Sonntag, 19. Januar 2020

Geheimtippreisen - Jahresrückblick 2019 und Ausblick 2020

Wie lange darf man noch ein gutes Neues Jahr wünschen, wie lange darf man noch einen Jahresrückblick schreiben? ... heute geht noch, oder? Hiermit wünsche ich euch Allen ein gutes Neues Jahr mit allem Glück der Welt und besonders guter Gesundheit!

Einmal mehr zeige ich euch gerne auch einen Rückblick auf mein vergangenes Reisejahr 2019, mit persönlichen Erlebnissen, Tipps, Highlights, Bildern, Links, Ideen... und am Schluss einem Ausblick ins 2020.

HIER könnt ihr nochmals meinen letztjährigen Geheimtippreisen - Ausblick 2019 mit Wunschzielen und Reise-Inspirationen ansehen und so erfahren, welche meiner ursprünglichen Reisepläne und Reisewünsche ich umsetzen konnte, welche nicht geklappt haben und welche Reisen eher überraschend hinzu kamen.

Ihr mögt meine Reiseziele und Berichte? Dann freue ich mich besonders, wenn ihr den Blog gleich abonniert, um in Zukunft nichts mehr zu verpassen... :-) Vielen Dank!





Zusammenfassung, Orte und Arten meiner Reisen:


Wie Ende des letzten Jahres schon vermutet, habe ich im 2019 viel Zeit im Emmental verbracht, wenn auch jeweils nur für kurze Aufenthalte von ein bis zwei Tagen, ist mir die Region noch mehr als bisher schon zur zweiten Heimat geworden.

Bis Ende Oktober 2019 war ich jeweils maximal 1-3 Tage am Stück weg von zu Hause, spektakuläre Ziele waren nicht auf dem Plan. Grund war eine liebe Seele für die ich sorgte, und von der ich mitte Juni Abschied nehmen musste. Entstanden ist darauf der für mich ungewöhnlich persönliche Beitrag: Reise ins Jenseits - eine Reisebegleitung der anderen Art. Auch die eigene Gesundheit war im 2019 nicht immer selbstverständlich und manches dauerte länger als geplant - in dieser Zeit musste ich Geduld haben. Umso mehr habe ich wieder einmal gelernt, die Gesundheit zu schätzen!

Ab dem Spätsommer realisierte ich, dass wohl aus Termingründen vor dem November keine längeren Reisen drinliegen würden und machte mich auf die Suche nach einem Reiseziel, welches dann noch schön warmes Wetter bieten würde. Wieder einmal Australien? - Ja, Australien! Intensiv wurde nun recherchiert, geplant, verworfen, weitergeplant, gebucht und wie immer: alles von A-Z selbst organisiert.





Insgesamt war ich im 2019 für 71 Tage unterwegs - davon alleine 24 in Australien und 18 im Emmental - wiederum mit eingeschlossen sind dabei Geschäftsreisen, reine Reisetage, sowie Tagesausflüge.

Ganz kurz und mehr oder weniger alphabetisch zusammengefasst, führte mich das 2019 in folgende Orte und Regionen:

Eglisau, Elsass, Emmental (sehr oft), Genf, Hallwilersee, London (2x), Serfaus, Singapur, Stockholm, Ufenau (Insel), Wildegg, Zermatt, Zernez, Zürich (mehrmals), Zürichsee ... und natürlich Australien mit unter anderem: Adelaide, Alice Springs, Barossa Valley, Darwin, Exmouth, Nitmiluk Gorge, Kakadu National Park, Kings Canyon, Melbourne, Ningaloo Reef, Perth, Rottnest Island, Uluru.

Auch die Arten und Gründe meiner Reisen waren wieder ganz unterschiedlich:

Roadtrip-Abenteuer, Fernreise, Geschäftsreise, Skiweekend, Clubreise, Familienzeit, Fahrtraining, ganz nah, alle Jahre wieder, Unerwartetes, Pärchen-Ferien, Wellnessferien, neue Ziele, ans andere Ende der Welt... Aber schaut selbst:


Geheimtippreisen im 2019


Januar

Zernez (2 Tage)
In der Schweiz kann im Winter schon einmal Schnee auf der Fahrbahn liegen - und so habe ich als Erstes Anfang Januar 2019 ein Schneefahrtraining in Zernez auf einer Piste aus Schnee und Eis absolviert. Ein Action-reicher Event in schöner Umgebung, welcher mir die eigenen Grenzen (und die des Autos) aufgezeigt hat und in sicherer Umgebung erleben und erfahren liess, was im Falle eines Falles zu tun und zu lassen ist. Sehr beeindruckend und empfehlenswert!



Zermatt (2 Tage)
Einmal mehr durfte ich Ende Januar wieder zwei Tage in Zermatt erleben, in guter Gesellschaft und inmitten der beeindruckendsten Berglandschaften. Beste Wahl, um hier schnell und bequem mitten in die Berge zu gelangen, ist für mich die Gornergrat Bahn. Alle Infos dazu und einen weiteren Vorschlag für Zermatt findet ihr hier:
* Von Zermatt hoch zum Gornergrat auf 3089 müM & 10 Tipps dazu
* (Klein) Matterhorn von Zermatt aus




Februar

Serfaus (2 Tage)
Viel Zeit blieb nicht, für einSchnee- und Wellness- Wochenende und doch wollte ich mir diesen Spass im 2019 nicht entgehen lassen. Trotz dichtem Schneegestöber und Sturm gingen wir am ersten Tag schlitteln. Am nächsten Morgen lichteten sich endlich die Wolken und gaben die Sicht auf Landschaften, Dorf und Himmel wieder frei... Zwei weitere Möglichkeiten für Fussgänger in Serfaus findet ihr hier:
* Serfaus - Kurzwanderung zum Leithe Wirt
* Serfaus - Mit dem umgebauten Pistenfarzeug Masner-Express in die Berge



Emmental (1 Tag)
Das Emmental ist für mich immer wieder einen Besuch wert - und oft habe ich die Gelegenheit dafür im 2019 genutzt. Häufig liegt im Emmental (noch) Schnee, wenn es bei uns im Flachland höchstens Matsch hat und auch die Nebelgrenze ist hier an vielen Tagen nicht fern!



Botanischer Garten Zürich (1 Tag)
Als ich den Winter so langsam definitiv satt hatte, reiste ich nach Zürich in den Botanischen Garten. Nicht nur draussen, sondern auch in drei durchsichtigen Tropenhäusern können dort Pflanzen bewundert werden. Die Tropenhäuser: "Bergwald", "Tiefland" und "Trockengebiete" liessen mich Wärme tanken und in eine ganz andere, so richtig exotische Welt abtauchen. Ein Ort zum träumen, den Alltag vergessen, fotografieren, Neues lernen und Pläne schmieden!




Zürichsee (1Tag)
Es scheint, dass der Februar ein recht sonniger Monat war, welcher zu Ausflügen einlud - oder war einfach das Bedürfnis riesig, wieder einmal nach draussen zu gehen? Einen Tag später zog es mich nämlich an den Zürichsee, mit Blick auf Meilen und bei klarer Sicht bis in die Berge. Was ich damals gar nicht realisierte (oder gar als Fleckchen auf dem Bildschirm abtat?), sondern erst nun bei der Bearbeitung des Fotos bemerkte: auf dem folgenden Bild sind - weit hinten über den Alpen - nicht weniger als neun Heissluftballone zu sehen!




März

London (2 Tage)
Geschäftstermine brachten mich mitte März nach London - und wieder hat mich die so internationale Stadt in ihren Bann gezogen. Über Mittag konnte ich hier kurz Ruhe tanken:
* St Dunstan-in-the-East - "lost Place", aber nicht verloren!
... und den freien Abend habe ich unter Anderem hier verbracht:
* 20 Fenchurch Street London - Der Skygarden im Walkie Talkie mit der besten Aussicht!





