Samstag, 17. Februar 2018

Oman Roadtrip: Mutrah, der traditionelle Souk in Muscat

Einen Souk wollte ich unbedingt besuchen, wenn ich schon in einem Orientalischen Land war! Die Gelegenheit bietet sich im zu Muscat gehörenden Ortsteil Mutrah im Osten der Stadt mit dem grössten Souk des Oman. Ein Souk ist eine Art Markt oder Basar, an welchem viele Händler ihre Waren anbieten. Sie haben ihre Läden offen entlang der Gassen des Souk, wo sie ihre Auslagen möglichst attraktiv zeigen.
Gleich nach unserer Ankunft und dem Einchecken im Hotel sind wir also hingefahren und haben uns mitten ins Orientalische Abenteuer gestürzt.

Eingang, Tor, Mutrah, Souk, Muscat, Oman


Wie finde ich den Souk von Mutrah?


Zum Souk von Mutrah kommt ihr am besten mit dem eigenen (Miet-) Auto oder mit einem Taxi. Muscat hat nicht ein einzelnes Stadtzentrum, sondern ist sehr breit gezogen mit verschiedenen Stadtteilen, in welchen die Sehenswürdigkeiten verteilt sind. Zu Fuss wäre das viel zu weit und der Öffentliche Verkehr ist weder extrem gut ausgebaut, noch einfach zu nutzen.

Corniche, Mutrah, Muscat, Hafen, Promenade, Hafenpromenade, Oman

Parkieren könnt ihr vereinzelt entlang der Corniche (Hafenpromenade), oder dann etwas zurückversetzt in der Nähe eines Seiteneingangs zum Souk. Der Souk selbst ist autofrei - in den engen, zumeist gedeckten Gassen wird die Ware in Handwagen transportiert.

Handwagen, Transport, Souk, Mutrah, Muscat, Oman

Rund um die Eingangsbereiche des Souks sind verschiedene Handwerksbetriebe, kleine Läden aber auch Wohnhäuser angesiedelt.

Mutrah, Souk, Wohnhaus, Geschäft, Stoff, Laden

Wie ist es, im Souk von Mutrah unterwegs zu sein?


Im zentralen Teil des Souks findet ihr mehrere schön dekorierte Oberlichter. Hierhin kommen auch sehr viele ausländischen Besucher und es gibt die meisten Angebote für Touristen, sowie Händler, welche euch - manchmal in verschiedenen Sprachen - ansprechen.

Allerdings sind die Händler hier kaum je so aufdringlich, wie in anderen Ländern manchmal. Natürlich werdet ihr angesprochen, vor allem sobald ihr langsamer geht, oder etwas genauer anschaut. Aber ihr werdet nicht angefasst, am Ärmel gezupft oder gedrängelt. Freundlich lächeln, sich bedanken, nein sagen und weitergehen funktioniert da tipptopp.

Oberlicht, Souk, Mutrah, bunt, Glas, scheiben, Muscat, Oman

Was - und wie - kaufe ich im Souk von Mutrah?


Angeboten werden euch im Souk Kleider, Tücher, Kopfbedeckungen, Schmuck, Düfte, Weihrauch, Gegenstände aus Silber, Spielsachen, Orientalische Lampen, Deko-Artikel, Haushaltsgegenstände aller Art, sowie Souvenirs.

Dabei ist längst nicht alles traditionell aus dem Oman, viele Waren kommen auch aus Ländern wie Indien, Pakistan, China und der Türkei. Es lohnt sich also auch hier, genau nachzufragen und die Qualität sowie die Ettiketten zu prüfen.

Zu einem Kauf im Souk gehört es natürlich unbedingt auch, zu handeln! Im euch als erstes genannten Preis ist dafür nämlich noch jede Menge Spielraum eingebaut. Vergleicht am besten vorher schon etwas, überlegt euch, was ihr etwa bereit seid, zu bezahlen und steuert auf diesen Zielpreis zu. Meine Strategie ist meist, mit etwa 1/4 des ursprünglich genannten Preises zu starten und bei 1/3 bis 1/2 zu landen. Das ist natürlich von Fall zu Fall verschieden. Bleibt höflich, macht das Produkt nicht schlecht, zeigt euch aber auch nicht zu euphorisch.

Fühlt euch auch nicht gezwungen, nur etwas zu kaufen, weil euch der Händler schon x Tücher hervorgeholt und hingehalten hat, falls nicht das Richtige für euch dabei ist, oder der Preis am Schluss nicht stimmt. Manchmal (aber nicht immer) nennt euch der Händler auch plötzlich noch einen wesentlich besseren Preis, wenn ihr seinen Laden verlässt.

Angebot, Souk, Mutrah, Muscat, Kleider, Tücher, Körbe, Oman


Wie erlebe ich den traditionellen Teil des Souk von Mutrah?


Sobald ihr euch von den zentralen Teilen des Souk entfernt und in die etwas weniger glamourösen Nebengassen einbiegt, werdet ihr kaum mehr Touristen begegnen. Die Händler sprechen euch auch weniger an, sondern schauen eher zurückhaltend. Angeboten werden vermehrt Alltagsgegenstände wie Küchenutensilien oder Pflegeartikel und Kosmetika und die Einheimischen kaufen hier, was sie brauchen. Das bummeln und staunen durch diese Gassen habe ich sehr genossen und mich auch hier sicher gefühlt.

Angebot, Ketten, Silber, Mutrah, Souk, Muscat, Oman, Weihrauchbrenner, Schatulle

Auch wenn ihr durch verschiedene Seitenstrassen des Souks geht und euch irgendwann etwas verloren fühlt, kommt ihr an einem Ende wieder aus dem Gassengewirr heraus und könnt euch neu orientieren. Wir hatten den Souk von der Stadt her betreten und kamen beim Haupteingang an der Corniche, Mutrah's Hafenpromenade wieder heraus.

Eingang, Tor, Mutrah, Souk, Oman, Muscat, Moschee, Schiitisch


Ein Spaziergang entlang der Corniche von Mutrah ist die perfekte Ergänzung zum Souk


Den Besuch des Souk könnt ihr wunderbar verbinden mit einem Spaziergang entlang der Corniche, der Hafenpromenade bei der Bucht von Mutrah. Hier habt ihr eine schöne Sicht auf den Hafen und könnt mit etwas Glück die vom Sultan genutzte Staats-Jacht Al Said oder deren Versorgungsschiff Fulk al Salmah sehen.

In Richtung Land habt ihr einen guten Blick auf die beeindruckende schiitische Moschee.



Corniche, Mutrah, Souk, Muscat, Oman, Moschee, schiitisch, Meer

Zur östlichen Seite seht ihr über der Stadt eines der zwei lokalen Forts.
 
Fort, Burg, Mutrah, Muscat, Oman

Das bekannteste Wahrzeichen des Ortes ist der grosse, weisse Weihrauchbrenner, der auf einem Hügel im Riyampark steht... Aber auch der Kreisel in der Nähe, welcher mit einem Wasserspiel aus goldenen Gefässen geschmückt ist, zieht die Blicke auf sich.

Dekoration, Kreisel, Weihrauchbrenner, Mutrah, Muscat, Oman, Riyam, Wasserspiel, gold

Dem Meer entlang zu gehen, hat uns gut getan, etwas Bewegung nach dem langen Flug, Licht und Wärme tanken und so richtig ankommen.

Corniche, Mutrah, Muscat, Fort, Oman, Meer, Möwen

So konnten wir uns langsam akklimatisieren an diesem für uns noch so exotischen Ort mit all den fremden Gerüchen und Tönen.

weitsicht, Corniche, Mutrah, Muscat, Oman, Moschee, Meer, Häuser

Wo kann ich in Mutrah etwas essen und trinken?


Spazieren gehen macht hungrig und durstig. So steuerten wir auf ein Restaurant gleich neben dem Eingang zum Souk zu, das auf den ersten Blick etwas gar bunt und touristisch aussah. Später bemerkten wir jedoch, dass Einheimische hier ebenso einkehrten.

Die Fruchtsäfte und das erste lokale Essen, das wir hier einnahmen, waren fein und wir hatten die Gelegenheit, die Aussicht auf die Corniche und das Meer zu geniessen und unsere ersten Eindrücke von Muscat und dem Oman zu besprechen und zu verarbeiten. - Ideal!

Restaurant, Mutrah, Souk, Corniche, Muscat, Palmen, pink, Oman

Nach diesen ersten Erlebnissen im Oman fuhren wir wir wieder zurück zum Hotel. Dabei kamen wir auch an jener Stelle vorbei, die ich bei unserem nächsten Besuch fotografierte und später (hier) zu meinem schönsten Foto des zweiten Halbjahres kürte.

Strasse, Mutrah, Muscat, Oman, Moschee, Palmen, Weitsicht

Wie hat euch der Besuch mit mir im Souk von Mutrah gefallen?

