auch Vegetarisch. Ausserdem stehen Morgens beliebte Frühstück - Menüs zur Auswahl.

The Church (link) ist tatsächlich eine ehemalige Kirche, die zu einer Bar und einem Restaurant umgebaut wurde. Im Erdgeschoss befindet sich die grosse Bar, auf der Galerie das Restaurant und am Wochenende gibt es zusätzlich im Untergeschoss einen Nachtclub. Rund um die Kirche findet ihr ausserdem eine grosse Terasse. Das Ambiente ist einmalig und beeindruckend, etwas Besonderes.

L Mulligan Grocer (link) bietet gutes Essen und eine schöne Auswahl and Bier (Craft Beer), Whiskey und Gin in freundlicher Athmosphäre. Das Pub / Restaurant ist nicht Vegetarisch, aber Ihr werdet immer einige Vegetarische Gerichte finden. Spezialität des Lokals sind die jeweils passenden Biere zu den Hauptmahlzeiten, sowie Whiskeys zu den Desserts, die vorgeschlagen werden.

Blazing Salads (link) ist ein Takeaway mit Vegetarischem Essen in Asiatischem und Orientalischen Stil. Die Angebote wechseln täglich, sind fein und frisch und die Bedienung ist freundlich.


6. Hervorragenden Irischen Whiskey mit nach Hause nehmen - auch mit Handgepäck


Nun hoffe ich, Ihr seid kulinarisch so richtig gut ausgestattet und müsst weder Hunger noch Durst leiden während Eurer Zeit in Dublin... Was aber, wenn ihr euch gerne eine Flasche des feinen Irischen Whiskeys nach Hause mitnehmen wollt?




Auch für den Fall, dass ihr gerne einen der Irischen Whiskeys mit nach Hause nehmen wollt und euch während des Aufenthaltes nicht entscheiden konntet, oder sogar nur mit Handgepäck reist - und deshalb keine Flüssigkeiten durch die Sicherheitskontrolle nehmen könnt -  gibt es einen super Tipp:

Im Dutyfree Shop "The Loop" des Flughafens (link) findet ihr eine hervorragende Auswahl an Whiskeys. Auf Wunsch werdet ihr freundlich beraten und meistens findet auch eine kleine Whiskey-Degustation statt.

Es gibt auch einige - allerdings nicht ganz günstige - Sets mit kleinen (50ml) Whiskey-Fläschchen, so könnt ihr auch zu Hause noch verschiedene Whiskeys testen oder verschenken. Die Miniaturen sind auf jeden Fall ein Blickfang!

Auf der Homepage von "The Loop" (hier) könnt ihr im Voraus die Whiskeys anschauen, so dass ihr schon eine Ahnung habt, was euch interessiert, wenn ihr dann vor dem Rückflug in den Shop kommt.


7. Mehr Irland-Tipps: die Küste im Süden und im Norden Dublins


Habt ihr nun genug von Dublins Nachtleben gesehen? Dann empfehle ich Euch hier noch zwei Tagesausflüge entlang der Küste:
Dalkey im Süden Dublins (link) und Howth im Norden Dublins (link), beide spektakulär am Meer gelegen.

Liebe Grüsse, cheers and enjoy! Miuh


Original geschrieben am 26.09.2016 / Ergänzt um Updates, aktuelle Preise und mehr Informationen am 18.02.2019