April

Patumbah Park in Zürich (1 Tag)
Je nach Wetter blühen auch bei uns jeweils um den April die Magnolien mit ihren unzählige grossen, rosaroten, wunderschönen Blüten. Wie schon in den vergangenen Jahren habe ich es wieder geschafft, zur Magnolienblüte den Patumbah Park in Zürich zu besuchen. Die Blüten sind tolle Foto-Motive und stehlen für einmal der ebenso spektakulären Villa die Show.



Emmental (1 Tag)
Anfangs April zog es mich auch wieder ins Emmental... vor allem an schattigen Stellen lag hier noch immer - oder wieder - Schnee. Die Rehe jedoch hatten längst die grünen Stellen mit dem frischen Gras gefunden.




Mai

Eglisau (1 Tag)
Am ersten Mai fand in der ganzen Deutschschweiz der Tag der offenen Weinkeller statt. Wir besuchten zwei Weinbauern / Winzer in Eglisau und verbrachten dort einen spannenden Tag bei schönstem Wetter! In Australien (und anderen Wein-Regionen der Welt) gibt es übrigens solche "open Cellar Door" oft das ganze Jahr hindurch - eine super Idee, um immer wieder neue Anbieter und Weine kennenzulernen!




Schloss Wildegg (1 Tag)
Ebenfalls Anfangs Mai findet jeweils auf Schloss Wildegg der Pro Specie Rara Setzlings-Markt statt und endlich konnte ich im 2019 auch einmal mit dabei sein! Grössere bis ganz kleine Gärtnereibetriebe bieten hier in schönster Kulisse Jungpflanzen, insbesondere alter und rarer Sorten an. Den Garten und eigenes Gemüse zu pflegen, ist neben dem Reisen ein weiteres, grosses Hobby von mir - es erdet mich und ist einer der vielen Gründe, weshalb ich auch nach wunderschönen Reisen immer wieder gerne auf heimischen Boden zurückkehre.



Stockholm (3 Tage)
Mitte Mai bot sich die Gelegenheit, nach unserer längeren Reise durch Schweden im Vorjahr nochmals nach Stockholm zurückzukehren. Wieder erlag ich sofort dem Zauber der langen Tage und der tief am Horizont stehenden, beinahe nicht untergehenden Sonne. Ausserdem konnte ich zu einem speziellen Event das Vasa Museum besuchen, welches wir bei der vorherigen Reise dank des schönen Wetters ausgelassen hatten. Das dort ausgestellte, riesige Holzschiff hat mich schwer beeindruckt.
Mehr über Schweden findet ihr übrigens hier:
* Erste Eindrücke von Schweden - 20 Tipps, Empfehlungen und Informationen






Juni

Genf (1 Tag)
Für einen Tag im Juni zog es mich nach Genf. Wenn ich hier ankomme, fühle ich mich jeweils, als wäre ich im Ausland, und das nicht nur der Sprache wegen. Die Stadt ist sehr international und hat fast ein wenig südländisches Flair. Dieses Mal war mein Aufenthalt übrigens geplant, im Gegensatz zu hier:
* Der Himmel über dem Genfersee - ein ungeplanter Zwischenstopp



Insel Ufenau im Zürichsee (1 Tag)
Die Insel Ufenau ist wunderschön - und ich hatte auch noch das Glück, sie an einem super sonnigen Tag im Sommer zu besuchen. Weshalb nur war ich noch nie vorher auf die Idee gekommen, diesen schönen Ort, der gar nicht so weit von mir zu Hause liegt, zu entdecken?



Zürich (1Tag)
Eine schöne Tradition, welche ich seit dem ersten Mal begleite, ist der Rooftop Day in Zürich. Aus dem Geheimtipp-Anlass wurde ein jeweils ziemlich beliebter, hipper Event, doch die Veranstalter des Stadtmagazins Ron Orp haben es geschafft, den Charme des Rooftop Day mehrheitlich zu erhalten. Einige Dachterassen-Gastgeber wechseln jedes Jahr, andere nehmen immer wieder teil. Für uns ebenso konstant ist die Tatsache, dass wir es nie auch nur im entferntesten schaffen, alle Orte zu besuchen, die wir möchten - schliesslich will der Weg dazwischen jeweils auch noch zurückgelegt werden... und auch die Gemütlichkeit soll nicht zu kurz kommen. Mehr über Zürichs Dachterassen findet ihr hier:
* Rooftop Day und Dachterassen-Liebe mit Dachterassen-Liste und Tipps für Zürich





Juli

Zürich (1 Tag)
Anfangs Juli fand das Zürifäscht statt - ein weiterer Grund, einen Tag in der Stadt zu verbringen. Neben dem Feuerwerk (auf dem Foto unten) wurde dort auch mehrmals Nachts eine Drohnenshow gezeigt, was mich völlig begeistert hat: kein Lärm und Geknalle, kein Rauch - und doch leuchtende Bilder zum träumen am Himmel!




Elsass (2 Tage)
Schon vor zwei Jahren war ich im Elsass - und die hübschen Dörfer und Städte dort haben mir super gefallen! Dieses Mal waren wir mit einer Gruppe unterwegs - Route, Hotel und Ettappenziele waren also nicht selbst ausgesucht. Um so mehr habe ich mich gefreut, eine neue Region, andere Routen und neue Winzer mit feinen Weinen kennenzulernen.





Hallwilersee (2 Tage)
Der Hallwilersee war im Sommer 2019 Schauplatz eines veritablen Sommerloch-Zeitungsenten-Krimis! Ein als verlässlich eingeschätzter Fischer hatte gesehen, wie im See ein Kaiman eine Ente frass. Eine Menge Menschen suchte in der Folge nach dem Kaiman - bis ein anderer Fischer einen grossen Wels aus dem See zog... und in dessen Magen einen Haubentaucher fand. Als ich - noch vor Auflösung des Rätsels - eine kurze, romantische Auszeit am Hallwilersee buchte, hatte ich die Geschichte ganz vergessen. Erst unten am Wasser erinnerten wir uns wieder daran: und ganz ehrlich, an einigen Stellen des Ufers könnte sich durchaus ein Kaiman verstecken... oder ein Puma... oder ein kleines Nessie. Man weiss nie!





August

Emmental (7 Tage)
Nicht eine Woche am Stück, dafür jedes Wochenende für 1-2 Tage war ich im August jeweils im Emmental anzutreffen. Der Sommermonat hat sich nicht immer von der sonnigsten Seite gezeigt... aber genau das: dramatische Wolken, wechselhafte Wetterstimmungen und immer wieder neue Himmel zum staunen machen für mich einen zusätzlichen Reiz dieser wunderschönen Landschaften aus. Mehr abwechslungsreiche Emmentaler Himmel findet ihr hier:
* Der Himmel über dem Emmental




September

Emmental (2 Tage)
Im September durfte ich nochmals sonnige Tage im Emmental geniessen - und einen Alpabtrieb sehen...




London und Grafschaft Hampshire (3 Tage)
Gegen Ende September ging es ein zweites Mal nach London und von da weiter in die Grafschaft Hampshire. Beide Ziele sind so typisch Englisch und doch so unterschiedlich. Die Energie, die ich hier für mich tanken konnte, hat mir unglaublich gut getan! Neu gestärkt und motiviert kehrte ich nach Hause zurück.






Oktober

Emmental (total 3 Tage)
Der Oktober stand im Zeichen des temporären Abschiedes von der Schweiz und der letzten Vorbereitungen und Buchungen für unsere Australienreise. Drei erholsame Tage im Emmental waren dennoch möglich! Hier, wie auch zu Hause übernahm so langsam der Nebel die Vorherrschaft über das Wetter und Abends wurde es immer früher dunkel.