Wenn ihr mehr über den Oman und unsere grosse Reise erfahren und sehen mögt findet ihr alles hier:
Oman Roadtrip: Eine abenteuerliche Traum-Reise durch das ganze Land

Liebe Reisegrüsse, Miuh

P.S. gerne zeige ich Mutrah auchbei den Montagsfreuden, beim Sonntagsglück und bei "Bunt ist die Welt" zum Thema Städtisch.


Freitag, 16. Februar 2018

Geheimtippreisen - Bucket List: Reiseträume und Traumreisen

Meine Reise - Bucket List hat bisher nur in meinem Kopf existiert


Manche Wunschreiseziele tauchten immer wieder in meinen Gedanken auf, setzten sich fest und wurden dennoch bisher nicht umgesetzt... Sie sind seit vielen Jahren auf meiner "virtuellen" Bucket List. Andere Städte, Länder oder Regionen erschienen neu auf meinem Radar, schlichen sich sofort auf den Reiseplan - und schon war ich dort... Dabei ist mir nicht wichtig, was "man" gesehen haben muss, sondern was mich (manchmal auch aus merkwürdigen Gründen) reizt.

Dass ich meine Bucket List nun aufschreibe, hat verschiedene Gründe:


* Auch wenn vielleicht nicht alles umsetzbar ist, soll doch kein Ziel, keine Idee vergessen gehen.
* All die möglichen Reisen und Abenteuer so vor mir zu sehen, ist bestimmt eine schöne Motivation, sie auch anzugehen!
* Inspiration und Austausch: Sehr gerne schaue ich mir die Listen anderer Reise-Begeisterter an, lasse mich inspirieren, finde neue Ideen - und ebenso zeige ich hier gerne meine Wunschziele und Tipps als Inspiration für andere. Noch mehr Travel Bucket Lists findet ihr aktuell bei Biggi und Flo von Phototravellers.de

Von meiner Reise Bucket Liste lasse ich mich aber nicht unter Druck setzen


Sie soll eine reine Inspirationsquelle bleiben, eine Ansammlung von Ideen und Wünschen, und keine Pflicht sein. "Schneller, höher, weiter!" macht mich nicht glücklicher.
Genau so nehme ich mir die Freiheit, Ziele zu ergänzen, wenn sich etwas Neues ergibt und natürlich werde ich auch notieren, sobald ich ein Wunschziel der Liste tatsächlich besucht habe.

Warum dauert es manchmal so lange, bis ein Reiseziel ab der Bucketlist umgesetzt wird?


* Zeit ist unser höchstes Gut! Das wird uns jedesmal bewusst, wenn sie knapp wird - ob im Alltag, oder ganz ernst, wenn wir bemerken, dass unsere Lebenszeit begrenzt ist. Ich selbst reise nicht nur gerne, sondern verbringe auch  sehr gerne Zeit zu Hause und auch bei der Arbeit vergeht momentan viel Zeit.
* Prioritäten müssen wir immer wieder für uns setzten: Was ist uns gerade am wichtigsten? Neben dem Reisen sind für mich auch Familie, Freunde, Katzen, das Zuhause, meine Arbeit und Weiterbildung wichtig. Da muss vielleicht einmal die eine oder andere Reise hintenanstehen.
* Geld kostet das Reisen je nach Reiseziel und Reiseart mehr oder weniger. Geld kosten (oder eben weniger einbringen) kann aber auch, wenn wir uns für mehr Reisezeit und weniger Arbeitszeit entscheiden.
* Angst ist für viele etwas Negatives - ob begründet, oder nicht. Auch für meine Reisen habe ich schon viele Ängste überwunden und hinter mir gelassen. Dennoch ist Angst - oder manchmal auch nur ein schlechtes Gefühl - für mich auch eine Art ureigener Instinkt. Diesem überlasse ich zwar nicht die Macht über meine Reisepläne, ignoriere ihn aber auch nicht komplett.

Bucketlist, Lord Howe Island, Insel, Meer, Traum, Bucketlist, Australien


Meine Gehemtippreisen - Bucket List:



Schweiz


- Blausee im Berner Oberland: Zugegeben, hier war ich schon einige Male... aber schon viel zu lange nicht mehr! Der See leuchtet unfassbar blau und ein gemütliches, romantisches, Hotel bietet ein natürliches kleines Spa.

- Greyerz, Lac de Gruyère und Regionaler Naturpark Guryere: Auf der Autobahn sind wir schon an der Region vorbeigefahren und in Werbefotos habe ich die Gegend auch schon gesehen. Es wären 2-3 Fahrstunden durch die Schweiz und dennoch habe ich es seit vielen Jahren nicht geschafft.

- Murtensee: Auch da habe ich schon schöne Fotos und Berichte gesehen und es wären nur 2-3 Stunden Fahrzeit...

- Die Weinberge des Lavaux: noch ein Reiseziel in der Westschweiz... Gerade im Herbst mit dem goldenen Weinlaub und blauem Himmel muss es hier traumhaft aussehen.

- Verschiedene Moore der Schweiz besuchen: Ich liebe Moorlandschaften, sie haben etwas mystisches und eine ganz spezielle, einzigartige Pflanzenwelt. 

- Übernachten auf dem Gornergrat bei Zermatt mit Blick auf das Matterhorn und die Sterne: Seitdem ich auf dem Gornergrat war und die Aussicht bewundert habe, würde ich auch gerne einmal dort übernachten und in der Dunkelheit die Sterne bestaunen.

- Teile der Grand Tour of Switzerland abfahren und die Sehenswürdigkeiten besuchen: Seit einigen Jahren führt eine Tour durch grosse Teile der Schweiz, mit möglichen Stopps bei vielen Sehenswürdigkeiten. Die Schweiz hat so viel Schönes zu bieten, 

Gornergrat, Matterhorn, Schweiz, Berge, Eisenbahn, Bucketlist


Europa

- Midsommer in Schweden erleben: Meine erste Idee von Schweden ist durch Astrid Lindgren's Bücher geprägt. Seit einigen Jahren träume ich davon, einmal Midsommer in Schweden zu verbringen. Am meisten fasziniert mich daran, dass es nie ganz dunkel werden soll. 

- Mallorca: Viele können es sich wohl kaum vorstellen, aber ich war tatsächlich noch nie auf Mallorca! Dabei reizen mich weniger Ballermann und Party, sondern die schönen Landschaften und Strände. So viele Fotos habe ich davon schon gesehen.

- München: Wohl ebenfalls für viele nicht vorstellbar... auch in München war ich noch nie. Ob es daran liegt, dass ich weder Bier noch defitige Fleisch-Gerichte mag?

- Lüneburger Heide mit den Heidelandschaften: Auf der Durchreise nach Sylt haben wir hier vor einigen Jahren eine Nacht verbracht, weil es eben eine gute Distanz für einen Zwischenhalt war. Wie schön die Region wäre und dass sich ein längerer Aufenthalt lohnen würde, wurde mir erst dort bewusst und ich möchte unbedingt irgendwann nochmals "richtig" hin.

- Island: Vulkane, heisse Quellen, atemberaubende Landschaften... So viele schöne Fotos habe ich von Island gesehen. Das individuelle Entdecken des Landes mit einem 4x4-Fahrzeug oder einem Camper würde mir riesig Spass machen! Dass es wohl ein eher kühles Reiseziel wäre und dass unterdessen so viele Touristen dort unterwegs sind, hält mich noch etwas ab.

- Lanzarote: Noch heute erinnere ich mich an eine Postkarte, die ich als kleines Kind erhalten habe: Lanzarote mit schwarzen Stränden und einer Kamel-Karawane... Das schwarze (vulkanische) Gestein fasziniert mich noch immer und irgendwann werde ich die schwarzen Strände besuchen.

- Moorlandschaften Deutschlands entdecken: Auch in Deutschland gibt es noch Moorlandschaften, sogar noch ein Stück grösser, als diejenigen in der Schweiz. Die einzigartigen Lebensräume habe ich kürzlich wieder in einer beeindruckenden Dokumentation gesehen - ich würde wohl endlos Tierchen und Pflänzchen fotografieren!

- Die Provence mit den Lavendelfeldern besuchen: Die klischeehafteste Landschaft, die ich mir vorstellen kann. Da ich Lavendel mag, möchte ich die Provence mit all den Düften und optischen Eindrücken einmal selbst erleben.

- Die Camargue mit den weissen Camargue-Pferden, den Schwemmgebieten und Naturlandschaften: in unserer Jugend war die Camargue der Traum-Ort aller "Pferde-Mädchen". Das war ich zwar nie, aber ich kann ja auch nur Pferde in der Landschaft fotografieren, anstatt reiten.

- Sizilien mit dem Aetna: Streng genommen war ich auch hier schon einmal - während eines Ausflugs von einem Kreuzfahrtschiff wurden wir auf den Aetna gefahren. Ich war fasziniert von diesem immer noch aktiven Vulkan und würde ihn gerne noch mehr entdecken. Aber auch die schönen Strände, die spannenden Landschaften, Orangen- und Zitronenplantagen reizen mich.

