Freitag, 22. Dezember 2017

Meine schönsten Fotos aus dem zweiten Halbjahr 2017

Welches sind meine schönsten Fotos des zweiten Halbjahres 2017, welches ist für mich das aktuell allerschönste Foto und was sind die dazu gehörenden, kleinen Geschichten? Hier gibt Michael von "Erkunde die Welt" mit seiner FopaNet Fotoparade schon einmal die Möglichkeit, mit den liebsten Fotos auf die vergangenen sechs Monate zurückzublicken. Unbedingt empfehle ich euch auch meinen ganzjährigen Geheimtippreisen - Rückblick 2017 und Wunschziele 2018 (hier).


Die Kategorien:

Landschaft / Licht / Schwarz-Weiss / Tiere / Natur - die "Klassiker"
Nahaufnahme / Stadtbild / Farbkontrast / Essen / Aussicht - die "Kniffligen"
Schönstes Foto - die "Königsdisziplin"
https://www.erkunde-die-welt.de/2017/12/05/schoene-fotos-fotoparade-2-2017/

Daraus galt es, mindestens sechs Foto-Favoriten zu finden und hier zu zeigen... 6 + 1 sind es bei mir geworden. Zu jedem Bild erzähle ich euch eine kleine, persönliche Geschichte, denn mit den Fotos ist es für mich ein wenig wie mit den Menschen: Es zählen eben nicht nur die Äusserlichkeiten, sondern auch die Stimmung, der Charakter und die Erlebnisse dahinter.


Landschaft

Seit wir im März (hier) zum ersten Mal durch den Oman reisten und überwältigt waren von den Landschaften, den wilden Bergen und der Schönheit des Landes, zog es mich zurück. Tatsächlich gab es im September 2017 noch ein freies, verlängertes Wochenende in unserer Agenda - und als ich dann noch las, dass zu der Zeit auch Whale Sharks vor der Omanischen Küste unterwegs sein können, war die Entscheidung für eine etwas verrückte Kurzreise gefällt.
Als Kontrastprogramm zu unserem Schnorchel-Trip (link) planten wir eine 4x4-Fahrt durch die Berge im Hinterland von Muscat mit Strecken durch das Wadi Sahtan sowie Teile des Wadi Bani Awf und zurück. Ein anspruchsvolles Vorhaben, denn die Nebenstrassen - genauer gesagt, Schotterpisten - durch die Berge sind häufig sehr abenteuerlich, an den steilen Berghängen liegen riesige, lose Felsen und jede Menge Steine. Die Pisten führen oft genug entlang von hunderte Meter tiefen, ungesicherten Schluchten und manchmal waren Teile davon abgerutscht.
Es war eine der schrecklichsten Fahrten meines Lebens - und gleichzeitig eine der schönsten. Teilweise weiteten sich die Täler (wie im obigen Foto), es gab mehr Vegetation und wir passierten einzelne Häuser oder kleine Dörfer.  All die verschiedenen Landschaften waren unfassbar ursprünglich und schön - und obwohl ich beim Blick aus dem Seitenfenster manchmal in Panik aufgeschrien habe, würde ich sofort wieder gehen.


Schwarz-Weiss
Alleine in einer fremden Stadt - das konnte ich mir früher gar nicht vorstellen und auch heute noch bin ich viel lieber mit meinem Reisebegleiter unterwegs. Das alleine Reisen hat aber auch Vorteile: Meine Route kann ich ganz nach eigenen Interessen und erhofften Foto-Sujets ausrichten und mir beim Fotografieren so viel Zeit lassen, wie ich möchte.
In Hamburg war es im Oktober 2017 genau so: wie schon lange nicht mehr habe ich Verschiedenes ausprobiert, Perspektiven, Lichtstimmungen, Standorte geändert und nebenbei innert kürzester Zeit so viel von der Stadt entdeckt, wie ich vorher nicht zu hoffen wagte.
Mein liebster Ort wurde sofort die Gegend am Hafen mit den Landungsbrücken (link). Dort liegt auch die Rickmer Rickmers, ein Museumsschiff, vor Anker. Die ganze ursprüngliche Takelage hat mich sehr fasziniert und bot zusammen mit der abendlichen Lichtstimmung im Hintergrund ein wunderbares Motiv. In schwarz-weiss habe ich schon lange nicht mehr gearbeitet... Interessant finde ich hier, wie das ursprünglich romantische Motiv nun eher bedrohlich wirkt.