November

Australien (24 Tage)
Endlich war es Anfangs November so weit: die nächste traumhafte Reise nach Australien wurde Wirklichkeit. Wir hatten riesiges Glück und waren von den damals schon wütenden Feuern in keiner Weise tangiert. Umso mehr fühle und trauere ich mit allen Betroffenen. Oft lassen mich die aktuellen Nachrichten aus Australien verzweifelt zurück und kaum schlafen.

Unsere Australienreise war wieder ziemlich konzentriert und Anfangs eher intensiv als erholsam: Wir hatten so viele Wünsche und Traumziele in diesem riesigen Land... alle waren nicht möglich, zu erfüllen, aber sehr, sehr viele! Unter Anderem durften wir Adelaide, Alice Springs, das Barossa Valley, Darwin, Exmouth, den Nitmiluk Gorge, den Kakadu National Park, den Kings Canyon, Melbourne, das Ningaloo Reef, Perth, Rottnest Island, und den Uluru besuchen. Hier wird es noch viel zu berichten geben! Einige Einblicke könnt ihr schon hier gewinnen:
* Die schönsten Sonnenaufgänge in Australien
* Meine schönsten Reisefotos im 2019 - Australien und die Welt

Unsere vorherige Australienreise findet ihr hier:
* Traum-Australienreise: Westküste, Süden und Ostküste

Great Ocean Road Wildlife Park

Twelve Apostles, Great Ocean Road

Red Centre, Outback in Australien

Uluru

Kakadu National Park

The Ghan - von Darwin via Alice Springs bis Adelaide

Rebstöcke im Barossa Valley

Exmouth Region, Western Australia

Ningaloo Coast

Quokka auf Rottnest Island



Singapur (2 Tage)
Auf der Rückreise von Australien gegen Ende November planten wir noch zwei Tage Stopover in Singapur ein. Ideen und Wünsche für Ausflüge gab es auch hier unzählige. Die zwei Highlights waren dann die Marina Bay by Night mit der Skyline Singapurs, sowie der Botanische Garten. Ansonsten genossen wir den Hotelpool mit Blick über die Stadt und die Shopping-Möglichkeiten (wenn auch meist nur zum schauen und staunen) 





Dezember

Emmental (total 4 Tage)
Im Dezember waren wieder Heimatgefühle angesagt. Angefangen mit dem Wiehnachtsmärit in Huttwil, spätern in der hügeligen, ländlichen Landschaft. Noch immer war es ausserordentlich grün für die Jahreszeit.




Das waren sie, meine 71 Tage unterwegs im Jahr 2019, wovon ich 24 in Australien und 18 im Emmental verbrachte. Es gibt so viele schöne Orte und Erlebnisse! Immer wieder verbringe ich aber auch gerne Zeit zu Hause - und natürlich ruft auch noch die Arbeit... die perfekte Balance zu finden ist manchmal eine Herausforderung.



Reisehighlights 2019


Das klare Highlight meines Reisejahres war die ganze Reise durch Australien! Die Reise war sehr vielfältig und konzentriert, alles hat geklappt und unzählige Reisewünsche sind - ob geplant oder ganz überraschend - in Erfüllung gegangen.

Daneben gab es natürlich auch viele kleinere Highlights zu verschiedenen Themen:

Natur-Highlights waren für mich das Ningaloo Riff mit dem reichen Unterwasserleben, der Kakadu Nationalpark mit den vielen Wasservögeln und einigen Krokodilien, die unendlichen und doch so abwechslungsreichen Outback-Landschaften Australiens, sowie das Emmental, welches mich immer wieder erdet.

Tier-Highlight war der Besuch im Great Ocean Road Wildlife Park, ungeplant und unerwartet - und ein riesiges Glück, wie wir denjenigen Tieren, die wollten, so nahe kommen durften.

Winter-Highlight war der Besuch in Zermatt, mit Sicht über die Bergwelt und das Matterhorn.

Kulinarisches Highlight war die Zeit im Barossa Valley mit den vielen Weingütern, aber auch feinem Essen - und einem wunderbaren Klima.

Kultur-Highlight war der kleine Einblick, welchen ich ins Denken und Leben der Aboriginees in Australien gewinnen konnte.

Sommer-Highlight war der Besuch der Insel Ufenau im Zürichsee. Natürlich weiss ich, dass die Schweiz wunderschön ist. Dennoch bin ich immer wieder begeistert und überwältigt von der Schönheit unseres Landes.

Städte-Highlights waren für mich London und Singapur. Beide Städte sind extrem international, modern, attraktiv und zugänglich. In beiden Städten haben mich besonders auch die grünen Flecken und erholungs-Orte auf dem Stadtgebiet fasziniert.

Mit meinen Reise-Highlights beteilige ich mich gerne an der Blogparade von Yummy Travel: Meine 3 Reisehighlights aus 2019



Geheimtippreisen - Ausblick 2020


Im Vergleich zu den vergangenen Jahren wird mein Ausblick auf das erst gerade gestartete 2020 eher kurz ausfallen. Wenn ich in den letzten paar Jahren etwas gelernt habe, ist es dies: nicht nur habe ich meist um den Jahreswechsel herum noch kaum etwas gebucht und damit fix geplant, auch gibt es bei meinen anfänglichen Reise-Ideen übers Jahr hinweg meist noch viele Änderungen und Anpassungen. Gut so, damit habe ich noch einigen Raum für spontane Ideen und Wünsche!

Ziemlich fix geplant fürs 2020 sind Zermatt, die Toscana und hoffentlich viele Tage im Emmental. Gerne würde ich wieder in den Oman reisen, sowie einige Städtetrips unternehmen: Vielleicht ergibt sich eine Reise nach Wien, Berlin oder Dubai? Auch Malta möchte ich wieder einmal besuchen.

Ansonsten finde ich auf meiner Geheimtippreisen-Bucket List immer einige  Inspirationen für neue Ziele - oder bei den Reise-Highlights anderer Blogger.

Liebe Reisegrüsse
Miuh

Donnerstag, 2. Januar 2020

Die schönsten Sonnenaufgänge in Australien

Die allerschönsten Sonnenaufgänge - und übrigens auch die schönsten Sonnenuntergänge - gibt es für mich in Australien. Vielleicht bin ich da ein kleines bisschen voreingenommen, weil ich Australien und seine Natur ganz allgemein liebe? Kann gut sein...




Was macht überhaupt einen schönen Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang aus? In der Realität ist es für mich meist das Gesamtkunstwerk aus magischem Licht, dem rundum rosa, rot, orange, gelb, türkisgrün und blau leuchtenden Himmel. Einige Wolken, Kondensstreifen oder Nebelfetzen machen das Spektakel perfekt, erste oder letzte Sonnenstrahlen berühren die Haut und die Natur erwacht oder wird ruhig. Eine schöne Zeit, um selbst still zu sein und die spezielle Stimmung zu geniessen.

Festhalten auf einem Foto lässt sich der Sonnenaufgang, wie auch der Sonnenuntergang begrenzt. Es ist nur ein kleiner Ausschnitt des grossen, so beeindruckenden Himmels welcher sich mit der Kamera einfangen lässt, es fehlen die Vogelstimmen, die wandernden Schatten, Veränderungen der Farben und Lichtstimmungen sowie Gerüche und leise Töne rundherum...

Umso wichtiger wird auf den Sonnenaufgangs - Fotos der Vordergrund: spannende Silhouetten, spiegelndes oder welliges Meer, exotische Bäume und Sträucher, Wolken, warm beleuchtete Strände oder Landschaften...

Während der letzten Australienreise wollte ich unbedingt auch einmal einen Sonnenaufgang erleben und nicht nur Sonnenuntergänge. Es wurden mehr Sonnenaufgänge, als ich je erwartet hätte - beinahe täglich waren wir Anfangs zwischen 5 und 6 Uhr Morgens unterwegs, um die Stimmung zu geniessen. Nun aber ohne viele weitere Worte zu einigen der Sonnenaufgängen...