- Die Algarve - Küste in Portugal: Beeindruckende Fotos dieser felsigen und sandigen Küste habe ich schon gesehen... Ob als Roadtrip oder Strandferien - das wär's einmal.

- Fuerteventura mit den schönen Stränden und Dünen: Noch zu Europa gehörend und doch neben Afrika... Gran Canaria habe ich schon gesehen, Fuerteventura stelle ich mir noch etwas weniger Party-lastig vor, mit wunderschönen Stränden und Dünen, aber auch windig...

- Azoren: Wer kennt die Azoren nicht aus dem Wetterbericht, wo öfters über das "Azoren-Hoch" gesprochen wird. Wo sie wirklich sind, war auch mir lange ein Rätsel. Seit ich aber Fotos der wilden Landschaften gesehen habe, würde ich gerne einmal hin. Nur der Wind könnte mich etwas abschrecken.

- Albanien: Das Land ist auch mir noch aus den Kriegs-Nachrichten der 90-er im Hinterkopf. Viele Albaner kamen damals als Flüchtlinge in die Schweiz und lösten die üblichen Ausländer-Diskussionen aus. Heute lese ich immer mehr, wie Albaner diesen oder jenen Strand in der alten Heimat loben, welchen sie jeweils im Sommer besuchen. Auch an Land und in den Bergen locken beeindruckende ursprüngliche Landschaften und Lebensweisen.

- Dänemark mit Kopenhagen: Da bin ich von vielen deutschen Bloggern beeinflusst - und zwar weniger von Reisebloggern, als von Garten- DIY- Einrichtungs- und Familienbloggern. So habe ich immer wieder schöne Fotos gesehen und irgendwann werde ich das Land auch in Natura erleben.

- Irland: Eine kleine Vorahnung von Irland erhielt ich vor knapp zwei Jahren. Da war ich jedoch hauptsächlich geschäftlich in Dublin unterwegs und konnte nur an einem Zusatztag noch etwas die Küste nördlich und Südlich der Stadt entdecken. Da gäbe es noch so viele Landschaften, die ich sehen möchte!

- Hamburg, Hafenregion bei Nacht: Im Herbst war ich zum ersten Mal in Hamburg und habe die Stadt vor allem rund um Hafen und Reeperbahn entdeckt und lieb gewonnen. Die Hafenregion würde ich zu gerne einmal noch bei Nacht sehen und fotografieren, eine Lichterfahrt durch die Speicherstadt unternehmen, die Aussicht vom Nachtmichel geniessen... 

- Die Polarlichter sehen: Davon träume ich schon seit Jahren! Himmelsphänomene und die Astronomie faszinieren mich sowieso und Polarlichter müssen einen wohl im positiven Sinne fassungslos zurücklassen. Kakslauttannen in Finnland war der erste Ort, den ich dafür ausgesucht hatte, mittlerweile weiss ich, dass es noch viel mehr Möglichekeiten gibt.

- La Gomera: Ein Freund besucht die Insel seit Jahren und schwärmt von der familiären Ruhe, sowie von den Nebelwäldern. Inseln, die nicht ganz so einfach mit einem Direktflug erreichbar sind, sind für mich sowieso immer wieder ein überraschender Geheimtipp.

- Aeolische Inseln / Liparische Inseln: Die kleinen Vulkaninseln im Meer vor Sizilien faszinieren mich aus verschiedenen Gründen. Auch hier ist es möglich, aktiven Vulkanismus zu erleben, gleichzeitig stelle ich mir die Landschaften und Dörfchen schön vor - und auch hierhin kommt man nicht so einfach.

- Wien: Dass die Stadt super und schön sei, habe ich schon oft gehört. Wer einmal da war, geht immer wieder... Ausserdem finde ich den Wiener Dialekt und die Art der Wiener irgendwie faszinierend. 

Irland, Küste, Bucketlist, Grün, Wetter, Regen, Meer


Afrika


- Safari in Afrika (Namibia? Botswana?): Da bin ich nun noch ganz ahnungslos und unentschieden, obwohl ich seit Jahren darüber nachdenke. Immer wieder wird mir ein Land oder eine Region empfohlen und es gibt wohl auch sehr viele Möglichkeiten... Wichtig wären mir spannende tierische Erlebnisse, viel Natur und Naturnähe.


Asien


- Oman nochmals in den Süden:  Im Süden des Oman gibt es noch viel mehr zu entdecken ich würde zu gerne einmal Oryx Antilopen, vielleicht Delfine und mit extrem viel Glück Leoparden sehen

- Oman nochmals in den Norden: Whale Sharks habe ich hier ja letztes Mal nicht angetroffen, aber das würde ich unbedingt nochmals versuchen. Ausserdem gäbe es hier noch viel mehr Wadis zu sehen und zu entdecken und auch die Exklave Musandam ist noch offen.

Wadi, Oman, Palmen, Oase, Bucketlist, Berge

Australien


- Australien... nochmals all das Schöne und noch viel Unbekanntes: Was soll ich sagen... nach zwei längeren Reisen durch Australien habe ich schon so viel schönes, beeindruckendes, umwerfendes gesehen und erlebt, dennoch gibt es noch so viel zu entdecken,  z.B. mit dem Zug "The Ghan" würde ich gerne noch fahren, das Cape Tribulation entdecken, und, und, und...

Känguruhs, Strand, Lucky Bay, Australien, Bucketlist, Traum, Mutter und Kind



Amerika


- Burning Man in Nevada: Irgendwann, irgendwann in ferner Zukunft einmal möchte ich gerne an diesem völlig verrückten, künstlerischen Festival teilnehmen.



Erfüllte Ziele


Ziele, die mir wirklich viel bedeutet haben und die ich mir bereits erfüllt habe:

- Einmal so richtig die Wüste erleben: Im Oman ist dieser Traum in Erfüllung gegangen.
- Eichhörnchenweg in Arosa: keine Ahnung, warum das so lange gedauert hat? Gerne bald wieder!
- Australien entdecken: nach der ersten Reise folgte eine weitere und es gibt noch immer viel zu entdecken
- In Cornwall die Landschaften aus den Rosamunde Pilcher - Filmen sehen... nun auch schon einige Jahre her.
- Ein Aufenthalt im Stanglwirt-Hotel in Going am wilden Kaiser: Das Wetter war zwar schlecht, aber das Hotel eine Wucht! 

Cape le Grand, Nationalpark, Strand, Bucketlist, Fels, Meer

Nun hoffe ich, dass ich euch tatsächlich etwas inspirieren und vielleicht auf die eine oder andere neue Reise-Idee bringen konnte. Und für mich selber wünsche ich mir, dass mir nie die Wünsche und Träume ausgehen - nichts wäre trauriger und enttäuschender als eine komplett abgehakte, erledigte Liste...

Liebe Reisegrüsse, Miuh

P.S . Auch bei den Montagsfreuden, beim Freutag und beim Sonntagsglück zeige ich meine Reise - Bucket List gerne

Montag, 12. Februar 2018

Oman Roadtrip: Flug nach Muscat - Ankunft und Einreise im alten und neuen Flughafen

Hier werde ich euch von der Anreise nach Muscat berichten und hilfreiche Informationen und Tipps zur Ankunft und Einreise im Oman weitergeben: Was ist erlaubt, was ist verboten? Welches Visum brauche ich? Wie und wo kann ich Geld wechseln? Soll ich Landkarten und SIM-Karte gleich im Flughafen besorgen? Und werde ich beim alten oder beim neuen Flughafen landen?



Inhalt:


1. Anreise - bequeme Flüge direkt ab Zürich, München, Frankfurt und Amsterdam

2. Erlaubt und verboten - was gar nicht erst ins Gepäck soll

    2.1. Verboten sind wie bei jedem Flug
    2.2. Ausserdem verboten sind
    2.3. Begrenzt erlaubt
    2.4. Verhalten am Flughafen und bei der Einreise

3. Ablauf der Einreise in den Oman: Visum, Geldwechsel und Immigration

    3.1. Visum
    3.2. Geldwechsel
    3.3. Immigration 

4. Was wird am besten direkt im Flughafen erledigt?
   
    4.1. Lokale SIM-Karte fürs Mobiltelefon kaufen 
    4.2. Lokale Landkarten kaufen
    4.3. ATM - Geldautomaten
    4.4. Mietauto abholen

5.  Alter Flughafen - Neuer Flughafen

6. Oman Roadtrip: eine abenteuerliche Traum-Reise druch das ganze Land






1. Anreise - bequeme Flüge direkt ab Zürich, München, Frankfurt und Amsterdam


Die Flüge in den Oman waren für mich jeweils etwas ganz Besonderes, obwohl ich eigentlich nicht gerne fliege. (meine 30 Tipps gegen Flugangst findet ihr HIER)

Schon bei der Gepäckabgabe wurden wir sehr freundlich empfangen und im Flugzeug erhielten wir durch Mitreisende, Flugpersonal und das Essen eine Vorahnung auf unsere Reise ins orientalische Land. Bei der Ankuft am Flughafen in Muscat beeindruckte uns all die sandige Erde rundherum, die drückende Hitze und dann natürlich auch die für uns exotische Atmosphäre.