Tiere
Manchmal liegt das Gute ja so nah...! Gerade in meiner Heimatstadt Zürich gibt es einige ruhige Orte, grüne Oasen, die noch so richtige Geheimtipps sind - und ich bin sicher, da habe ich selbst noch längst nicht alle entdeckt.
Einer dieser Orte ist der Botanische Garten Zürich: Auf dem weitläufigen Gelände werden die verschiedensten Pflanzen gepflegt und naturliebende Menschen finden viel Interessantes, jede Menge Freiräume und Entspannung.
An einem strahlenden Herbsttag Mitte Oktober 2017 war ich im Park unterwegs und habe das Seerosen-Becken mit den vielen Fröschen entdeckt, die sich sonnten und wunderbare Fotomotive abgaben. Einer davon schien richtig stolz zu posieren - da fehlt nur noch ein Krönchen auf dem Kopf, findet ihr nicht auch?


Nahaufnahme
Erkennt ihr es? Das sind die noch gefalteten Flügel eines vor wenigen Stunden geschlüpften Schwalbenschwanz-Schmetterlings. Per Zufall entdeckte ich im Mai Schmetterlings-Eier am Dill vor der Haustür... Bald schlüpften kleine (Rüebli-)Räupchen, die ich geschützt aufzog, denen ich später beim verpuppen zuschaute und schliesslich im August 2017 auch beim schlüpfen als wunderschöne Schwalbenschwanz-Schmetterlinge. (hier mehr dazu) Ein Wunder der Natur, das glücklich macht!
Gleich nach dem Schlüpfen sind die Schmetterlinge noch ganz zerknittert. Sie brauchen etwas Zeit und Ruhe, um ihre Flügel ganz aufzufalten und bleiben auch dann noch eine Weile sitzen und können gut fotografiert werden. Nach einigen Stunden (bei schlechtem Wetter können es auch einmal zwei Tage sein) werden sie unruhig und fliegen schliesslich davon.
Das Schönste war für mich, als wenige Tage später ein Schwalbenschwanz zurückkehrte und wieder Eier auf dem Dill ablegte. - Der Kreislauf des Lebens begann von Neuem! Diese zweite Generation überwintert nun als Schmetterlings-Puppen gut geschützt draussen an der Kälte - wie es für die richtige Entwicklung sein muss.


Stadtbild
Mit Freude organisiere ich einen grossen Teil unserer kürzeren und längeren Reisen, recherchiere Geheimtipps, besonders schöne Orte, feine Restaurants, Natur-Erlebnisse, Unterkünfte und vieles mehr.
Im August 2017 aber wurde ich selbst zu einem Überraschungs-Wochenende eingeladen :-) Wohin würde die Reise gehen? Wir fuhren mit dem Auto los... Meine Tipps waren "München", dann "Bern", dann "Paris"... bei jeder Autobahnkreuzung fiel wieder eine der Optionen aus dem Rennen.
Schlussendlich landeten wir im Elsass, fuhren gemütlich entlang der Weinstrasse, degustierten Crémant d' Alsace und besuchten neben den schönsten Dörfern Frankreichs auch Colmar.
Schon lange hatte ich mir gewünscht, die Region zu bereisen, und die Häuser, die Dörfer mit all den Blumen, die Landschaften und speziell "klein Venedig" in Colmar waren noch schöner, als ich es mir vorgestellt hatte! Ein Foto im Hochformat gibt es bei mir selten - hier aber "muss" es sein, denn ich liebe Spiegelungen.