Sorrento, südlich von Melbourne (Victoria)









Apollo Bay, Great Ocean Road (Victoria)











Flussbett des Finke River nahe der Glen Helen Lodge, gut 130km westlich von Alice Springs (Northern Territorry)





Aussichtsplattform nahe des Kings Canyon Resort, ca 300km westlich von Alice Springs (Northern Territorry)









Field of Light und Aussichtspunkt in der Nähe des Uluru (Northern Territorry)





Nahe Darwin (Northern Territory)



Outback entlang der Strecke der Ghan Zuglinie, Northern Territorry



... und welches ist Euer liebster Sonnenaufgang?


Immer wieder habe ich überlegt, was für mich die Besonderheit der Australischen Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge ist... schliesslich sehen wir hier in Europa dieselbe Sonne?

In der Zwischenzeit ist mir bewusst, was das Spezielle ausmacht: es ist die Australische Vegetation, Bäume oder Büsche, welche immer wieder so wunderbare Silhouetten vor die Sonne zeichnen.

Mögt ihr mehr über Australien erfahren? Dann findet ihr HIER unsere vorherige Traum-Australienreise: Westküste, Süden und Ostküste.

Für mehr Himmel und Himmelsphänomene besucht ihr meine Rubrik: Der Himmel über...

Was mich aktuell extrem beschäftigt, sind die Feuer in Australien. Einmal mehr hatten wir mit der kürzlichen Reise durch das Land extremes Glück und waren in keinster Weise  betroffen. Umso mehr trauere ich mit den betroffenen Menschen und um die Tiere und ihren Lebensraum.
Bitte passt auf, falls ihr in Australien unterwegs seid: Waldbrände und Buschbrände in Australien - Wichtige Tipps und Vorsichtsmassnahmen

Liebe Reisegrüsse, Miuh

Freitag, 13. Dezember 2019

Waldbrände und Buschbände in Australien - Wichtige Tipps und Vorsichtsmassnahmen!

Die Waldbrände und Buschfeuer in Australien und deren Folgen: Tod, Zerstörung und der sich weit herum ausbreitende Rauch beherrschen derzeit die Nachrichten weltweit so stark, wie wohl noch nie. In diesem Geheimtippreisen - Beitrag findet ihr wichtige Sicherheitstipps, hilfreiche Links und persönliche Erfahrungen mit den Feuern in Australien:

Aus aktuellem Anlass hier noch einmal an erster Stelle die drei allerwichtigsten Regeln und Vorsichtsmassnahmen - unterdessen muss man eher sagen: Rettungsmassnahmen - bei Feuer: 

* Haltet euch bei einem - auch noch weiter entfernten - Brand unbedingt an die Vorgaben der Behörden und lokaler Helfer
* Bringt euch im Zweifelsfall lieber in Sicherheit oder Verzichtet auf einen Ausflug, auch wenn dies eine Verzögerung oder Änderung eurer Reisepläne bedeuten kann. Auch hier gilt: "better safe than sorry"
* Hört (falls empfangbar) Australische Radiosender

Sprecht mit Locals, das ist immer hilfreich, aber besonders, falls Ihr Behörden-Anweisungen oder Radiodurchsagen nicht versteht! Sie können euch nicht nur erklären, was gesagt wurde, sondern kennen auch die lokalen Gegebenheiten, Strassen, Winde, Distanzen, Schutzunterkünfte, etc.

Es geht im Moment in Australien nicht um die "üblichen Buschbrände" oder gar "controlled Burns", sondern es brennen Flächen in unvorstellbaren Ausmassen, unkontrollierbare Feuer schliessen sich zusammen, schliessen Menschen, Dörfer und ganze Kleinstädte ein, die Feuersbrünste sind so gewaltig, dass sie in ihrer Umgebung eigene Wetterphänomene wie Gewitter und Tornados entstehen lassen.

Weiter unten findet ihr den vollständigen Artikel mit allen Tipps, Links und Informationen. Lest auch diese für eine vollständige Information.


Inhalt: 

1. Persönliche Einleitung zum Thema Buschbrände in Australien
2. Die 9 wichtigsten Tipps bei Buschfeuern und Waldbränden in Australien
3. Die 6 wichtigsten Vorsichtsmassnahmen, um Brände zu verhindern
4. Umstrittene kontrollierte Brände, positive Auswirkungen des Feuers und Blitzeinschläge
5. Verheerende, tödliche Buschbrände während unserer Australienreise


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1. Persönliche Einleitung zum Thema Buschbrände in Australien


Die Feuer sind ein Thema, welchem man in Australien kaum aus dem Weg gehen kann - wenigstens einige verkohlte Felder oder Bäume sieht wohl jeder Australienreisende einmal.

Meist zur Bushfire Season in Australien während den heissen, australischen Sommermonaten (also in unserem Winter) lesen wir auch hier in Europa irgendwann eine kurze Meldung über die Buschfeuer in Australien, wenn sie wieder einmal besonders schlimm toben.

Dieses Jahr ist das anders: Die Buschfeuer haben bereits im Australischen Frühling angefangen, begünstigt durch Trockenheit, ausgelöst teilweise durch Unvorsichtigkeit, aber oft auch durch Brandstiftung. Die Feuer sind vielerorts seit Wochen ausser Kontrolle und werden als so schlimm wie nie zuvor beschrieben - und die katastrophalen Feuer in Australien haben es ins Bewusstsein der ganzen Welt geschafft.

Sorgen und Trauer um bedrohte und gestorbene Menschen und tausende verbrannte Tiere, darunter viele Koalas, kommen auf. Hunderte Häuser, Grundstücke und damit Existenzen sind verbrannt und unvorstellbar, unfassbar grosse Waldflächen. Ich muss ehrlich sagen, die Ausmasse und die Auswirkungen dieser Feuer machen mich immer wieder fassungslos und sprachlos.

Es mag in dieser Situation einigen als Luxus-Problem erscheinen, ist auf den zweiten Blick aber durchaus verständlich: Touristen, die nun in der Hochsaison ihre lange geplante Australienreise antreten wollen, machen sich Gedanken um ihre Reisepläne und allenfalls betroffene Reiseziele. Wie gefährlich sind die Feuer, wie schädlich der Rauch? Welche Gebiete sind wirklich von den Bränden betroffen, wie schlimm ist es in den Städten - zum Beispiel in Sydney - und wie gefährlich ist die Situation für Reisende... soll ich überhaupt hinfliegen und muss ich meine Reiseroute anpassen?

Es geht jedoch nicht nur  um Bequemlichkeit und allenfalls geänderte Reisepläne, sondern besonders auch um die Sicherheit! Wären wir zum Beispiel nun im November auf unserer Route vom letzten Mal unterwegs gewesen, hätten wir auf Moreton Island evakuiert werden müssen. Während der letzten Reise waren wir dafür auf der Strecke von Esperance über Scaddan und Norseman in Richtung Kalgoorlie gefahren (HIER) wo sich wenige Tage später tödliche Feuer ausbreiteten. Dafür, dass wir mit unseren Routen und dem Timing in Australien immer wieder viel Glück hatten, bin ich einfach nur dankbar!

Das Schwierige dabei ist: die Situation ändert sich stündlich, wie es gerade in Sydney eindrücklich sichtbar wird: je nach Windrichtung ist selbst die Innenstadt mit dem Opernhaus mal in dichten Rauch gehüllt, mal ist die Luft erstaunlich klar. Hier aus der Ferne sind die Gegebenheiten noch schwieriger zu beurteilen.

Doch wie ist es, die Buschfeuer und Waldbrände live in Australien mitzuerleben? Wie solltet ihr euch verhalten und wo könnt ihr euch informieren, um durch die Brände nicht in Gefahr zu geraten? Wie ist es, die Bushfires in Australien selbst zu erleben und wie schlimm können die Feuer wirklich werden?

Etwas weiter unten findet ihr wichtige Tipps im Umgang mit Buschfeuern, unsere eigenen Erfahrungen mit Feuern in Australien während der letzten Reisen und spannende Informationen zum Thema Bushfire.