Mit Oman Air sind wir nun schon zwei mal von Zürich nach Muscat und zurück geflogen - und es ist für mich die bequemste Anreise: Der Hinflug geht als einziger direkt, non-stop und zeitsparend über Nacht: Freitag Abends nach der Arbeit los - Samstags am Morgen früh in der Wärme ankommen... super!

Auch der Retourflug ist praktisch: Morgens nochmals das Meer geniessen oder Souvenirs besorgen, dann am Mittag zum Flughafen und (dank Zeitverschiebung) Abends schon wieder zu Hause ankommen.

Auch die Swiss fliegt direkt ab Zürich nach Muscat, allerdings nicht Non-Stop: Es gibt jeweils einen kurzen Zwischenhalt in Dubai, bei welchem die dortigen Fluggäste aus- beziehungsweise zusteigen. Für Aviatik- oder Dubai-Fans ein Vorteil, ich hingegen habe die Variante von Oman Air bevorzugt.

In Deutschland könnt ihr ab München (ebenso über Nacht hin, am Nachmittag zurück) oder ab Frankfurt (Tagsüber hin, über Nacht zurück) mit Oman Air fliegen. Für Reisende aus dem Ruhrgebiet mag der direkte Flug mit KLM ab Amsterdam am bequemsten sein. Alle Anderen brauchen wohl einen Zubringer-Flug oder den Zug zu einem der angeflogenen Flughäfen oder wählen eine indirekte Variante mit Zwischenlandung in London, Istanbul, Dubai, etc...

Nach Salalah fliegt von Deutschland und der Schweiz aus kein Linienflug direkt, allerdings könntet ihr hier teilweise mit Charter-Fliegern Glück haben.

Meine bevorzugten Flugverbindungen suche ich jeweils über Skyscanner. Die Flüge haben wir bisher jeweils direkt über Oman Air gebucht (gleicher Preis wie über andere Plattformen)



2. Erlaubt und verboten - was gar nicht erst ins Gepäck soll


Informiert euch am besten immer aktuell hier: Omanairports: Customs - Prohibited and restricted Items sowie hier: Prohibited Items und gegebenenfalls bei weiteren offiziellen Stellen.

2.1. Verboten sind wie bei jedem Flug:


- Erstens natürlich alle Waffen, scharfen oder explosiven Gegenstände, sowie Flüssigkeiten über 100ml, etc. wie auf jedem Flug.


2.2. Ausserdem verboten sind:


Drogen wie alle Pflanzenteile von Cannabis, sowie Opiate in allen Formen und alle weiteren möglichen Drogen. Geht hierbei keinerlei Risiko ein und schaut, dass ihr auch nicht "irrtümlich" noch etwas dabei habt. Bei Drogen aller Art wird hier kein Spass verstanden und die Strafen sind hart.
- Medikamente auf Opiate-Basis oder Psychopharmaka (Aufzählung nicht abschliessend, informiert euch hier selbst sehr genau!) -> Achtung, davon können Medikamente gegen Flugangst betroffen sein! Betroffene Medikamente können von den Behörden mit Drogen gleichgesetzt werden und der Besitz kann entsprechend hart bestraft werden.
Müsst ihr dennoch solche Medikamente mitführen, braucht ihr nicht nur ein Ärztliches Zeugnis, sondern auch eine Bestätigung eures lokalen Gesundheitsministerius und der Omanischen Botschaft / des Omanischen Konsulats in eurem Heimatland.
- Falls ihr euch Medikamente mittels Spritzen / mit Nadeln verabreichen müsst, braucht ihr ein ärztliches Zeugnis dafür.
- Pornografisches Material jeglicher Art. Auch wenn ihr nicht plant, entsprechende Magazine oder Videos ins Land zu nehmen, schaut einmal euer Mobiltelefon durch... hat euch vielleicht kürzlich jemand ein entsprechendes Filmchen oder Witzchen geschickt? Löscht es lieber. (Auch wenn mir bisher nie das Handy "durchsucht" wurde).

2.3. Begrenzt erlaubt:


- Nehmt Batterien und Akkus (z.B. für den Fotoapparat) ins Handgepäck, am besten in einem Battery Case. Auch dies gilt für alle Flüge, nicht nur für die Einreise in den Oman
- Maximal 400 Zigaretten
- Maximal 100ml Parfüm
- Maximal 10 DVD's - CD's und DVD's können ausserdem bei der Einreise konfisziert werden, um zu überprüfen, ob sie keine unangemessenen Inhalte haben und es kann Tage dauern, bis ihr sie zurückerhält.
- Höchstens 2 Flaschen (à je maximal 1 Liter) Wein oder Spirituosen (Alkoholische Getränke) pro Person, allerdings nur, wenn ihr über 21 Jahre alt und nicht Muslime seid.
- Drohnen dürft ihr bisher im Oman nicht benutzen, sie werden euch am Flughafen abgenommen und bei der Ausreise wieder zurückgegeben - klärt dies allerdings besser vorher ab! Zu Drohnen (und dem Fotografieren und Filmen damit) werden momentan die Gesetze überarbeitet und ich hoffe, dass man in Zukunft im Voraus eine temporäre Erlaubnis für den Einsatz beantragen kann.
- Geld oder Wertgegenstände über 6'000 Omani Rial müssen bei der Einreise angegeben werden. (Auch dies basierend auf dem internationalen Geldwäschereigesetz und nicht durch lokale Gesetze)

2.4. Verhalten am Flughafen und bei der Einreise


- Es ist selbstverständlich, dass ihr euch an die Anweisungen der lokalen Behörden und Angestellten, sowie an alle schriftlichen Anweisungen halten sollt. Alles ist auch in Englisch angeschrieben und ihr werdet damit keine Probleme haben.
- Ich empfehle auch, sich schon für die Ankunft moderat zu kleiden (auch wenn ich schon ganz Anderes gesehen habe... ) Es ist eine Frage des Respekts für das Land, welches man besucht und dessen Bewohner. Meine Tipps: Welches ist die Richtige Kleidung im Oman, wie ziehe ich mich an? findet ihr HIER.
- Das Fotografieren im / am Flughafen, sowie allgemein das Fotografieren aller Flughäfen (und militärischer Einrichtungen, Ämter, etc. im Land) ist verboten. Ihr werdet hier deshalb ausnahmsweise auch nur sehr wenige und allgemeine Fotos finden. Noch viel strenger verboten ist das Fotografieren der Sicherheitsbeamten, der Visa- und Geldwechsel- Angestellten, sowie der Sicherheitseinrichtungen am Flughafen.




3. Ablauf der Einreise in den Oman: Visum, Geldwechsel und Immigration


Geld wechseln und euer Visum für den Oman beantragen könnt ihr beides sofort nach der Ankunft am Flughafen in Muscat. Bedingung dafür ist, dass ihr genügend Bargeld mitnehmt, dass ihr aus den "richtigen" Ländern "eligible for visa on arrival (List A)" kommt und euer Pass noch mitndestens 6 Monate gültig ist.

Hier zeige ich euch, wie das funktioniert, was ihr nach der Landung am Flughafen Muscat in Oman beachten müsst und wie es weiter geht.

Die Offiziellen Informtionen dazu findet ihr unter: Omanairports: What to expect when I arrive - Muscat Airport.

Nach der Landung mit dem Flugzeug werdet ihr normalerweise mit dem Flughafenbus direkt zur "Immigration and Arrivals Hall" gebracht. Folgt den Schildern zur Immigration (und nicht etwa Transferring!) In Zukunft, mit dem neuen Flughafenterminal werden die Wege etwas anders und ganz bestimmt weiter sein.

3.1. Visum


Geht an den Schalter für die Visa-Ausstellung und beantragt dort direkt euer Visum:
Als Europäer, Schweizer und einige andere Nationalitäten geltet ihr als "eligible for visa on arrival (List A)" und dürft direkt bei der Einreise ein Visum erwerben. Hier: Omanairports: Nationalities that are eligible for visa on arrival (List A) findet ihr eine Tabelle mit den Ländern, deren Bewohner ihr Visum direkt bei der Einreise erwerben dürfen.

Ein übliches Touristen-Visum kostet OMR 20 (ca. 50 CHF / 45 EUR) pro Person, ist gültig für einen Monat und bedingt, dass euer Pass noch mindestens 6 Monate gültig ist.
Bisher konnte nur mit Bargeld (z.B. EUR, USD, CHF) bezahlt werden, obwohl vor dem Abflug auch die Kreditkarte als mögliches Zahlungsmittel erwähnt wurde. Nehmt genügend Bargeld mit!
Die erhaltene Quittung müsst ihr unbedingt behalten (am besten in den Pass legen) - ihr werdet sie bei den Einreisebehörden (Immigration) sowie auch wieder bei der Ausreise benötigen.
Unter: Omanairports: Visas findet ihr alle weiteren (offiziellen) Informationen dazu. Das erwähnte, früher sehr beliebte 10-Tages Visum gibt es allerdings seit dem 24.04.2017 nicht mehr.