Aussicht

Kurz nach dem Start in Zürich im Oktober 2017 für meinen Flug nach Hamburg (hier) flogen wir eine sehr enge Kurve, so dass ich fast senkrecht auf die Landschaft unter uns sehen konnte. Solche Flugmanöver sind meiner Flugangst gar nicht zuträglich, aber eine der Strategien dagegen ist die Aussicht aus dem Flugzeugfenster zu bestaunen und zu fotografieren. (Hier seht ihr meine weiteren Tipps gegen Flugangst)
Dieser Blick auf die Erde hatte es wirklich in sich! Ihr seht hier links oben den unteren Katzensee, rechts oben den äussersten Teil von Zürich-Affoltern (Kreis 11, oft auch als "Zürich Nord" bezeichnet) , sowie schräg durchs Bild die grosse Autobahnbaustelle der A1 Nordumfahrung Zürich. Auf einer Länge von 580 Metern soll hier die Autobahn nach dem Ausbau schliesslich überdeckt werden und so neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere bieten. (Quelle: Projekt-Seite) - eine schöne Vorstellung!
In der Zwischenzeit aber bleibt diese Baustelle auf der meist befahrenen Autobahn der Schweiz noch auf Jahre hinaus ein Nadelöhr - oft genug auch für mich. Einmal so darüber zu fliegen war deshalb ein ganz besonderes Erlebnis!


Schönstes Foto
Mit dem für mich persönlich schönsten Foto schliesst sich der Kreis wieder, denn ebenso wie das Landschaftsfoto am Anfang wurde es im September 2017 im Oman aufgenommen. Ob Andere in diesem Bild dieselbe Schönheit finden, wie ich? Oder sind es einfach die vielen positiven Emotionen, welche für mich dahinter stecken und es so wertvoll machen?
Nach einem anstrengenden Arbeitstag waren wir spät Abends ins Flugzeug gestigegen und früh Morgens gelandet. Schon im Flughafen von Muscat war alles so einfach und bekannt. Wir nahmen das Mietauto entgegen, fuhren los in Richtung Mutrah und da war es:
Das vertraute und gleichzeitig exotische Gefühl, nach so kurzer Zeit nochmals in diesem schönen Land zu sein (hier ein kleiner Rückblick auf den März), wieder auf dieser Strasse unterwegs im feucht-warmen Klima und doch neuen, noch unbekannten Abenteuern entgegen - Eine riesige Vorfreude!


Über die Fotos / Entwicklung: Die Bilder zeige ich hier in grösserer Qualität (2000x1333 Pixel Kantenlänge) als sonst auf dem Blog, mit draufklicken könnt ihr sie vergrössern. Teilweise wurden Schatten leicht aufgehellt, Helligkeit leicht vermindert, Bildausschnitte angepasst.



Alle Teilnehmer der FopaNet Fotoparade von Michael, sowie seinen eigenen Beitrag findet ihr hier (link). Einige meiner bisher liebsten Beiträge stelle ich euch hier bereits vor und werde laufend weiter ergänzen:

Cache 'n' Travel - Jedes der Afrika - Fotos ist anders, und jedes hat es mir angetan!
Mini Globetrotter - Beeindruckende Berg- und Landschaftsbilder aus Andalusien!
Reisen-Fotografie - Auch sonst verfolge ich ihre Beiträge gerne. Die vielen "Shades of grey" des Affen-Fells beeindrucken mich besonders. Definitiv mehr als Schwarz und Weiss!
Hikelust - Umwerfende und ganz besondere Fotos! Auch hier ist Hamburg mit der Elbphilharmonie vertreten und zeigt, dass es kein "schlechtes" Wetter gibt.
Nesting Nomads - Wunderschöne, Stimmungsvolle Landschaftsfotos... am meisten hat mich aber das Drohnenfoto überrascht!
Take a Hike - Umwerfende Natur- und Landschaftsfotos aus den USA. Meine Favoriten: "on the Road durch die Landschaft" sowie eine Aufnahme des Joshua Tree National Park
Naturfreundin - so viele schöne Tier- und Natur- Fotos... da kann ich mich gar nicht für einen Favoriten entscheiden :-) alle sind sehr sehenswert!
Lostintravel - So viele, schöne, bunte Reise- und Landschaftsfotos, die mir sehr gut gefallen!
Diereiseule - Von ihrer spannenden Reise nach Grönland hat sie extrem vielfältige Fotos mitgebracht - von ewigem Eis, aber auch noch ganz Andere
Travelmorebabbleless - Jedes der Fotos ist ein Wow! Die Landschaft der Lofoten, Polarlichter sowieso und auch bei mir hat sich der dreibeinige Fuchs gleich ins Herz geschlichen.
On Brink - Alle Fotos aus Australien, da hüpft mein Herz! :-) Besonders natürlich bei den Tierfotos, zum Beispiel von Kangaroo Island..
Trip to the Planet - Hier findet ihr ein besonders gutes Auge für spezielle Details und Sujets, kombiniert mit zauberhaftem Licht und Stimmung.
Travelisto - So viele schöne Fotos aus Namibia... Der kleine Gecko, Dünen, Giraffen - und zwei Bilder, die gleich das Camping-Gefühl (wieder) aufleben lassen.
Framing Landscapes - Schlicht meine liebsten Sonnenauf- und Sonnenuntergänge, alles andere als Langweilig!
Dinky-Land - Island, Südtirol oder auch die Katze zu Hause... immer mit besonderem, warmen Licht oder speziellem Blick und Bildgestaltung
In Extenso - Afghanistan-Bilder fernab aller Vorstellungen, die wir gewöhnlich von Afghanistan haben. Die Fotos gehen direkt ins Herz und gehören zu meinen absoluten Favoriten der Parade!