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Buschbrände seht ihr in Australien oft schon von weitem anhand des hoch aufsteigenden oder übers Land wabernden Rauches. Etwas näher ist dann auch das Feuer zu erkennen...
Durch die vielen Rauchpartikel in der Luft können sehr spezielle, schaurig-schöne Stimmungen entstehen.

Richtig gruselig ist es es jedoch, ein solches Feuer-Gebiet zu durchfahren, wie es uns während einer Australienreise auch schon passiert ist. Grasfeuer können mit Geschwindigkeiten um 25 km/h vorwärtsbrennen und dabei je nach Wind auch Strassen überspringen. Das ist definitiv schneller, als ich rennen kann!


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2. Die 9 wichtigsten Tipps bei Buschfeuern  und Waldbränden in Australien


1. Haltet euch bei einem Brand unbedingt an die Vorgaben der Behörden und lokaler Helfer

2. Beachtet allenfalls aufgestellte Schilder

3. Bleibt auch selbst jederzeit aufmerksam, prüft die Windrichtung, allfällige Feuer- oder Rauch-Sichtungen, Hitze-Entwicklung, etc.

4. Bringt euch im Zweifelsfall lieber in Sicherheit oder Verzichtet auf einen Ausflug, auch wenn dies eine Verzögerung oder Änderung eurer Reisepläne bedeuten kann. Auch hier gilt: "better safe than sorry"

5. Hört (falls empfangbar) Australische Radiosender

6. Informiert euch über Internet (z.B. über diese Links für folgende Regionen: WESTAUSTRALIEN / SÜDAUSTRALIEN / VICTORIA / NEW SOUTH WALES / NORTHERN TERRITORY / AUSTRALIAN CAPITAL TERRITORY / TASMANIA - Es gibt mittlerweile auch entsprechende Apps, die ihr schon vor der Reise auf euer Handy laden könnt!

7. Im Notfall, wenn ihr in ernster Gefahr seid, wählt den Notruf: 000 / Triple Zero (Link)

8. Bleibt auf befestigten Strassen und in der Nähe von (grösseren) Ortschaften. Eine allenfalls nötige Flucht mit dem Auto ist so einfacher, bzw. ihr werdet einfacher von Rettungskräften gefunden oder könnt mit Einheimischen in Schutz-Unterkünften in Sicherheit gebracht werden.

9. Falls viel Rauch in der Luft ist, benutzt ein mit Wasser befeuchtetes Tuch und atmet hindurch - Rauch (und eine dadurch mögliche Rauchvergiftung) ist eine oft unterschätzte Gefahr bei Feuern




Natürlich ist zu hoffen, dass ihr gar nie in eine solch gefährliche Situation kommt! Auch vorsorglich sollte einiges beachtet werden:


3. Die 6 wichtigsten Vorsichtsmassnahmen, um Brände zu verhindern


1. Seid jederzeit, vor allem aber im Australischen Sommer sehr achtsam mit Feuer

2. Benutzt nur ausgewiesene Feuerstellen

3. Befolgt unbedingt Feuerverbote und Warnhinweise, insbesondere auch beim (wild) campen. Gerade im Sommer, bei grosser Hitze und Trockenheit oder starken Winden gelten oft totale Feuerverbote. Das gilt auch für Zigaretten, Barbecues, usw! In Australien waren dieses Jahr Plakate zu sehen: "Total Fire Ban - Dont even fart out there" (Totales Feuerverbot - Furzt nicht einmal dort draussen").

4. Haltet Feuer jederzeit unter Aufsicht und unter Kontrolle

5. Löscht alle Feuer vor dem schlafen / weiterreisen vollständig und sicher.

6. Haltet euch an die Empfehlungen und Einschränkungen der Einheimischen, sie kennen die Gefahren des Feuers leider oft aus Erfahrung sehr genau.




4. Umstrittene kontrollierte Brände, positive Auswirkungen des Feuers und Blitzeinschläge


Nicht alle Feuer sind jedoch ausser Kontrolle geratene Katastrophen, denn besonders in Australien werden vielerorts auch kontrolliert Brände (Controlled Burn, Wikipedia-Link) gelegt. Oftmals werden diese Feuer noch vor der richtig trockenen Sommersaison entfacht.

Die Aborigines nutzen lokale, kontrollierte Brände schon seit Jahrtausenden zur Landschaftspflege.  Sie kennen die Landschaften und die lokalen Gegebenheiten und verbrennen zum Beispiel im Frühling das trockene Gras, welches später im heissen Sommer wie Zunder wirken und ein Feuer witerleiten könnte. Auch zur Jagd wurden - mindestens früher - Feuer genutzt: Tiere wurden durch das Feuer aufgeschreckt und zur Flucht gezwungen - und sie waren auf den abgebrannten Flächen gut sichtbar und zu erlegen.

Auch von nicht-traditionellen Bewohnern Australiens werden Controlled Burns immer wieder angewendet, um trockenes Gras und Unterholz rechtzeitig vor der Brandsaison zu entfernen und damit eine spätere unkontrollierte Ausbreitung von Feuern zu verhindern. Leider fehlt wohl dabei mancherorts das alte Wissen der Aborigines und ich persönlich bin mir auch nicht ganz sicher, ob nicht manchmal auch andere, eigene Pläne verfolgt werden als nur die Sicherheit.

Absichtlich gelegte Brände sind nicht unumstritten, denn auch durch diese Feuer kommen viele kleine und grössere Tiere ums Leben und auch viele Pflanzen werden zerstört. Andererseits wird durch diese Brände frühzeitig trockenes Gras und kleines Gebüsch entfernt, was später im heissen Sommer ein schnelles Vorwärtskommen und Übergreifen im Falle eines ungeplanten und unkontrollierbaren Feuers einschränkt.

In den Australischen Medien sind aktuell viele Diskussionen und gegenseitige Anschuldigungen zu lesen. Einige Leute sagen, "die Grünen" seien Schuld an den Buschbränden, weil sie gegen Controlled Burns seien. Grüne Politiker hingegen betonen, nicht gegen Controlled Burns zu sein, wenn diese korrekt durchgeführt werden.


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Einige Pflanzen in Australien, wie z.B. Eukalyptus oder Banksia benötigen sogar Feuer, um sich fortzupflanzen. Erst durch die grosse Hitze werden die Samenkapseln aufgesprengt. Viele Bäume und einige Sträucher überleben auch ein durchziehendes Feuer, wobei die Kronen der hohen Bäume nicht erreicht werden, oder kräftige Büsche und niedere Bäume im nächsten Jahr wieder grün ausschlagen.


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Neben Unvorsichtigkeiten, Lagerfeuern, technischen Defekten und leider auch Brandstiftungen, sind Blitzschläge unter den häufigsten Gründen für ausser Kontrolle geratene Brände in Australien. Die Angst vor Gewittern in der heissen Jahreszeit, insbesondere in Kombination mit starken Winden ist deshalb allgegenwärtig.


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 5. Verheerende, tödliche Buschbrände während unserer Australienreisen


Wie schmal der Grat zwischen Glück und unbehelligtem Leben oder einem alles verändernden Unglück durch ein Buschfeuer ist, wurde uns selbst während einer unserer Australienreisen im Südwesten des Landes bewusst.

Einen Tag, nachdem wir auf der Strecke von Esperance über Scaddan und Norseman in Richtung Kalgoorlie gefahren waren (link), entfachten Blitze eines trockenen Gewitters genau in der Region zwei Feuer. Nochmals zwei Tage später waren die Brände zu einem riesigen, unkontrollierbaren Inferno geworden, das durch Hitze und starke Winde weiter angefacht wurde. Auch im Cape Arid National Park (Link) und andernorts brannten Feuer.