3.2. Geldwechsel


Den Geldwechsel - Schalter findet ihr gleich nebenan. Hier könnt ihr Bargeld (z.B. EUR, USD, CHF) direkt in OMR (Omani Rial) umtauschen. Behaltet auch diese Quittung unbedingt, nur damit könnt ihr allenfalls bei der Ausreise nicht gebrauchte Lokalwährung zurücktauschen.
1 EUR entsprach am 11.02.2018 etwa 0.47 OMR (Omani Rial) und 1 CHF etwa 0.41 OMR (Omani Rial)
oder anders gesagt: 1 OMR (Omani Rial) hat etwa den Wert von etwa 2.12 EUR  oder etwa 2.44 CHF

3.3. Immigration


Mit eurem Pass und dem erhaltenen Visum könnt ihr nun zu den Desks der Immigration / Royal Oman Police gehen. Eure Dokumente werden kontrolliert und wenn alles in Ordnung ist, erhaltet ihr einen Stempel in euren Pass und dürft das Land offiziell betreten.

3.4. Gepäck


Nach dem Dutyfree - Bereich (beachtet unbedingt die erlaubten Höchstmengen, falls ihr hier einkauft), kommt ihr zu den Gepäckbändern, wo ihr euer aufgegebenes Gepäckstück wieder in Empfang nehmen könnt.
Anschliessend wird sowohl euer Handgepäck, wie auch euer aufgegebenes Gepäck nochmals kontrolliert und durchleuchtet. Beschrieben ist das Vorgehen hier: Omanairports: Baggage Services.
Ist nun alles in Ordnung, könnt ihr den Immigration - Bereich verlassen und kommt im öffentlich zugänglichen Teil des Flughafens an.



4. Was wird am besten direkt im Flughafen erledigt?



4.1. Lokale SIM-Karte fürs Mobiltelefon kaufen


Falls ihr keinen Handy-Vertrag habt, welcher den Oman mit einschliesst und dennoch Daten nutzen möchtet (zum Beispiel für Google Maps, kurze Recherchen, Kontakt zu Freunden und Familie, soziale Netzwerke, etc.), empfiehlt es sich, eine lokale SIM-Karte zu kaufen. Wir haben jeweils via Omantel für 10 OMR eine Karte gewählt mit 2GB Daten, sowie 2GB Social Media Nutzung, 5 kostenlosen (lokalen) "lieblings"-Nummern und einem Monat Gültigkeit. Damit waren wir immer sehr zufrieden, insbesondere auch mit der Abdeckung. Von Oredoo gibt es ähnliche Angebote. Beide Shops sind am Flughafen gut sichtbar und eure gewünschte Karte ist innert weniger Minuten bereit: Variante / Preis wählen, bezahlen, Pass zeigen, registrieren, fertig.

4.2. Lokale Landkarten kaufen


Im WHSmith (Bücher- und Zeitschriften-Kette mit Ursprung in UK) könnt ihr neben allerlei Kleinigkeiten auch verschiedene Landkarten des Oman, sowie das Buch off-Road Oman mit  spannenden offroad - Routen kaufen. Sehr praktisch!

4.3. ATM - Geldautomaten


Wenn ihr schon wisst, dass ihr mehr Bargeld brauchen werdet, als das, was ihr am Geldwechsel - Schalter umgetauscht habt, könnt ihr hier mit der EC-Karte oder der Kreditkarte nochmals auf einfache Art Geld beziehen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es unterwegs nicht immer möglich war, mit der EC-Karte Geld zu beziehen. Die Kreditkarten haben zwar funktioniert, manchmal war jedoch die Bezugslimite relativ tief.

4.4. Mietauto abholen


Ebenfalls in der Flughafenhalle findet ihr schön nebeneinander aufgereiht alle kleinen Büros der Auto-Vermieter. Es lohnt sich, das gewünschte Auto (oder die Auto-Kategorie) schon von zu Hause aus zu reservieren. Die Vorteile: Verfügbarkeit, nur noch wenige Formalitäten und normalerweise unbegrenzte Kilometer. Bei Verträgen, welche erst vor Ort abgeschlossen werden, ist das Alles nicht immer gegeben. Das Vorgehen ist wie üblich und relativ unkompliziert: Den lokalen Vertrag / das Abgabeformular überprüfen, kontrollieren, ob die Angaben dann auch mit dem Auto übereinstimmen, keine Versicherung abschliessen, die man bereits hat, allenfalls die Kreditkarte für ein Sicherheitsdepot benutzen.



5.  Alter Flughafen - Neuer Flughafen


Bei unseren Oman-Reisen sind wir jeweils im bisherigen Flughafen von Muscat angekommen und auch wieder abgereist. Am 20. März 2018 soll voraussichtlich der neue Flughafen, beziehungsweise das neue Terminal in Betrieb genommen werden. Auf der Homepage Omanairports könnt ihr den Countdown bis zur Eröffnung mitverfolgen!

Falls ihr noch vor dem 20. März in den Oman reist und auch wieder abreisen wollt, ist es sehr wichtig, dass ihr euch den Weg vom "alten" Flughafen zu den umliegenden Autobahnen - und zurück - genau merkt. Die Verkehrsschilder, sowie Google-Navigation sind nämlich schon alle auf das neue (noch nicht in Betrieb stehende) Gebäude ausgerichtet. Wir haben es deshalb schon geschafft, drei mal rundherum zu fahren und immer wieder vor derselben, gesperrten Zufahrtsstrasse zum neuen Terminal zu landen - und die Abflugzeit rückte näher...

Auf den neuen Flughafen Muscat bin ich sehr gespannt! Der bisherige war zwar nicht mehr ganz neu, aber absolut in Ordnung und schön übersichtlich, fast schon familiär. Das wird ganz bestimmt anders!

Die obigen Abläufe und Angebote werden ziemlich gleich bleiben, nur wird das eine oder andere "gleich nebenan findet ihr" wohl nicht mehr stimmen. Gemäss einigen der mehreren tausend Teilnehmern eines Testlaufs im Dezember 2017 (Hier ein Bericht der Times of Oman) wird der neue Flughafen riesig gross, sehr modern und elegant.

Gemäss offiziellen Angaben soll der Flughafen Muscat mit dem neuen Terminal einer der Top 20 Airports der Welt werden. Er soll eine anfängliche Kapazität von 12 Millionen Passagieren pro Jahr haben, die aber mit einigen zusätzlichen Anpassungen in drei weiteren Phasen auf 24, 36 un dann 48 Millionen Passagiere ausgebaut werden kann. HIER könnt ihr die weiteren Zahlen ansehen.

Der bisherige Flughafen soll in Zukunft für Lowcost Carrier, auf Deutsch: für Billigflieger genutzt werden.




6. Oman Roadtrip: eine abenteuerliche Traum-Reise druch das ganze Land


Nun habt ihr alle Vorbereitungen und die offiziellen Anforderungen gut überstanden und die eigentlichen Ferien, das eigentliche Abenteuer kann jetzt so richtig starten:

Mehr über unseren Oman Roadtrip , die abenteuerliche Traum-Reise durch das ganze Land und all die verschiedenen Etappen findet ihr HIER

Liebe Reisegrüsse, Miuh


Zusatz-Disclaimer:
Mein Reisebericht: "Oman Roadtrip: Flug nach Muscat - Ankunft und Einreise im alten und neuen Flughafen" beruht ausschliesslich auf eigenen Erfahrungen im März und September 2017, sowie auf Angaben, welche auf offiziellen Seiten Anfang Februar 2018 zu finden waren. (Quellen werden jeweils angegeben) - Updates und Aktualisierungen sind vorbehalten.
Meine Tipps und Informationen sollen auf keinen Fall rechtliche Empfehlungen darstellen und können nie Vorgaben von Behörden, Reisebüro-Informationen, Weisungen von Fluggesellschaften oder eigene Überprüfungen der Tatsachen vor einer Reise ersetzten, denn Gesetze und lokale Situationen können jederzeit ändern. 
Informiert euch deshalb vor jeder Reise unbedingt auch selbst über offizielle Quellen.

Mittwoch, 7. Februar 2018

Fotobearbeitungs Challenge - Marsaxlokk Fischerhafen Malta

Meine Fotos bearbeite ich eher zurückhaltend, meist ändere ich mit ACDSee 6, dem von mir seit Jahren genutzten Programm, nur etwas an Licht und Schatten und passe allenfalls den Ausschnitt an. Das Ziel ist für mich, dass die Bilder am Schluss so aussehen, wie ich die Situation gesehen habe.

Natürlich kann auch das eigene Auge oder gar das Gehirn mich täuschen - aber da kommen wir schon fast zu philosophischen Fragen: Sehen Andere auch das, was ich sehe? Ist blau für jemand anders auch blau, so wie "mein" blau?

Was ich bisher nicht mache - einerseits, weil ich finde, dass die Fotobearbeitung bei mir Grenzen haben soll und anderseits, weil ich es schlicht (noch) nicht kann: Objekte aus einem Bild entfernen oder ins Bild einfügen.