Liebe Reisegrüsse, Miuh



Donnerstag, 14. Dezember 2017

Der Himmel über der Linthebene (Ostschweiz)

Unterwegs zu sein mag ich sehr! Wenn die Landschaft draussen am Autofenster vorbeizieht, die Lichtstimmung ständig ändert und manchmal sogar das Wetter...
Vor knapp zwei Wochen waren wir unterwegs in Richtung Deutschland. Die folgenden Bilder stammen aber noch aus der Schweiz: sie wurden auf der Strecke zwischen dem Obersee und dem Walensee aufgenommen und zeigen die Linthebene sowie die umgebenden Berge - Eine interessante Gegend, historisch wie landschaftlich!
Um es noch spannender zu machen, war die Sonne gerade hinter den Wolken untergegangen und der noch nicht ganz volle Mond stand tief am Himmel. Wenige Tage später hat er dann als Supervollmond sogar durch die Wolken hindurch die Nacht dämmer-hell erleuchtet.
Die Stimmung war zauberhaft und auch wenn mir bewusst war, dass das vorhandene Licht zusammen mit unserer hohen Geschwindigkeit (auf der Autobahn) kaum für ganz scharfe Fotos reichen würde, nahm ich die Kamera hervor.
Auf Reisen habe ich die Kamera immer ganz oben in der Handtasche mit dabei und jederzeit griffbereit. Dass sie blitzschnell einsatzbereit ist und auslöst schätze ich in solchen Situationen besonders.
Dunst stieg aus den Tälern zwischen den Hügelketten und manchmal verdeckten die Wolken am Himmel oder höhere Berge die Sicht auf den Mond.
In der Ebene sind einzelne Höfe verteilt...
... diese Holzhäuser und Scheunen mag ich ganz besonders.
Bald zeige ich euch noch mehr zum Thema: "Fotos aus dem fahrenden Auto aufnehmen" und gebe euch einige praktische Tipps dazu.
Die heutigen Bilder sind bei schon sehr schwachem Licht und relativ hoher Geschwindigkeit unter recht schwierigen Bedingungen entstanden. Sie sind ein Beispiel dafür, dass es mir persönlichh auch einmal wichtiger sein kann, die spezielle Stimmung einzufangen, als perfekte Technik und Schärfe zu erreichen. :-)
Wenn euch mein Blog mit den Tipps und Reiseberichten gefällt, freue ich mich natürlich ganz besonders, wenn ihr ihn abonniert, teilt und weiterempfehlt... - es wäre doch zu schade, wenn ihr die nächsten Beiträge verpassen würdet?  :-)


Liebe Reisegrüsse, Miuh


P.S. Gerne zeige ich die Himmels- und Stimmungsbilder, die mir so gefallen haben, auch beim Naturdonnerstag, beim Freutag und bei in Heaven.








Dienstag, 5. Dezember 2017

Wo die Fische "Hallo" sagen - am Ned's Beach auf Lord Howe Island

Einer der bekanntesten Orte auf Lord Howe Island ist Ned's Beach. Der wunderschöne Naturstrand liegt in einer Bucht im Nordosten der Insel, eingerahmt von Kentija - Palmen und einer grünen Wiese.
Vom Strand aus erreicht ihr nach nur wenigen Metern schwimmen oder schnorcheln die ersten Teile des wunderbaren Korallenriffs um die Insel...
... aber auch an Land ist alles bereit für einen erholsamen Tag am Meer.
Fischen ist am Ned's Beach streng verboten!