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Traurigerweise kamen bei diesen Bränden vier Menschen ums Leben, zahlreiche Tiere ebenfalls, Farmen, Getreide, Buschland und Naturschutzgebiete wurden zerstört. Andere hatten mehr Glück, kämpften aber teilweise tagelang um Haus und Tiere, bis einsetzender Regen endlich alle Brände löschte. Dass wir so knapp vor den Feuern an diesen Orten vorbeigefahren waren, beschäftigt mich bis heute, aber natürlich sind wir froh um unser Glück!

Einige Links zu den Ereignissen vom 15. bis 23.11.2015 findet ihr hier:

- Spiegel Online: 19-jährige Deutsche stirbt bei Buschbrand (Link)
- N-TV Online: Buschfeuer wüten in West-Australien (Link)
- Blog: Aussie Buschfunk: Buschfeuer in Esperance - ich war dabei! (Link) Ein beeindruckender, persönlicher Bericht
- Blog: Aussie Buschfunk: Buschfeuer in Esperance - der Alptraum geht weiter (Link) Fortsetzung und Rückblick
- Perthnow Online: Photo Gallery: Esperance Bushfires (Link)


Auch dieses Jahr waren wir im November wieder in Australien untweregs. Während andernorts katastrophale und ausser Kontrolle geratene Feuer wüteten, waren wir auf unserer Route im Süden, Red Centre, Northern Territory und an der Westküste völlig unbehelligt und haben kein einziges Feuer gesehen. Von den schlimmen Feuern haben wir unterwegs aus den Medien erfahren - und weil sich Familie und Freunde zu Hause Sorgen um uns machten.

Es war in der Zeit jedoch extrem heiss und teilweise windig und dadurch galt vielerorts katastrophale Feuergefahr. Das heisst, jegliches entzünden von Feuern war verboten (da höchtst gefährlich). An einigen Orten Australiens wurden an einzelnen Tagen gar Gruppen-Touren in den Busch untersagt, um keinerlei Risiken einzugehen.

Wie viel Glück wir mit unserer Route wieder hatten, wurde uns aber erst so richtig bewusst, als wir unterwegs hörten, dass wegen Waldbränden alle Besucher auf Moreton Island evakuiert und im dortigen Hotel untergebracht worden waren. Bei unserer vorherigen Australien-Reise waren wir genau zu der Zeit im November auf Moreton Island am Campen - und ganz allgemein an der nun so betroffenen Ostküste bis hinunter nach Sydney unterwegs.


Brand, Feuer, Baum, Waldbrand, Gluht, glühen


Zum vorherigen Bericht: Beeindruckende Wälder und Baumriesen in Südwestaustralien (link)
Zur nächsten Etappe: Westliche Südküste Australiens - Traum-Buchten und unerwarete Landschaften (link)
Zur Übersicht über alle bisherigen Reise-Etappen: Traum - Australienreise: West- und Ostküste (link)


Liebe Grüsse und passt auf euch auf! Miuh




Dieser Beitrag wurde ursprünglich am 27.11.2016 verfasst und ist nun Situationsbedingt durch aktuelle Informationen und Quellen ergänzt und neu veröffentlicht worden.

Samstag, 30. November 2019

Meine schönsten Reisefotos im 2019 - Australien und die Welt

Welches sind meine schönsten Fotos im Jahr 2019, welches ist für mich das aktuell allerschönste Foto dieses Jahres - und was sind die dazu gehörenden Reisegeschichten?

Ein Rückblick in Bildern hilft dabei, die vergangenen Reisen und dazugehörenden Gedanken zu ordnen, beinahe vergessen gegangenes nochmals aufleben zu lassen und in schönen Erinnerungen zu schwelgen.

Viele der - eher kürzeren - Reisen fanden schon anfangs oder mitte dieses Jahres statt. Meine längste und bisher letzte Reise im 2019 ist erst vor drei Tagen zu Ende gegangen. Einige Eindrücke davon sind noch ganz frisch, andere scheinen schon Monate zurückzuliegen, auch wenn sie maximal vier Wochen alt sind. Noch immer träume ich auch nachts von Australien und Singapur und verarbeite so viele Erlebnisse im Schlaf -  eine schöne "Nebenwirkung", wenn Highlight auf Highlight folgt.

Viele Berichte über die aktuelle, beeindruckende Reise nach Australien möchte ich noch verfassen. Unterdessen lege ich euch meine letzte Traum-Australienreise: Westküste, Südküste und Ostküste (HIER) ans Herz!

Ein vorgegebenes und dennoch genügend flexibles Thema ist bei der Findung meiner schönsten Reisefotos im 2019 die Würze bei der Auswahl, finde ich. Oft hilft es, sich einfacher zu entscheiden, manchmal bringt es einen aber auch dazu, sich etwas länger und genauer mit den eigenen Fotos und Reisen auseinanderzusetzen. Die schöne Qual der Wahl hat mich dabei begleitet, aber viele der nun weggelassenen Fotos werden ja in Zukunft noch in eigenen Beiträgen gezeigt werden.
 




Michael gibt auf seinem Blog "Erkunde die Welt" mit der 9. FopaNet Fotoparade die Möglichkeit, auf die liebsten Fotos und Erlebnisse des vergangenen Reisejahres zurückzublicken.

Angedacht ist, dass man jeweils das bevorzugte Thema aus einem gegensätzlichen "Pärchen" wählt, also zum Beispiel:

Stadtbild oder Landschaft
Tier oder Pflanze
Berge oder Meer
Fremdländisch oder Einheimisch
Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang
Schwarz-Weiss oder Bunt

auf Anhieb kommen mir weitere gegensätzliche Wort - Paare in den Sinn:
Heiss oder Kalt ... Sonne oder Wolken ... Einfach oder Luxuriös ... Wüste oder Feuchtgebiet ... Tag (hell) oder Nacht (dunkel) ... Himmel oder Erde ... Neu oder Alt
... und so weiter - ein tolles Thema!




Nun bin ich ehrlich gesagt eher der UND - als der ODER - Mensch! Ich mag die Vielfalt, bin eher ambivalent und flexibel, sehe gerne an allem etwas Positives - und ich geb's zu: Entscheidungen sind nicht so meins. Schauen wir, wie ich das Thema umsetze:

Auch wenn ich immer beiden Seiten etwas abgewinnen kann, schlägt mein Herz meist doch für eine Seite ein kleines Bisschen mehr und es gibt oft gute Gründe, um eines der beiden Stichworte zu wählen... vielleicht auch nur, weil ich gerade ein super passendes Bild für eine Kategorie habe :-)




Meine schönsten Reisefotos im 2019 zu den Themen:


Landschaft

Ganz klar: ich bin ein Land-Kind, ein Landei, eine Landschafts-Liebhaberin. Ruhe finde ich am ehesten mitten in schönen Landschaften, draussen in der Natur. Die meisten meiner Reisen sind entsprechend auf ländliche Regionen ausgerichtet - je dünner besiedelt, desto besser.

Während unserer Australienreise im November hat sich das wieder ganz klar gezeigt: Die aussichtsreiche Strecke entlang der Great Ocean Road, eine einsame Offroad-Tour von Alice Springs bis zum Uluru und zurück, die Fahrt mit dem Zug "The Ghan" von Darwin ganz im Norden bis Adelaide ganz im Süden, ländliche Weingebiete wie das Barossa Valley, die wenig besuchte Region um Exmouth an der Westküste... überall stehen Landschaften und Natur im Mittelpunkt.

Den Katherine Gorge im Nitmiluk National Park konnten wir während eines Zwischenstopps unserer Reise mit dem Ghan - Zug besuchen. Das Bild zeigt den Teil, welchen wir zwischen zwei Flussfahrten zu Fuss erwanderten, weil in der momentan noch herrschenden Trockenzeit die Wasserpagel zu tief waren, um die Passage zu durchfahren. In der Regenzeit, wird hier das Wasser zu 2/3 Höhe der Felswände stehen, welche ihr im Hintergrund seht. Für mich fast nicht vorstellbar und ein typisches Beispiel einer ur-Australischen Landschaft.