Nun haben schon zum sechsten Mal Melanie und Thomas vom Reisen-Fotografie Blog zur Fotobearbeitungs Challenge aufgerufen. Sie geben jeweils ein etwas schwieriges Foto zur Bearbeitung vor und lassen sich von den vielfältigen Resultaten überraschen, welche Andere daraus - jeweils nach eigenem Geschmack und Gutdünken machen.

Entsprechend ist auch das hier gezeigte Foto ausnahmsweise nicht von mir, sondern wurde von Melanie und Thomas (c) aufgenommen. Nur die verschiedenen Bearbeitungsschritte wurden von mir vorgenommen.

Die Challenge hat mich aus verschiedenen Gründen angesprochen: Malta mag ich sehr und entsprechend oft fliege ich auf die Insel. Auch den Hafen von Marsaxlokk kenne ich sehr gut und bin gerne dort. Als ich das zur Verfügung gestellte Bild ansah, hatte ich ausserdem schon eine erste Idee im Kopf, was ich daran ändern würde. Nun also zum ursprünglichen Foto von Melanie und Thomas:

Beim etwas zu dunkel geratene Foto habe ich als erstes unter "Beleuchtung" die Schatten etwas aufgehellt und gleichzeitig das Licht etwas heruntergeschraubt.
Das Foto ist klar von der Farbe blau geprägt und ich finde, das darf ruhig so sein! Die beigen und weissen typisch maltesischen Häuser im Hintergrund, sowie die bunten Luzzu's (maltesische Fischerbote) bieten einen schönen Kontrast dazu.

Links bei den Palmen fängt die Promenade an, wo ihr in zahlreichen Restaurants fein draussen zu Mittag essen könnt. Auch die Kirche, welche im linken Bildteil zu sehen ist, gefällt mir gut.

Im rechten unteren Bildteil schwimmt eine Ente ins Foto und solche Auflockerungen mag ich sehr. In der linken unteren Bildecke hingegen sind mir die Schiffe zu dominant und die Art, wie sie angeschnitten sind, gefällt mir nicht so.

Wie soll ich den Bildausschnitt wählen? Hier habe ich viel herumprobiert.

Als erstes wurde nur der Bildausschnitt etwas enger gewählt. Nachteil: Die Boote unten links sind noch immer da, die Ente rechts unten ist hingegen weg...

Noch etwas enger beschnitten, ist links nur noch ein angeschnittenes Boot zu sehen, allgemein sind die Boote ausgewogener verteilt und führen von der linken, wie von der rechten unteren Bildecke zur Bildmitte. Nachteil: der Horizont mit den Häusern liegt "langweilig" in der Bildhälfte - und wo ist meine Ente?

Noch etwas enger beschnitten, rückt der Horizont wieder etwas höher, dafür fehlt rechts ein schönes Schiff - und  noch immer die Ente...

Ich rücke den Bildausschnitt also etwas mehr nach rechts und vergrössere wieder. Dadurch verschwindet das angeschnittene Boot links ganz, die Ente schwimmt (wenn auch nur knapp) ins Bild, doch der Horizont ist wieder (für mich langweilig) in die Mitte gerückt.

Also wiederum etwas enger beschnitten und den Hauptaugenmerk auf die schönen Boote gelegt, die ursprünglich eher im Hintergrund zu sehen waren. Auch der Horizont im oberen Bilddrittel gefällt mir nun. Doch wo ist das Entchen?

Ah, hier... den Bildausschnitt noch etwas nach rechts und unten verschoben und nun ist auch die Ente als "Fotocrasher" wieder zu sehen.

Auch ein ganz anderer Auschnitt - im Hochformat - bringt eine neue Sicht: die Ente hat mehr Platz und die schöne Wolke ist wieder mit auf dem Bild...

Was ich auch oft mag, ist das quadratische Format. Der Horizont ist wieder etwa im oberen Bilddrittel, die Ente schwimmt auf die Boote zu, welche in der Mitte die Hauptrolle spielen...

Da ich aber für die Challenge gerne beim Querformat bleiben möchte, ist das drittletzte Foto mein Favorit. Mir gefallen die Bildaufteilung, die schönen, bunten in den Fokus gerückten Luzzu-Boote - und das Entchen (zugegeben eine Spielerei). Dafür verzichte ich auf die Palmen und die Kirche am linken Bildrand.

Zum Schluss nochmals das Ausgangsbild, sowie mein Endergebnis direkt nebeneinander zum Vergleich:

Und - wie hättet ihr das Bild bearbeitet? Wenn ihr nun auch Lust darauf habt, euch zu versuchen, habt ihr noch bis zum 21. Februar 2018 Zeit dafür. Das Originalbild in Raw oder als Tif findet ihr bei Melanie und Thomas von Reisen-Fotografie.

Ich bin auf jeden Fall schon gespannt auf alle anderen Beiträge!
Liebe Reisegrüsse, Miuh

Sonntag, 4. Februar 2018

Oman Roadtrip: Eine abenteuerliche Traum-Reise durch das ganze Land

Vor unserer grossen Reise war der Oman im Osten der Arabischen Halbinsel als Reiseziel für uns absolut neu und unbekannt. Auch wenn zunehmend Reisende den Weg ins Land finden, ist der Oman noch immer ein Geheimtipp - ausserhalb der Hauptstadt Muscat sowieso.

Unser Roadtrip führte uns als Rundreise in 17 Tagen und über 4000 Kilometern Fahrt mit vielen Abstechern durch das ganze Land voller vielfältiger, beeindruckender Naturschönheiten. Wir erhielten spannende Einblicke in Kultur, Tradition und Geschichte und all die Eindrücke, Bilder und Gerüche lassen mich noch immer staunen. Die weiten Strecken, all das Ursprüngliche und Unentdeckte - vor allem die viele Natur mit Bergen und Wüste - sind überwältigend und bleiben im Gedächtnis.  

Traumhafte Erinnerungen, aber auch über 10'000 Fotos haben wir mitgebracht... die schönsten davon,  sowie die ganze Reise in Etappen aufgeteilt und mit vielen Informationen ergänzt, findet ihr hier auf dem Oman - Portal als Reiseberichte und Tipps.

 Oman, Roadtrip, Übersicht, Oase, Moschee, Salalah, Marriott, Palmen

 

Inhalt:


1. Kurzbeschreibung unseres Roadtrips durch das ganze Land

2. Links zu allen einzelnen Etappen und Zielen unserer Reise durch den Oman
  
3. Karte unserer Rundreise - Route durch den Oman

4. Zusatzreise: Kurztrip in den Oman 
 
5. Tipps und Spezialthemen: z.B. Kleidung und Verhalten, Düfte, Moscheen

6. Wieso in den Oman reisen? - Unsere Entscheidung

7. Abschlussworte, Zukunftsausblicke und Feedback


Oman, Roadtrip, Übersicht, Auto, 4x4, Strand, Berge, Toyota

1. Kurzbeschreibung unseres Roadtrips durch das ganze Land


Nach einigen Tagen Angewöhnen in der bekannten Hauptstadt Omans, Muscat, führte unsere Route mit dem Geländewagen über die altertümliche Stadt Nizwa in die Berge bis Alila Jabal Akhdar, wo wir in einem beeindruckenden, in die Natur des Gebirges eingefügten Hotel hoch über beängstigenden Schluchten übernachteten.

Weiter ging es dann durch die Berge wieder an Nizwa vorbei und anschliessend 1000 Kilometer in Richtung Süden, durch die Wüste. Nach einer Übernachtung in der einfachen Wüsten-Hauptstadt Haima fuhren wir bis Salalah, der Stadt im Dhofar, die mit ihrer Mischung aus Tourismus und Ursprünglichkeit besticht und nur noch etwa 160 Kilometer von Jemen entfernt ist.

Von dort aus fuhren wir einige Tage später entlang der Küste und wiederum durch wilde Berge in Richtung Norden. Da die Omanische Küste im Süden und der Mitte weitgehend touristisch unerschlossen ist, wählten wir unsere Zwischenstopps nach den wenigen verfügbaren Unterkünften: In Duqm, wo gerade ein riesiger Hafen am entstehen ist, fanden wir ein Hotel, in welchem normalerweise die internationalen Ingenieure übernachten. Noch etwas weiter nördlich setzten wir mit einer Fähre auf Masirah Island über. Da dieses sonst noch absolut unbekannte Naturparadies von einigen wenigen Kite-Surfern gerne bereist wird, fanden wir auch dort ein Hotel.

Wieder auf dem Festland angekommen und weiter in nördlicher Richtung unterwegs, gab es wieder mehr Möglichkeiten und wir übernachteten in einem der bekannten Wüsten-Camps in der Wahiba, bevor wir nach Muscat zurückkehrten. Dort erholten wir uns nochmals einige Tage und genossen die Omanische Gastfreundschaft, bevor wir nach Hause flogen.