Und das hat einen guten Grund: der Strand ist auf Lord Howe Island berühmt für seine zahmen Fische.


Noch vor unserer Ankunft auf Lord Howe haben wir vom Ned's Beach gehört und erste Fotos der Fische gesehen - Da wollte ich natürlich unbedingt hin! Die Zeit auf der Insel haben wir gut genutzt: Neben weiteren Ausflügen sind wir jeden Tag auch zum Ned's Beach, der ja von unserem Lorhiti Apartment  aus (hier) quasi unser Haus-Strand und über einen schmalen Dschungel-Pfad schnell zu erreichen war.

Hier berichte ich euch von unseren Erlebnissen an diesem speziellen Strand und gebe euch zum Schluss noch ein paar "Do's" und "Don'ts" weiter.





"Hallo Fische!" - unsere Erlebnisse am Ned's Beach auf Lord Howe Island:


Der Strand hat uns sofort gefallen: hierher müsst ihr nicht nur für die Fische kommen, es ist auch einfach ein schöner Ort, um einen gemütlichen Tag zu verbringen! Sogar ohne Sonnenschein (was hier im subtropischen Klima oft vorkommt) hat der Strand seine Ausstrahlung.
Im Gegensatz zu sonst habe ich mich auch nicht erst an den Strand gelegt, sondern bin direkt mit der kleinen, wasserfesten Digitalkamera in Richtung Wasser.
Die Fische sind extrem auf Menschen fixiert und versammeln sich schon, wenn ihr nur dem Strand entlang geht! Sie kommen so nahe ins seichte Wasser, dass ihr sie in den feinen, sich am Strand überschlagenden Wellen sehen könnt.
Wir haben gar nicht erst Futter geholt um die Fische anzulocken, sondern wollten "nur einmal kurz schauen". Die verschiedenen Fische kamen sofort in unsere Nähe und sind direkt um uns herum und an uns vorbei geschwommen, sobald wir etwa knietief im Wasser standen. Ein beeindruckendes Gefühl - und sicher nichts für Fischphobiker (Ichthyphobie, das gibt es tatsächlich und Rihanna soll zum Beispiel davon betroffen sein).
Foto (c) Reisebegleiter
Mein Reisebegleiter war etwas vorsichtiger: "Beissen die?" Einige der Fische sind tatsächlich ziemlich gross und haben beeindruckende Zähne und riesige, herausstülpbare Münder! "Nein, bestimmt nicht!" war ich überzeugt. Sobald es um Tiere oder ums Fotografieren geht, bin ich wesentlich mutiger als sonst. Kommt sogar beides zusammen... - Langer Rede, kurzer Sinn: Doch, wenn ihr während des unter Wasser Fotografierens konzentriert einen Finger wegstreckt, kann da durchaus einmal ein neugieriger Fisch hineinbeissen. Autsch! Der Finger blieb zum Glück daran, es war nur ein grober Kratzer, der etwas blutete - aber ich hatte meine Lektion gelernt und gab mir ab da Mühe, nicht mehr wie etwas Essbares auszusehen ;-)
In der Nähe stand ein Mann mit Futter... und alle Fische stürzten sich quasi auf ihn! Das Wasser rundherum schien fast zu schäumen vor Fischen! Sie schossen durchs Wasser und sprangen auch heraus. Wir konnten sehen, wie beeindruckend gross die Fischmäuler tatsächlich waren und beschlossen, dass wir das Füttern nicht ausprobieren wollten.
Tatsächlich kamen die Fische genauso zu uns und sie waren sehr viel weniger nervös und aggressiv ohne Futter. Auch so sind sie sehr neugierig und einfach zu beobachten und zu fotografieren.
Am schwierigsten zu fotografieren (irgendwie am scheuesten) war ein blau-rot-bunter Fisch, eine  Wrasse / Junker-Lippfisch / Thalassoma wie ich später herausfand.
Von vielen Fischen habe ich die Namen nicht herausgefunden, aber unter Anderen sind Silver-Drummer, Silver Trevally, Wrasse, Blue Fish, Mullet, Kingfish und Spangled Emperor anzutreffen.
Manchmal hätte man fast von Fischsuppe sprechen können, so dicht schwammen alle um uns herum!
Was? Neeein, so war das doch nicht gemeint...
Es waren wunderschöne Erlebnisse und wir haben die Zeit am Ned's Beach mit all den Fischen unglaublich genossen!