Stadtbild 

Von Städten bin ich trotz meiner Liebe für Landschaften ebenfalls sehr fasziniert! Ein kurzer Abstecher in eine Stadt ist während den meisten meiner Reisen eingeplant, ich suche die Aussichtspunkte aller besuchten Städte heraus, mag Skylines, die vielfältigen Angebote, die offenen Menschen und die internationale Stimmung in Städten.

Singapur bot sich nach Australien als idealer, kurzer Unterbruch unserer Rückreise in die Schweiz an. Ausgiebig genossen wir hier das Stadtleben, nutzten einige der vielfältigen Shopping-Gelegenheiten, entspannten im Stadthotel mit Aussicht und assen im Food Court in Little India. Am meisten aber besteunten und fotografierten wir einmal mehr bei Tag und Nacht die imposante Skyline Singapurs. Stundenlang und kilometerweit waren wir dafür zu Fuss unterwegs und bemerkten erst anschliessend beim Blick auf den Fitness-Tracker, dass dies die längste "Wanderung" unserer ganzen Reise war. Hier zeige ich euch gerne einmal eine andere Variante von Singapur als den Klassiker mit dem Marina Bay Sands Hotel:  Die Jubilee Bridge mit Singapurs Skyline by Night.





Tier

Ach, ich liebe Tiere! Und zwar mit ganz wenigen Ausnahmen so ziemlich alle, egal ob pelzig, gefedert, achtbeinig, kuschelig oder wild. Während Reisen hoffe ich immer auch auf schöne Tier-Beobachtungen und tierische Erlebnisse - dann bin ich glücklich und in meinem Element!

Dass ich hier ein Vogel-Bild zeige, ist nicht selbstverständlich - sahen wir doch später auch noch sehr süsse Känguruhs, einen Koala, Emus, Quokkas und gar Dingos, teilweise aus nächster Nähe.
Dennoch: die beiden Nacktaugen-Kakadus, welche uns frühmorgens begegneten, während sie mit sichtlich grossem Genuss Erbsen-ähnliche Baumfrüchte am verspeisen waren, haben es mir angetan!





Pflanze

Oh ja, Pflanzen mag ich ebenfalls sehr! Sie sind so unterschiedlich, von filigran bis gewaltig gross, gestalten Landschaften mit, bieten Nahrung und Sauerstoff - wie könnte man Pflanzen nicht mögen?

Unzählige schöne Pflanzen habe ich auch in Australien gesehen, üppige Regenwälder, Tropische Pflanzen, Bäume, bunte Blüteh... die Auswahl ist mir auch hier schwer gefallen. Besonders schlägt mein Herz aber immer wieder für die kleinen Kämpfer! Ein Beispiel dafür ist die hier gezeigte Blüte einer mir unbekannten Planze. Ein wenig erinnert sie mich an eine Kartoffelblüte? Ganz verstaubt stand das Pflänzchen an einem Strassenrand an der Westküste Australiens.






Meer

Ich liebe das Meer! Auch wenn ich um die 500 Kilometer weit weg vom nächsten Meer aufgewachsen bin, zieht es mich immer wieder ans Meer und an die Küste - gerne irgendwo, wo es schön warm ist, so dass ich gemütlich am Strand liegen, im Meer schwimmen und am liebsten auch noch schnorcheln kann. Noch heute halte ich während Roadtrips ausschau, wann endlich das Meer in Sichtweite kommt, und der salzig-algige Geruch des Meeres versetzt mich in eine ganz besondere Stimmung.

Aus Australien habe ich viele schöne Meer-Fotos mitgebracht: Unterwasser-Fotos, stümisches Meer, Hafen-Fotos, Landschaften am Meer, Sonnenaufgänge am Meer... entschieden habe ich mich dennoch für dieses eigentlich sehr simple Foto: es zeigt die Ningaloo Coast in der Nähe von Exmouth. In nächster Distanz zur Küste sind hier mit wenigen Schwimmzügen die Unterwasserwelten des Ningaloo Riffs zu erreichen. Aber es ist auch schön und unglaublich entspannend, hier einfach in Strandnähe im klaren, türkisfarben scheinenden Wasser zu stehen oder zu liegen... Hier seht ihr das Bild, welches für mich dieses "aaaah, Meer!" - Gefühl verkörpert.





Berge

Ja, die Berge sind auch schön! Aber das Vorurteil, dass alle Schweizer auch waschechte Bergler und gute Skifahrer sind, trifft bei mir definitiv nicht zu. Gerne fahre ich für ein paar Tage in die Berge, geniesse die Landschaften und besonders auch die sich ständig ändernen Wetter-Stimmungen. Skifahren kann ich jedoch überhaupt nicht und auch Hochgebirgstouren standen noch nie auf meiner to do - Liste. Während mir das Meer nie verleidet, habe ich jeweils nach einigen Tagen genug von den Bergen...

Einmal mehr durfte ich Anfangs Jahr Zermatt mit dem beeindruckenden Matterhorn besuchen. Der für mich schönste Ort, um das "Horu" und die Bergwelt rundherum zu bewundern, ist der Gornergrat. Ausserdem ist eine Zugfahrt mit der Gornergratbahn eine der bequemsten Arten, hoch in die Berge zu kommen - und sie bietet schon unterwegs tolle Aussichten! 






Fremdländisch

Für mich die schwierigste Entscheidung! Vielleicht bin ich ja gerade noch etwas von unserer letzten, grossartigen Australienreise im November beeinflusst. Ich liebe es, zu reisen, zu entdecken, Neues kennenzulernen - Fremdes ist spannend und faszinierend! Fremdländisch sind für mich nicht nur unbekannte Kulturen, sondern ebenso - wie es das Wort sagt - auch fremde Landschaften, die so beeindruckend anders sind, als diejenigen zu Hause...

Der Uluru gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Australiens. Nicht alle Besucher werfen jedoch mehr als einen Blick von den bekannten Aussichtspunkten her auf den Monolithen. Besser als die abendliche Sicht vom üblichen Viewing-Parkplatz hat mir die Fahrt rundherum am nächsten Morgen mit immer wieder anderen Perspektiven gefallen. Besonders schön fand ich, dass Reisende das Mutitjulu Wasserloch, einen für Aborigines wichtigen, aber auch für uns ganz speziellen Ort, besuchen dürfen.

Nicht nur hier, sondern im ganzen Red Centre Australiens habe ich diesen ganz besonderen Wind gehört und gespürt: Ein fein pfeifendes, flüsterndes Geräusch, wenn die Luft durch Felsen und Vegetation streicht. Es ist schwierig zu erklären und wahrscheinlich schwer vorstellbar, wenn man es nicht selbst erlebt hat: Das mystische Geräusch hat mich auf besondere Weise an die lange Geschichte Australiens und seiner Bewohner erinnert.





Einheimisch

Ziemlich genauso sehr liebe ich es, zu Hause zu bleiben oder zurück nach Hause zu kommen. Wie schön ist unser Land, unsere Natur, unsere Heimat, die Schweiz! Immer wieder entdecke ich die Schönheit der einheimischen Landschaften und mir ist bewusst, dass es auch hier noch so vieles zu erkunden und zu erleben gibt.

Im Frühsommer haben wir während einer privaten Schiffstour über den Zürichsee die Insel Ufenau besucht. Wie schön es hier ist! Karibisch kares grün-blaues Wasser, viel Grün und Natur, Spazierwege, auf welchen sich die Besucher gut verteilen - ein kleiner Traum. Weshalb nur war ich vorher noch nie hier? Die Insel liegt nur wenige Kilometer von uns zu Hause entfernt, ist öffentlich zugänglich und durch Kursschiffe und Taxiboote erschlossen. Einmal mehr: das Gute liegt manchmal so nah!