 Oman, Roadtrip, Übersicht, Verkehrstafeln, Muscat, Salalah, Kilometer, Wüste


2. Links zu allen einzelnen Etappen und Zielen unserer Reise durch den Oman 


Hier findet ihr die einzelnen Etappen und Ziele unserer Reise durch den Oman - jeweils verlinkt zu den dazu gehörenden ausführlichen Berichten.
Alle fett markierten Titel sind schon verlinkt, die anderen folgen noch. Schaut also gerne immer wieder einmal vorbei oder abonniert gleich den Blog - ich freue mich!!

Etwas weiter unten findet ihr unter 3. eine Karte, unter 4. unseren Kurztrip und unter 5. Tipps und Spezialthemen

- Zurück aus dem Oman - ein Orientalisches Märchen! (Erste Eindrücke der ganzen Reise)

- Oman Roadtrip: Flug nach Muscat - Ankunft und Einreise im alten und neuen Flughafen
- Oman Roadtrip: Mutrah, der traditionelle Souk in Muscat
- Oman Roadtrip: Grosse Sultan Quabus Moschee in Muscat
- Oman Roadtrip: Royal Operahouse in Muscat
- Oman Roadtrip: The Chedi Hotel, Muscat - Ankommen im orientalischen Märchen
- Oman Roadtrip: Nizwa, die altertümliche Stad
- Oman Roadtrip: Alila Jabal Akhdar Hotel - Luxuriös übernachten am Abgrund
- Oman Roadtrip: Beeindruckende Bergwelt rund um das Alila Jabal Akhdar Hotel
- Oman Roadtrip: 1000 Kilometer Fahrt durch die Rub al-Khali Wüste mit einem Zwischenhalt in Haima
- Oman Roadtrip: Ubar - Das Atlantis der Wüste? Unesco Weltkulturerbe im Sand
- Oman Roadtrip: Salalah im Süden - zwischen Tradition und Tourismus
- Oman Roadtrip: Zwischen Bergen und Meer: die wilde, fast menschenleere südliche Küste
- Oman Roadtrip: Duqm - wie einer der grössten Häfen der Region entsteht
- Oman Roadtrip: Nördlich von Duqm - Am Wüstenrand entlang bis zu den rosa Salz-Seen
- Oman Roadtrip: Masirah Island - unentdecktes Paradies vor der Küste des Oman
- Oman Roadtrip: Desert Nights Camp in der Wahiba Wüste - 1001 Nacht luxuriös
- Oman Roadtrip: So schön kann es sein, sich zu verfahren - unbekanntes Wadi
- Oman Roadtrip: Wadi Bani Khalid - Traumhafte Oase der Berge
- Oman Roadtrip: Wadi Shab - eine Berg-Oase zum erwandern über Stock und Stein
- Oman Roadtrip: Die Küste südlich von Muscat
- Oman Roadtrip: Hotel Shangri-La in Muscat - verwöhnt werden wie im Märchen



3. Karte unserer Rundreise - Route durch den Oman

 




4. Zusatzreise: Kurztrip in den Oman


Wie oft sagt man über ein geniales Reiseziel: "ich würde sofort wieder hingehen!" - So war es für uns auch mit dem Oman. Und tatsächlich: bei der nächsten, sich bietenden Gelegenheit - schon 6 Monate später - reisten wir für ein langes Wochenende (4 Tage) nochmals hin. Die dabei entstandenen Reiseberichte findet ihr hier:

- Schnorcheln um die Daymaniyat Islands im Oman soll ein Geheimtipp bleiben!
- Roadtrip in die Berge im Hinterland von Muscat


5. Tipps und Spezialthemen:


Alle Informationen, Tipps und Spezialthemen, die wir während unseren Reisen gesammelt haben, findet ihr hier:

- Tipps und Informationen allgemein
- Vegetarisch und Vegan essen im Oman - wie geht das?
- Welches ist die richtige Kleidung im Oman - wie ziehe ich mich an? (inklusive Verhaltenstipps und persönlichen Erfahrungen)
- Düfte, Weihrauch, Parfum
- Moscheen
- Die Tierwelt im Oman 


Oman, Roadtrip, Masirah, Island, Dromedar, Kamel, Begrüssung



6. Wieso in den Oman reisen? - Unsere Entscheidung


Schon als wir für unsere Australienreise über die Arabische Halbinsel flogen, schaute ich fasziniert aus dem Fenster. Mehr noch als das gigantische Dubai faszinierten mich die Wüstengebiete und die Berge, über die wir flogen. Hier wollte ich einmal hin! Was ich während des Fluges nur vermutete, hat sich später beim Blick auf die Koordinaten der Fotos bestätigt: wir waren quer über den Oman geflogen.

Später sah ich auf verschiedenen Blogs coole Fotos von Muscat und einem Wadi und kurz danach auf der Seite von Omantourism.de (momentan leider inaktiv) so schöne Bilder des Landes, dass ich Tränen in den Augen hatte.

An der Ferienmesse Fespo in Zürich war es schwierig, konkrete Informationen zu finden, doch einige Prospekte konnten wir mitnehmen und starteten anschliessend unsere Planung...

Überlegten wir anfangs noch, mit einem Fahrer unterwegs zu sein, wurden wir nach einigen Recherchen mutiger. Schliesslich mieteten wir uns ein 4x4 - Fahrzeug, planten die ganze Route unseres Roadtrips durch den Oman selbst, buchten verschiedene Hotels und fuhren dann auch die ganze Strecke selber


 Oman, Roadtrip, Übersicht, Oase, Berge, Palmen, Wasser


7. Abschlussworte, Zukunftsausblicke und Feedback


Nun hoffe ich, ihr seid mit den Reiseberichten und Tipps gerne mitgekommen bei unserer grossen Omanreise, dem für uns sehr abenteuerlichen Roadtrip mit unglaublich viel Natur und Kultur. Unsere Erwartungen wurden bei weitem übertroffen und ich hoffe, dass ich den Oman bald wieder besuchen kann, um noch viele mehr der beeindruckenden Naturschönheiten zu erleben. Gesehen und erlebt haben wir bei Weitem noch nicht alles, was dieses wunderschöne Land bietet.

 Oman, Roadtrip, Übersicht, Sonnenuntergang, Wüste, Wüstenstadt, Haima, Stimmung

Ausserdem ist das Land so stark im Wandel, dass vielerorts nicht erst in einigen Jahren, sondern schon in einigen Monaten nichts mehr so ist, wie wir es noch gesehen haben.

Einige Beispiele:

- Die 1000 Kilometer lange Strecke durch die Rub al-Khali Wüste vom Norden in den Süden... Wir fuhren auf einer gut ausgebauten Hauptstrasse, sahen rechts von uns den (ehemaligen) einfachen, geteerten Weg und links von uns über 500 Kilometer die Baustelle für eine neue, vielspurige Autobahn.

- Der Hafen in Duqm... jetzt ein Regionaler Hafen, der momentan in einer gigantischen Baustelle ausgebaut wird zu einem der grössten Häfen in der Arabisch - Afrikanisch - Asiatischen Grossregion.
Zusätzlich sollen hier im milden Klima ausgedehnte Tourismusprojekte (wie ich gehört habe, eher für regionale Kundschaft), sowie riesige Industrieprojekte entstehen.
Entsprechend wird der neu gebaute Flughafen zunehmend frequentiert, Zubringerstrassen werden ausgebaut und die Hotellerie wird vervielfacht.

- Der Tourismus... die meisten Landstriche sind momentan noch komplett unberührt vom Tourismus. Das Leben findet in kleinen Dörfern statt, die kaum je von Fremden besucht werden oder es wird sogar noch nomadisch gelebt. An einigen Orten haben wir jedoch schon grössere Projekte für eine touristische Erschliessung gesehen, am stärksten sicher von Muscat und Salalah her ausgehend. Um unabhängiger von der Ölgewinnung zu werden, ist der Tourismus eines der in Zukunft stark geförderten Standbeine.

- Die Strassen... ob durch die Berge oder entlang der Küste werden eigentlich ständig irgendwo ausgebaut. Dementsprechend stimmen Landkarten oft schon nicht mehr ganz, kaum sind sie gedruckt und ihr müsst euch immer auf mögliche Änderungen einstellen. Uns wurde dazu einmal gesagt: "Ja, da wird ständig gebaut, aber ihr könnt euch eigentlich darauf verlassen, dass die Strassen eher besser sind, als auf der Landkarte vermerkt." - Und so war es auch!


Oman, Roadtrip, Übersicht, Strasse, Berge, Abenteuer


Unser Reisezeitpunkt war: März 2017 für den 17-Tägigen Roadtrip, sowie September 2017 für den 4-Tägigen Kurztrip. Wenn ihr nun also etwas in meinen Berichten findet, was überhaupt nicht mehr aktuell ist, dann meldet euch gerne mit einem Update! Auch andere Inputs, Fragen und Meinungen nehme ich gerne entgegen - ob hier, oder unter den einzelnen Reiseberichten.