Do's und Don'ts am Ned's Beach auf Lord Howe Island


Do:

-1- Nehmt euch unbedingt Zeit für diesen Ort - Es besteht die Gefahr, dass ihr euch kaum mehr losreissen mögt und immer nur noch ein wenig länger dort bleiben wollt.

-2- Nehmt eure Wasserfeste Kamera, die Gopro oder die Wasserfeste Hülle mit - hier werdet ihr Unterwasser-Motive ohne Ende finden.

-3- Geniesst die komfortablen Einrichtungen: Picinic-Bänke, Umziehkabinen, Grillstelle, Toiletten... Wenn ihr etwas zu Essen und zu Trinken mitnehmt, könnt ihr hier entspannt den ganzen Tag verbringen.

-4- Verbringt entspannt Zeit mit den Fischen, ohne sie zu Füttern! Ja, es ist ein Spektakel, wenn jemand die Fische mit Futterpellets anlockt und sie danach springen und schnappen. Viel ruhiger und entspannter ist es jedoch für alle ohne Futter - und nur so habt ihr die Gelegenheit, die Fische auch einmal scharf vor die Linse zu bringen. Und keine Angst: es kommen auf jeden Fall genügend Fische in Eure Nähe, sie sind sehr neugierig.

-5- Leiht euch bei der Picnic Area gegen einen kleinen Beitrag Schnorchel-Equipment aus. Wie so vieles auf der Insel funktioniert auch dieses System auf Vertrauen - seid so ehrlich und missbraucht das nicht...


 Don't:

-6- Bitte wirklich nicht fischen! Auch wenn ihr sonst nicht gerade Vegetarier seid: hier sind die Fische eure Freunde und nicht euer Essen - und das macht den Ort so speziell... Eine Welt des friedlichen Zusammenlebens, wie man sie sich wünscht und sich das verlorene Paradies vorstellt.

-7- Füttert die Fische nicht mit Brot, Küchenabfällen oder anderem ungeeignetem Essen. Bis vor wenigen Jahren wurde das leider gemacht. (was ihr auf älteren Videos noch sehen könnt) Die Fische sind davon sichtbar krank geworden, was heute möglichst vermieden werden soll. Zur Fütterung geeignete Pellets könnt ihr bei der Picnic Area für 1 AUD pro Becher beziehen.

-8- Vergesst und verpasst das faszinierende Riff nicht! Die zahmen Fische am Ned's Beach sind unterhaltsam und ihr müsst gar nicht weit ins Wasser - schon im Waden- oder Knie-tiefen Wasser werdet ihr ihnen begegnen. Schwimmt ihr doch noch einige Meter weiter hinaus, befindet ihr euch auch schon über Teilen des weltweit südlichsten Korallenriffs mit wunderbar klarem Wasser, bunten Fischen, Korallen und anderen Meeresbewohnern.



Mögt ihr Fische und eine solche Begegnungsmöglichkeit? Kann euch ein Ort auch so verzaubern, wie es mir mit Ned's Beach - und mit der ganzen Lord Howe - Insel passiert ist?

Den letzten Beitrag findet ihr hier: Alle Hotels und Unterkünfte auf Lord Howe Island finden und ankommen...
Gerne empfehle ich euch auch alle Informationen, Tipps und Erlebnissen zu Lord Howe Island ...
die 18 Tipps und Informationen zum Flug nach Lord Howe Island ...
sowie die ganze Übersicht zu unserer Traum-Australienreise.

P.S. Gerne zeige ich meine Freude über die nahen Fisch-Begegnungen auch beim Natur Donnerstag, beim Freutag, beim Sonntagsglück und bei den Montagsfreuden.