Sonnenaufgang

Früh aufstehen fällt mir schwer. Für einen richtig schönen Sonnenaufgang stelle ich aber gerne einmal den Wecker auf eine unangenehm frühe Zeit, ertrage die kalte Morgenluft und verlasse das kuschelige Bett. Ich liebe Morgenstimmungen! Ein Sonnenaufgang ist mehr als ein "Sonnenuntergang auf der anderen Seite": oft liegen am Morgen feine Nebelfetzen über der Landschaft, Vögel zwitschern laut, die Natur erwacht - und es sind kaum andere Menschen unterwegs.

Entlang der Great Ocean Road lohnt sich nicht nur der Blick auf die grossen, bekannten Sehenswürdigkeiten wie die twelve Apostles. Abends hatten wir hier am Meer bei Apollo Bay noch vergebens darauf gewartet, dass die Regenfront vorbeiziehen und uns nochmals einen Regenbogen bringen würde. Am nächsten Morgen wurde dafür unser frühes Aufstehen mit einem der vielen wunderschönen Sonnenaufgänge in Australien belohnt!





Sonnenuntergang

Von Sonnenuntergängen kann ich aber auch kaum genug bekommen! Jedesmal wieder fotografiere ich fasziniert darauf los, geniesse jede neue Farbe am Horizont und die immer weiter untergehende Sonne. Als Abendmensch bin ich auch oft zur Sonnenuntergangs-Zeit und bis in die blaue Stunde noch am Meer oder irgendwo mitten in der Landschaft unterwegs, wo sich die schönsten Abendstimmungen einfangen lassen.

Einen der schönsten Sonnenuntergänge in Australien haben wir im Barossa Valley in der Nähe eines Weingutes erlebt. Beinahe tropisch sah das aus! Wie immer sind doch Sonnenuntergänge - wie auch Sonnenaufgänge... und eigentlich beinahe alle Fotosujets - irgendwie besser, wenn auch noch einige Wolken mit dabei sind.





Bunt

Ich liebe bunt! Türkisblaues Meer, grüner Urwald, rostrote Erde, ockergelbe Felsen, rosarote Kakadus, goldgelbe Herbstblätter, tiefblauer Himmel, Blumen oder Fische in allen Farben... Da hüpfen mein Herz und meine Fotografen-Seele!

Es ist schwierig, das bunte Unterwasserleben und die vielfältigen Formen der Korallen auf ein Foto zu bringen. Einmal mehr hat mich das Schnorcheln durch die Unterwasserwelt des Ningaloo Riffs in den Bann gezogen. Der (mir leider unbekannte), ziemlich grosse und bunte Fisch ist mir ganz am Rande des Riffs begegnet und war einer der vielen "wow-Momente" unter Wasser.







Schwarz-Weiss

In schwarz-weiss habe ich fotografieren gelernt. Das Besondere daran war die eigene Dunkelkammer, in welcher über die Entwicklung der Negative und die Beleuchtung des Fotopapiers nach der Entwicklung und Wässerung direkt das fertige Foto vor mir lag. Bildbearbeitung hiess damals: Beleuchtungszeit einstellen, abwedeln, Ausschnitt wählen - alles sehr manuell und analog. Heute bearbeite ich selten ein Foto in S/W, zu sehr mag ich die Vielfalt der Farbtöne. Geblieben sind mir aus der "Schwarz-Weiss-Zeit" die Liebe fürs Fotografieren, ein Faible für Silhouetten und schöne Erinnerungen.

Bei einer kurzen London-Reise im Frühling habe ich Abends erstmals den Skygarden zuoberst im "Walkie Talkie" - Gebäude besucht. Seither wollte ich unbedingt zurückkehren und die Pflanzen, sowie die coole Aussicht auch noch bei Tageslicht bewundern. Im Herbst ist mir das gelungen - und es war trotz unstetem Wetter die beste Entscheidung! Von den dort entstandenen Fotos habe ich einige in schwarz-weiss konvertiert - und am besten haben mir dabei die nun gezeigten filigranen Palmen mit der beeindruckenden Architektur im Hintergrund gefallen.





Mein schönstes Foto

Ein unerwartetes Bild aus vielen Gründen...

Das Foto ist ziemlich am Anfang unserer Australienreise entstanden: In Victoria war das Wetter kühler als erhofft und wir haben bei 8C am Morgen unsere Kuscheligsten Pullover hervorgeholt, die wir überhaupt dabei hatten. Als der Great Ocean Road Wildlife Park unterwegs ausgeschildert war, beschlossen wir, hier einen Zwischenhalt einzulegen - und das war perfekt!

Im Park, der nach ökologischen Kriterien angelegt ist, wurden wir sehr freundlich und mit vielen Erklärungen zu den Tieren empfangen - und fanden uns kurze Zeit später mit Chai Tee, Muffin und Katze in weichen Sesseln vor dem Cheminee mit einem wärmenden Feuer wieder. Australien hatten wir uns eigentlich etwas anders vorgestellt...!

Draussen durften wir dann bei vielen Tieren in die riesigen Gehege hinein und hatten so die Möglichkeit, sehr nahe an Kängurus, Wallabies, Emus, Lamas und viele andere heranzukommen - wenn sie es denn wollten. Ein Traum!

So weit sind wir aber erstmals gar nicht gekommen: ein freilaufender Pfau und ein Huhn haben unsere ganze Aufmerksamkeit eingenommen: Das Huhn war kuschelbedürftig - und der Pfau hat minutenlang ein Rad geschlagen und ist imponierend wie ein Model vor mir herumstolziert.

So viele Jahre lang hatte ich mir gewünscht, dass ich einmal einen Pfau mit Rad fotografieren könnte - und hier ist es einfach passiert! Gut, vielleicht wollte der Pfau auch einfach nur das Huhn beeindrucken und nicht mich, aber ich habe die Gelegenheit genutzt und viele Fotos aufgenommen.

Und so bringe ich euch als mein schönstes Reisefoto im 2019 eben einen Pfau aus Australien mit...






Über die Fotos: Alle hier gezeigten Bilder wurden von mir 2019 aufgenommen. Ich zeige sie in grösserer Qualität (2000x1333 Pixel Kantenlänge) als sonst auf dem Blog: durch draufklicken könnt ihr sie euch alle - auch die jeweils kleinere Variante - gross anzeigen lassen und mit allen Details anschauen.
Zur Entwicklung / Bearbeitung: Teilweise wurden Schatten aufgehellt, die Helligkeit vermindert, und Bildausschnitte angepasst.




Eine tolle Sammlung an Fotos, die da übers 2019 hinweg zusammenkam - für mich dieses Jahr mit dem Schwerpunkt Australien.

Erkennt ihr euch in einigen der Vorlieben wieder, oder sieht bei euch alles ganz anders aus? Ich bin gespannt auf eure Kommentare! Schreibt mir auch, wenn ich euren Blog mit euren schönsten Fotos besuchen soll...
Wenn euch meine Fotos und Geschichten gefallen haben und ein Lächeln ins Gesicht oder ein wenig Reise-Sehnsucht ins Herz zaubern konnten, freue ich mich natürlich besonders!

Genauso freue ich mich, wenn ihr meinen Beitrag kommentiert, teilt und verlinkt, oder meinem Blog gleich folgt! Zu vielen der gezeigten Bilder werdet ihr hier in Zukunft die passenden Reiseberichte und noch viel mehr Fotos finden.

Alle Teilnehmer der FopaNet Fotoparade 2019 von Michael findet ihr HIER

Meine schönsten Fotos aus dem zweiten Halbjahr 2017 findet ihr HIER
Meine schönsten Reisefotos aus dem ersten Halbjahr 2018 findet ihr HIER
Meine schönsten Reisefotos aus dem zweiten Halbjahr 2018 findet ihr HIER


Liebe Reisegrüsse
Miuh


P.S. Gerne nehme ich mit diesem Beitrag auch an der Jahresrückblick - Blogparade des Blogs Reisewut teil.  <*