 Oman, Schnorcheln, Daymaniyat, Islands, Geheimtipp, Korallen


Ich freue mich besonders über alle, die hier auch weiterhin mitlesen, für die zukünftigen Oman-Reiseberichte zurückkehren und Tipps für ihre eigene Reise oder einfach spannende Unterhaltung finden. Abonniert am besten gleich den Blog und verpasst nichts davon :-) 

 Oman, Roadtrip, Leuchter, Moschee, Muscat, Sultan Qaboos, Swarovski

Liebe Reisegrüsse, Miuh


P.S. Gerne zeige ich unseren Oman Roadtrip auch beim Sonntagsglück , bei den Montagsfreuden und beim Freutag! 






Sonntag, 28. Januar 2018

Ich liebe den Eichhörnchenweg in Arosa!

Was ich mir schon so lange vorgenommen hatte, wurde letztes Wochenende wahr: ich besuchte den Eichhörnchenweg (Eichhörnliweg) in Arosa (Schweiz). Ja, es stimmt: hier kommen fast zahme Eichhörnchen freiwillig zu den Menschen!
Eichhörrnchen, frisst, Nüsschen, Haselnuss, Eichhörnliweg, Winter, Arosa, Eichhörnchenweg

Meine Erwartungen wurden sogar wunderbar übertroffen: Auch Vögel flatterten bis auf meine Hand und nebenbei waren der Spaziergang durch den verschneiten Wald und die Aussicht auf Arosa und den Obersee alleine schon den Ausflug wert!

Aussicht, Eichhörnchenweg, Arosa, Obersee, verschneit, Schnee, Winter, Winterwonderland

Hier zeige ich euch, wo ihr den Eichhörnchenweg findet, wie ihr im Wald Eichhörnchen, Tannenhähern und Meisen begegnen könnt und an welche einfachen Regeln ihr euch halten solltet, so dass die Freude am Zusammentreffen von Menschen und Tieren beidseitig ist:

Start, Eichhörnliweg, Eichhörnchenweg, Hotel BelArosa, Arosa


Den Start des Eichhörnchenweges findet ihr in Arosa gleich neben dem Hotel BelArosa. Wegweiser zeigen euch den etwas oberhalb Arosa durch den Wald in Richtung Dorfteil Maran führenden Eichhörnliweg, welcher gleichzeitig auch als "wanderbares Bilderbuch" dient. Natürlich eignet sich die Wanderung durch den Eichhörnchenwald wunderbar für Familien mit Kindern, aber auch tierliebende Erwachsene kommen voll auf ihre Kosten!

Schild, Eichhörnliweg, Eichhörnchenweg, Arosa, Tafeln

Auf schön gestalteten Tafeln wird einerseits Interessantes über die Eichhörnchen erzählt, anderseits werdet ihr Stück für Stück durch ein Märchen begleitet. Am besten gefällt mir dabei gleich der Anfang: Die Geschichte wird aus Sicht des kleinen Eichhörnchens erzählt, welches mit seinem Vater den "Menschenweg" besucht. Tatsächlich sind die Tiere hier frei und können selbst entscheiden, ob sie in die Nähe des Weges und damit auf die Menschen zu gehen möchten, oder nicht!

Eichhörnchen, Eichhörnliweg, Eichhörnchenweg, Arosa, Schnee, Winter


Natürlich wissen die Eichhörnchen, dass viele Menschen etwas zu futtern für sie mit dabei haben und sind dadurch schon seit Jahrzehnten sehr zutraulich!
Wenn ihr euch ruhig und leise verhält und keinen Hund bei mit euch habt, kommen sie bald einmal in die Nähe des Weges.
Die Eichhörnchen halten auch keinen Winterschlaf und so könnt ihr sie nicht nur wie allgemein bekannt im Sommer, sondern auch im Winter antreffen.

Eichhörnchen, Eichhörnliweg, Eichhörnchenweg, Arosa, Schnee, Winter


Nicht nur die Eichhörnchen, auch viele Vögel entlang des Weges sind sehr zutraulich! So bin ich Tannenhähern und Kohlmeisen begegnet, welche auch auf meine Hand geflogen sind, sobald ich etwas essbares für sie darauf hatte.


Tannenhäher, Vogel, Hand, Eichhörnliweg, Winter, Eichhörnchenweg, Wald

Schaut euch auch die vier ganz kurzen Videos an, wenn ihr mögt... mich haben diese Begegnungen verzaubert:


Tipps und Empfehlungen für den Eichhörnliweg und schöne Tier-Begegnungen:


Eichhörnchen, Hand, handzahm, Schnee, Winter, Eichhörnliweg, Eichhörnchenweg, Arosa

- Verhaltet euch ruhig, bewegt euch nicht hektisch und seid leise. Mit einem Hund oder lauten, stürmischen Kindern wird es schwierig, dass Wildtiere zu euch kommen.

- Bringt das richtige Futter (am besten schon von zu Hause oder vom Coop im Dorf) mit - das heisst, ausschliesslich unbehandelte, einheimische Nüsse / Kerne. Eichhörnchen und Tannenhäher sind auf Haselnüsse spezialisiert, kleinere Vögel wie Meisen mögen Sonnenblumenkerne.

- Lasst die Tiere von sich aus an euch heran kommen, seid eher zurückhaltend und jagt sie nicht. Wer den Eichhörnchen hinterherrennt oder versucht, Vögel zu "schnappen", verliert ihr Vertrauen und wird das schöne Naturerlebnis kaum erfahren können.

- Eichhörnchen wie auch Vögel kommen mit etwas Geduld bis auf eure Hand, wenn ihr etwas Feines für sie anbietet. Am frechsten sind meiner Meinung nach die Tannenhäher. Deren Krallen können auch leicht kratzen, wenn sie auf euren Händen landen. Davon bleiben zwar keine Kratzer oder andere Spuren zurück, doch gerade Kinder könnten hier verständlicherweise leicht erschrecken und panisch reagieren. Im Allgemeinen sind aber alle Tiere sehr geschickt, fein und vorsichtig, wenn sie sich das angebotene Futter von euch holen.

- Mit eurer Kamera oder auch der Handykamera könnt ihr hier sicher schöne Erinnerungsfotos und Schnappschüsse einfangen... nehmt sie unbedingt mit!

- Nehmt euch genügend Zeit! Die ganze Strecke wäre eigentlich in 1-1.5 Stunden zu bewältigen. Die Höhenluft auf ca. 1800 müM kann euch jedoch zusetzen und natürlich werdet ihr bei den Eichhörnchen und den Vögeln gerne jede Menge Zeit verbummeln.

- Ihr könnt den Weg ab Hotel Belarosa bis zum Ortsteil Maran gehen, von wo ihr den kostenlosen Ortsbus (Link zum Fahrplan) zurück ins Dorf nehmen könnt. Bei Maran könnt ihr auf einem Hochplateau nochmals eine besonders schöne Sicht über Arosa geniessen. Wenn ihr nur bis zur Bushaltestelle Gollrad geht, habt ihr eine kleine Abkürzung und genauso ist es natürlich möglich, die Strecke in umgekehrter Richtung zu entdecken.

Eichhörnchen, Haselnuss, Winter, fressen, knabbern, Eichhörnchenweg, Eichhörnliweg, Arosa, Baum


Obwohl ich ganz allgemein ein spannendes, lustiges Wochenende in Arosa, Klosters und Davos erlebt habe, war der Eichhörnliweg in Arosa mein Highlight! Die Begegnungen mit den Tieren haben mich glücklich gemacht und die Bewegung an der frischen Luft im Wald hat mich so richtig entspannt. Gerne zeige ich den Eichhörnchenweg auch beim Freutag, beim Natur Donnerstag, bei den Montagsfreuden, beim Sonntagsglück und bei Bunt ist die Welt zum Thema Wege.

Angereist bin ich mit dem Zug und habe so schon auf dem Weg viele schöne Aussichten in die Bergwelt geniessen können - inklusive mehrere Hirsche, die seelenruhig entlang der Bahngeleise standen.
Hotel Hohenfels, Arosa, Aussicht, Winter, Schnee
Gewohnt habe ich in Arosa im Hotel Hohenfels. Ein sehr freundliches Hotel mit vernünftigen Preisen und einer wunderbaren Aussicht. Der Name ist allerdings Programm, das Hotel steht wirklich in der Höhe und etwas Fitness schadet für den Weg nicht. Verzaubert hat mich übrigens auch der Blick aus meinem (bergseitigen) Hotelzimmer-Fenster, wohlgemerkt im 2. Stock... ja, da liegt "etwas" Schnee.
Hotel, Hohenfels, Schnee, Fenster, Sicht, Aussicht, Winter, Winterwonderland

Wart ihr auch schon auf dem Eichhörnchenweg in Arosa? Oder habt ihr den zauberhaften Weg noch nicht gekannt? Einen ähnlichen Weg soll es ja auch in Davos geben. Egal, wo... ich hoffe, dass ich schon bald wieder so schöne Natur- und Tier- Begegnungen erleben kann.

Liebe Reisegrüsse, Miuh