Wenn euch mein Blog mit den Tipps und Reiseberichten gefällt, freue ich mich natürlich ganz besonders, wenn ihr ihn abonniert, teilt und weiterempfehlt... - es wäre doch zu schade, wenn ihr die nächsten Etappen verpassen würdet?  :-)


Liebe Reisegrüsse, Miuh





Donnerstag, 30. November 2017

Alle Hotels und Unterkünfte auf Lord Howe Island finden und ankommen

Hier findet ihr alle Hotels und anderen Unterkünfte auf Lord Howe Island aufgeführt mit den entsprechenden Links und Buchungs-Möglichkeiten unterteilt in:

1. Buchung über internationale Reisebüros
2. Buchung aller Unterkünfte über die spezialisierte Agentur: Oxley Travel
3. Direkte, individuelle Buchung und Homepages aller 22 Unterkünfte auf Lord Howe Island, Tipps und wichtige Informationen


Als Einleitung beschreibe ich euch kurz, wie wir auf der Insel und in unserem Zuhause auf Zeit angekommen sind und zum Abschluss gebe ich euch den Tipp, wo wir selbst gewohnt haben - und sehr zufrieden waren.


Unsere Gastgeberin hatte uns nach der Ankunft am Flughafen von Lord Howe Island direkt abgeholt und fuhr uns nun gemütlich in einem der wenigen Autos über die Insel, wobei sie gleich das Wichtigste erklärte und einige wunderschöne Orte und Aussichten zeigte.


Vor dem Abflug in Sydney hatte ich noch besorgt auf meine Wetter-App geschaut: für Lord Howe Island weit draussen in der Tasmanischen See  waren ständig Gewitter, Regenwetter und fast schon kühle Temperaturen um die 20 C angesagt. Nun aber hatten wir schönstes Wetter mit nur einigen Wolkenfetzen um die Berge und über der Bucht - die Luft fühlte sich tropisch feucht und warm an.


Wir sahen gleich, was das subtropische Klima bedeutet: die Pflanzen, welche im Garten unserer Unterkunft und auch einfach irgendwo am Wegesrand wuchsen, waren unglaublich üppig. Dabei waren auch einige, die ich bei uns als Zimmerpflanzen kannte - hier auf Lord Howe sind sie einfach viel grösser!


Innert kürzester Zeit lernten wir, dass es auf Lord Howe Island kein Handy-Netz gibt, dass Häuser nicht abgeschlossen werden, Fahrräder das bevorzugte Fortbewegungsmittel sind und wie das Restaurant-System funktioniert. (Alle Informationen, Tipps und Erlebnisse zu Lord Howe Island findet ihr hier!)


1. Buchung über Internationale Reisebüros


Von den internationalen Reisebüros werden praktisch ausschliesslich die beiden ziemlich teueren und natürlich auch sehr schönen Hotels: Capella Lodge sowie Arajilla Retreat angeboten und vermarktet. Sie sind preislich im Luxus-Segment angesiedelt, dafür sind alle Mahlzeiten inklusive. Dennoch sind sie für Normalverdiener kaum oder nur als grosse Ausnahme bezahlbar und Achtung: die Preise werden pro Person angegeben, nicht pro Zimmer.
Lasst euch davon nicht entmutigen, auch wenn ihr über eine Agentur buchen wollt: es stehen noch 20 weitere Unterkünfte zur Verfügung und sie können problemlos international gebucht werden.


2. Buchung aller Unterkünfte über die spezialisierte Agentur: Oxley Travel


Oxley Travel ist die spezialisierte Agentur, über welche ihr alle 22 möglichen Unterkünfte auf Lord Howe Island, aber auch Flüge und ganze Pakete buchen könnt. Wir haben unser Apartment über Oxley gebucht und uns sehr gut beraten und aufgehoben gefühlt, alles hat geklappt.

Alle Unterkünfte auf einen Blick könnt ihr hier bei Oxley Travel ansehen und eine erste Übersicht gewinnen. Mit einem Klick auf die Vorschaubilder seht ihr die wichtigsten Informationen zu den einzelnen Unterkünften.

Eine Übersichtskarte von Lord Howe Island mit allen Unterkünften, Stränden, Bergen und dem Flughafen eingezeichnet findet ihr hier.

 

3. Direkte Buchung und Homepages aller 22 Unterkünfte auf Lord Howe Island


Die Unterkünfte auf Lord Howe Island könnt ihr selbstverständlich auch individuell auf deren  Homepages ansehen und direkt buchen.

Hier findet ihr alle individuellen Unterkünfte sowie die direkten Links zu deren Homepages. Geordnet sind sie nach den gleichen Nummern (1 - 22), welche auch auf der Übersichts-Karte aufgeführt sind - mit wenigen Ausnahmen geographisch von Norden nach Süden sortiert. Einige Tipps und wichtige Informationen vorweg:

- Es dürfen immer nur jeweils so viele Besucher auf der Insel sein, wie Betten in Hotels und Apartments angeboten werden, das heisst momentan etwa maximal 400 Personen.
- Jegliches (wild) Campieren ist auf Lord Howe Island verboten. Reist deshalb nicht an, ohne eine Unterkunft gebucht zu haben, denn je nach Saison sind alle Möglichkeiten ausgebucht.
- Viele Unterkünfte erlauben gar keine Kinder oder führen eine Alterslimite für Kinder, zum Beispiel nur ab 10 Jahre oder älter.
- Achtung: Einige Unterkünfte geben die Preise pro Zimmer / Apartment an, während andere die Preise pro Person angeben.
- Ebenso ist bei einigen Unterkünften das Essen und oft sogar Vollpension dabei, während andere für Selbstversorger sind (und dann dafür normalerweise als Service ihre Gäste Abends zu den gewünschten Restaurants fahren)


Linkliste aller Hotels, Lodges und Apartments:


1. Milky Way Holiday Villas

2. Arjilla Retreat

3. Ocean View Apartments 

4. Blue Lagoon Lodge

5. Somerset Apartments

6. Howeana Apartments

7. Lorhiti Apartments

8. Ebbtide Apartments

9. Beachcomber Lodge

10. Earls Anchorage

11. Pandanus Lodge (Facebook Seite)

12. Broken Banyan Apartments

13. Hideaway Apartments

14. The Treehouse (Oxley Travel Seite mangels eigener Seite)

15. Leanda Lei Apartments

16. Lagoon Landing

17. Bowker Beach House

18. Pinetrees Lodge

19. Waimarie Apartments

20. Capella Lodge

21. Blue Peters Beach House
 
22. Admiralty Apartments




Unsere Unterkunft: Lorhiti Apartments


Für unseren Aufenthalt auf Lord Howe Island habe ich so ziemlich alle Unterkünfte der Insel durchgeschaut, Orte, Distanzen und Lagen eingeschätzt sowie Vor- und Nachteile abgewogen...


Dass unsere Wahl auf die Lorhiti Apartments fiel, war eine Mischung aus Preis, Lage in der Nähe eines Strandes (Ned's Beach) und des Ortszentrums, Bauchgefühl, Werbefotos und - ich gebe es zu - vorhandenes Wifi.


Die Lorhiti Apartments sind hell, praktisch  und vom Platz her mit einem Schlafzimmer sowie separatem Wohnbereich sehr grosszügig eingerichtet. Alles, was ihr euch vorstellen könnt, ist vorhanden: von Strandtüchern über die komplette Kücheneinrichtung bis zur Taschenlampe... Nette Extras wie die willkommens-Schokolade oder die feinen Frangipani - Pflegeartikel nicht zu vergessen :-)


Den schönen Garten mit Wiese, Liegebetten, exotischen Pflanzen und Grillstelle haben wir gar nicht wirklich genutzt - schliesslich ist die ganze Insel eine Art riesiger Garten! Am liebsten sind wir den kleinen, privaten Pfad durch den Dschungel gelaufen, hinunter zum Ned's Beach... da war wirklich auch der Weg das Ziel!

Zum Ned's Beach erzähle ich euch hier mehr ...

Unterdessen empfehle ich euch den letzten Teil mit allen Informationen, Tipps und Erlebnissen zu Lord Howe Island ...
den vorletzten Teil mit 18 Tipps und Informationen zum Flug nach Lord Howe Island ...
den nächsten Bericht: Wo die Fische "Hallo" sagen - am Ned's Beach auf Lord Howe Island...
sowie die ganze Übersicht zu unserer Traum-Australienreise...

Wenn euch mein Blog mit den Tipps und Reiseberichten gefällt, freue ich mich natürlich besonders, wenn ihr ihn abonniert, teilt und weiterempfehlt... - es wäre doch zu schade, wenn ihr die nächsten Etappen verpassen würdet?  :-)


Liebe Reisegrüsse, Miuh